Beiträge von Lianae

    Ich wollte da nur darauf hinweisen. Das ist ein Fehler in deinem Text. Du schreibst:

    "Falls es dir schwerfällt, deine errechnete Proteinmenge allein durch feste Nahrung zu erreichen – sei es durch Zeitmangel oder den geringen Appetit unter GLP-1 – gibt es smap®. Es liefert dir alle 9 essenziellen Aminosäuren in freier, kristalliner Form."
    Der eindeutigen Korrektheit wegen sollte das korrigiert werden. Ob man jetzt EAAs (es gibt ja Abertausende EAA-Produkte, manche mit Histidin, manche ohne, manche mit den semi-essentiellen, manche ohne, manche mit noch irgendwelchen anderen Kram, manche ohne) extra supplementieren "muss" oder nicht, ist ein ganz anderes Thema. Das Fass wollte ich hier bewusst nicht aufmachen.
    Aber die Angabe von 9 ist hier an dieser Stelle halt eindeutig falsch, wenn selbst die Werbung des Produkts mit was anderem wirbt.

    Ich habe eher das Gefühl, Mounjaro macht mich durstiger. Seit ich Mounjaro nehme, kann ich ohne Wasserflasche kaum mehr das Haus verlassen, weil ich ständig durst habe. Früher war das nicht so.

    Ich trinke ansonsten recht viel Tee. Ich versuche insbesondere an einem Arbeitstag jeweils 1L Tee vormittags und nachmittags zu trinken. Damit bin ich dann zufrieden und achte ansonsten nicht mehr darauf. Aber natürlich kommt noch was hinzu. Hier und da noch etwas Cola light (ja, nicht gut. Ich weiß.), hier und da noch ein Glas Wasser (für NEMs, bei Durst etc.) und meist noch ca. 600mL wenn ich Sport mache. Ich denke, das reicht dann auch wirklich.

    Könnt ihr ein gutes Elektrolyte Pulver empfehlen?

    Will ich jetzt nicht unbedingt empfehlen, aber hier nehme ich auch das Mineralienpulver vom Bodybuilding-Depot. Gibt es auch in Geschmacksrichtungen, ich nehme aber nur neutral. Ist eines der wenigen Pulver die ich kenne, die keinen Zucker beinhalten, deswegen nehme ich das und weil ich dort ja eh öfter bestelle.
    Die Löslichkeit ist meiner Meinung nach bescheiden. Ich versuche das erst gar nicht mehr. Ich tue ein paar mal am Tag ein bisschen Pulver auf einen Teelöffel mit Wasser/abgekühlten Tee, schlecke den ab und gieße mir dann sofort noch Wasser/Tee hinterher. Augen zu und durch sozusagen. Schmeckt dann halt kurz ein bisschen salzig, ist aber ja gleich wieder weg.

    Wie viel Sinn es macht, so viele verschiedene Mineralien gleichzeitig aufzunehmen, also wie hoch dann noch die Bioverfügbarkeit der einzelnen ist... schwer zu sagen. Zum Beheben eines echten Mangels wahrscheinlich eher nicht geeignet.

    Falls noch jemand bessere Pulver kennt, ohne Zucker, bin ich für Vorschläge offen.

    Es wird ja aktuell diskutiert, die Ausschlussliste für bestimmte Patienten mit gewissen Grunderkrankungen aufzuheben. Aber das dauert noch.

    Und nein, GLP1-RA sind nicht zwangsläufig günstiger als bariatrische Eingriffe…. Die Kosten zu Lasten der GKV sind - dank Fallpauschale - deutlich geringer als Selbstzahlerleistung, für die die GOÄ veranschlagt wird.

    Ich habe nirgends geschrieben, dass Medikamente günstiger wären, sondern lediglich, dass der Chirurg und die Assistenz mit Sicherheit auch nicht für Mindestlohn operiert und entsprechend auch einige Kosten anfallen.

    Aber egal, ich weiß jetzt gar nicht, warum wir so weit ins OT geschlittert sind. Mein Punkt war ja nur peripher die Übernahme der Kosten. Ich würde eigentlich gerne den Threadtitel, nämlich Freudlosigkeit, (Verstärkung von vorhandener?) Depressionen, erhöhte Suizidraten etc. beim Gewichtsverlust (wird dann ja nicht nur baratrische OPs und GLP1-Medikamente betreffen, sondern auch der reguläre Gewichtsverlust ohne Unterstützung). Ich empfinde das einfach als sehr wichtiges Thema, die erhöhte Suizidrate durch bariatrische OPs empfinde ich als Katastrophe und zu unbekannt in der Bevölkerung. Ich bin hier wirklich sehr gespannt, wie die Statistik in Zukunft bei Medikamenten sein wird. Ich hoffe, deutlich besser als bei OPs und angesichts dessen, dass man beim einen essen kann, aber nicht will, beim nächsten essen will, aber nicht kann, halte ich das auch für realistisch. Aber in die Zukunft blicken kann ich nicht. Gerne würde mich hierzu eure Meinung und "Prognose" interessieren.
    Die Übernahme der Krankenkasse stört mich zwar auch, aber auf diesem Nebenthema wollte ich trotzdem nicht rumreiten. Ist jetzt sowieso wie es ist, und für mich persönlich rechne ich da in den nächsten 10 Jahren ohnehin nicht mit einer relevanten Änderung.
    Aber eine erhöhte Suizidrate und Freudlosigkeit mit fällt mir schwer, einfach mit "is so" abzuhaken. Darüber muss gesprochen werden. Ich werde bei Zeiten mal nach Statistiken dazu bei regulärer Abnahme suchen. Mal sehen ob es sowas gibt.

    Ich meinte ja gar nicht, dass die Krankenkassen von jedem adipösen die Kosten übernehmen sollte. Das ist Wunschdenken mit dem ich auch zur Zeit nicht rechne und was ich (leider) auch nachvollziehen kann.

    Aber ab einem bestimmten BMI (ab 40, meine ich? 🤔) werden ja auch die OP-Kosten übernommen und die ist mit Sicherheit auch nicht billig. Ich finde, wenn die Kosten für die OP übernommen werden würden, könnte man auch alternativ die Kosten für die Spritzen übernehmen. Man sollte aus meiner Sicht die Patienten mit den entsprechenden BMI zur Wahl stellen, ob Spritze oder OP.

    Dass ich, die zu Höchstzeiten "nur" einen BMI von 32 hatte, sowohl OP als auch Spritze selbst zahlen müsste bzw. muss, das kann ich leider schon nachvollziehen. Auch wenn ich mich rein egoistisch natürlich darüber freuen würde, es wäre anders.
    Die Zahl derer mit BMI über 40 (oder ab wann auch immer eine OP üblicherweise übernommen wird) ist dann doch deutlich geringer als alle über BMI 30.

    Das ist ein sehr wichtiges Thema!

    Dass insbesondere nach Adipositaschirurgie die stark erhöhte Suizidrate auffällig ist, ist ja lange bekannt (https://www.aerzteblatt.de/news/adiposita…fc-9a86707eca7b).
    Auch wenn ich selbst bisher immer weit entfernt von BMIs war, bei denen eine Adipositaschirurgie ernsthaft in Betracht gezogen worden wäre, so ist das ein Thema, welches mich schon länger sehr beschäftigt.
    Und mich dann ehrlich gesagt in der neuesten Zeit auch ernsthaft aufregte, dass die Krankenkasse immer noch relativ "leichtfertig" die Kosten für eine OP bezahlt, aber nicht die für Wegovy oder Mounjaro. Dadurch gibt es einfach viele Menschen, die schlicht aus Geldgründen zur bezahlten OP gezwungen werden, obwohl die Abnehmspritzen wahrscheinlich zum gleichen Erfolg führen würden (zumindest bei guter Begleitung mit Ernährungsberatung etc. und einer Off-Label-Anwendung, wo nicht pauschal jeden Monat um 2,5mg erhöht wird).

    Ich finde das unverantwortlich und frage mich auch, ob über diese erhöhte Suizidrate überhaupt ordentlich aufgeklärt wird, in den Vorgesprächen der OPs.

    Ich bin keine Psychologin, aber für mich klang das schon immer völlig logisch. Ich und sehr viele andere Menschen sind Stressesser. Du beschreibst das ja auch gut in deinem Artikel. Es gibt einfach Situationen im Leben, dagegen "hilft" quasi nur noch Schokolade. Zumindest wenn man da keinen Weg rausfindet. Aber das ist sicher kein Prozess von heute auf morgen. Wenn ich mir vorstelle, dass es mir gerade so richtig dreckig geht, mein Gehirn schreit laut nach Essen, ich will essen, aber es geht nicht, weil irgendjemand an meinem Magen rumgeschnippelt hat, das klingt für mich nach einer Horrorstory. Das wäre, wie wenn mir jemand meine gesunden Beine amputiert, weil ich in irgendeinem Schockmoment vor irgendetwas weggerannt bin, wovor ich nicht hätte wegrennen sollen und was auch objektiv nicht die schlaueste Idee war.

    Die Wirkstoffe hier ist aus meiner Sicht eine Revolution, weil man zwar essen kann, aber nicht will. Ganz unabhängig davon, dass die Abnehmspritze natürlich zusätzlich nicht invasiv ist und jederzeit abgesetzt werden kann. Für mich ein sehr großer Unterschied.

    Ein bisschen schade, aber auch hier irgendwie logisch, dass leider auch die Abnehmspritze bei manchen Menschen zu einem leereren und freudlosen Leben führt. Tatsächlich habe ich mir darüber auch schon vor meiner ersten Dosis Gedanken gemacht: was mache ich entspannendes mit der gesparten Zeit, in der ich vorher das Zeug in mich reingestopft habe, quasi außerplanmäßig zum Supermarkt oder sonntags zur Tankstelle oder zum Hauptbahnhof gegangen bin?

    Vielen Dank, Diane . Werde ich mich dann nächstes Jahr genauer mit beschäftigen, aber ich rechne dann mal nicht damit, dass das bei mir klappt.
    Ich vermute, das gilt dann aber für alle Rezepte zusammen und nicht nur für ein einziges? Ich benutze nämlich noch ein anderes Medikament auf Privatrezept. Kostet allerdings nur einen Bruchteil von Mounjaro , also wahrscheinlich werde ich auch damit nicht drüber hinauskommen.

    Ja, wenn du über den Pauschwert der außergewöhnlichen Belastung an Zuzahlungen kommst. Der liegt je nach Einkommen bei 1-7 % Eigenanteil deines Jahreseinkommens.

    Nachfrage von den Steuernieten: Brutto oder netto Jahreseinkommen?
    Und das heißt, wenn ich pro Jahr z.B. 2000€ für die Spritze ausgebe, sollte mein Jahreseinkommen nur bei ca. 14000€ sein?
    Ich habe übrigens irgendwo anders im Internet noch gelesen, dass ihm das Finanzamt als Begründung für die Ablehnung genannt hätte, dass man durch die Abnehmspritze ja an Lebensmittelkosten gespart hätte und es deswegen nicht abgesetzt werden könnte 8|:D.
    Ich rechne daher eher nicht damit, auch wenn die Erklärung mit gesparten Lebensmittelkosten natürlich echt krass hanebüchen ist. Zum Glück habe ich noch etwas Zeit und verfolge bis dahin gespannt andere Erfahrungsberichte.

    Herzlichen Glückwunsch! Und außerdem vielen Dank für das Forum!

    12 Wochen Stillstand sind ja eine sehr lange Zeit! Aber wenn ich es richtig verstehe, hast du in der Zeit trotzdem an Umfang verloren? Dann war es ja zum Glück kein echter Stillstand, sondern wohl eher Umlagerungen von Wasser, Fett, Muskulatur... ging dann nach den 12 Wochen wenigstens ein größerer Sprung runter oder auch nur im normalen Tempo weiter?

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