Beiträge von Waldgeist

    Hallo Ihr Lieben,

    eines vorweg: ich nehme (noch?) kein GLP-1.
    Aber mit Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden habe ich
    nähere Bekanntschaft geschlossen in meinem bisherigen Leben.

    • feuchtwarme Leberwickel (lernte ich bei einer Leberkur kennen und schätzen). Sehr angenehm und entspannend. Und das wichtigste: es hilft der Leber.
    • Fenchel-Anis-Kümmel-Tee (wurde mir von einem TCM-Doc empfohlen, der ihn täglich selber trank) Ich mag die einzelnen Bestandteile als Kräuter im Essen - der Tee ist nicht sooo meins, aber er wirkt entkrampfend und verdauungsfördernd. Viele Mütter haben ihn vermutlich als Still-Tee kennengelernt > damit die Zwerge nicht so unter Bähungen leiden sollten, tranken ihre Mütter diesen Tee.
    • Kissen mit Dinkelspelzen (kann man erwärmen, hilft mir aber auch ohne; meines ist fast 40 x 80 cm groß).
      Wenn mir nicht gut ist (Übelkeit, Völlegefühl, rumpeln + pumpeln im Bauch), dann lege ich mir das Kissen auf den Unterleib. Hilft wirklich gefühlt fast immer. Ich schätze es auch als normales Kopfkissen 😉
    • Ringelblüten-Tee (Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler!)
      Die Salbe lernte ich als Jugendliche kenne, über den Tee bin ich erst gestolpert, als ich eine Halsentzündung hatte. Allerdings fand nicht nur ich den Duft verführerisch. Meine beiden Waldgeister Motte und Flummi waren nicht nur angetan, sondern haben auch probiert und für gut befunden. Immer wenn ich in Zukunft diesen Tee trank waren die beiden zur Stelle ;) (Bei Motte habe ich mich nicht gewundert: die mochte auch Sauerkraut und Grünkohl ... bei ihr habe ich schnell gelernt auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen. Flummi hatte damals eine leichte Zahnfleischentzündung durch den Zahnwechsel - und auch dafür ist der Tee gut, wie ich damals bei Recherchen feststellte). Unter anderem auch gut bei Sodbrennen und Verdauungsproblemen.
    • Ingwer
      Nehme ich gerne zum Würzen (frisch lieber wie getrocknet), aber auch als Tee super gegen Übelkeit (wie Matze schon erwähnt hat).
    • Scharfgarbe
      kann man gut zum Würzen nutzen, aber auch als Tee.
      Die enthaltenen Bitterstoffe helfen bei der Verdauung, wenn die innere Beschwerdestelle meckert, weil das Essen zu schwer oder zu fettig war. Auch Blähungen und Völlegefühl können gemildert werden.
      Knabbere ich auch so mal gerne ein paar Blätter, wenn ich im Garten bin ;)
    • Süssholzwurzel (> auch in Lakritze, die aber leider oft viel Zucker enthält)
      In "normalen" Tees finde ich es lästig, weil es immer durchschmeckt. Aber dafür ist es u.a.bekannt für seine Einsätze bei Verdauungsschwäche, Bauchschmerzen. Mir tut es in Form von Lakritze auch gut bei Übelkeit (Ne, keine milden weichen Bonbons: Sallos Original ;)
    • Schwedenkräuter groß (ursprünglich werden sie in hochprozentigem Alkohol angesetzt, aber letztes Jahr
      bin ich über einen Tipp gestolpert, es mit Apfelessig zu probieren. Gemacht, getan: Schwedenkräuter besorgt, mit Apfelessig (+ Essigmutter) aufgegossen und ziehen lassen - ab und zu mal umrühen. Da die Kräutermischung diverse "Stöffchen" enthält, guckt sie euch bitte genau an. Kann ja immer sein, daß man etwas davon nicht verträgt. Von dem fertigen Ansatz nehme ich für einen großen Becher 1 EL und fülle ihn mit warmen Wasser auf(keinem heißen - das würde zumindest die Wirkstoffe des Essigs kaputt machen).
    • Zimt
      Seufz - das ist eines der Gewürze, denen ich schon ewig verfallen bin ...
      Kann den Blutzuckerspiegel in seine Schranken schubsen, gut für die Verdauung, Blähungen, zur Stärkung der Mitte ...

      Es gibt mit Sicherheit noch viel mehr, was ich jetzt nicht aufgeführt habe.
      Vor diversen Jahren hat ein Kräuter- und Gewürzbuch seinen Platz in meiner Sammlung eingenommen,
      in dem u. a. auch Infos bezüglich der Wirkstoffe enthalten sind.

      Eure Nahrung sei eure Medizin, und eure Medizin sei eure Nahrung“ wie schon Hippokrates sagte.

    Hi Matze,

    das muß ich unserer Hausärztin lassen:
    sie hat sich das Blutwerte-Disaster bei meinem Partner Dirk zwar lange angesehen, aber nachdem die letzte Medikamentenanpassung bezüglich Diabetes Typ 2 auch nichts brachte, hat sie von sich aus Ozempic angesprochen.
    (Das Monjaro vermutlich die bessere Wahl wäre, hat er erst vor kurzem über einen Bekannten gehört).

    Was eine gute Vorbereitung auf Arztgespräche angeht:
    da kann ich dir nur zustimmen.
    Gerade wenn es mir besonders wichtig ist, dann setze ich mich hin und
    schreibe genau auf, worum es mir geht und welche Fragen ich habe.
    Keine Ahnung wie es anderen geht: aber wenn es mir eh schon nicht gut
    geht und ich aufgeregt bin, hat mein Wortschatz nichts besseres zu tun,
    wie sich aus dem Staub zu machen. (Es fällt mir eh deutlich leichter, mich
    schriftlich zu äußern wie mündlich).

    Eines vielleicht noch: es ist keine Schande, sich zu so einem Gespräch
    Verstärkung mitzunehmen.

    Viele Grüße
    Waldgeist

    Guten Morgen NannyOgg

    den Begriff FoodNoise kannte ich vorher auch nicht, aber er passt (für mich).
    Sofort nach dem Frühstück zu überlegen, was ich zur nächsten Mahlzeit machen könnte: eine meiner
    leichtesten Übungen 🫢.

    >jedoch habe ich immer empfunden, daß sämtliche Abnehmprogramme auf eine Art Suchtfaktor keine Rücksicht nehmen.

    Das kann ich leider nur bestätigen. Ich habe inzwischen verschiedene Kurse gemacht, die von meiner Krankenkasse angeboten
    worden sind und wirklich gut gefiel mir nur einer. (Da ging es zwar auch nicht um Suchtfaktoren, aber es wurde z. B. eingehend darauf
    eingegangen, wie man seinem Darm was gutes tun kann bzw. was für Auswirkungen einem blühen, wenn man ihn
    schlecht behandelt oder auch nur vernachlässigt.)

    In meiner Kur vor inzwischen über 20 Jahren bin ich allerdings einer bemerkenswerten Ernährungsberaterin begegnet,
    die mir bestätigte, was ich schon vermutet hatte: "Essstörung an Bord".
    Wir waren nicht ganz wenige zu der Zeit: in diversen Ausprägungen und von unterschiedlichem Alter.
    Aber mit einem Suchtproblem: Essen. Und ganz ehrlich: das ist doch wirklich eine "gemeine" Sucht.
    Die meisten anderen Stoffe nach denen man süchtig werden kann, braucht man nicht zum Leben.
    Ohne Nahrung funktioniert es beim besten Willen nicht.

    Ich bekam damals einen Hinweis, den ich nicht wieder vergessen habe
    (nicht zuletzt wegen des Bildes was ich sofort vor Augen hatte):
    Wenn du meinst, du hast Hunger, fühl erst nach, ob dir nicht doch etwas anderes fehlt.
    Ihr Ratschlag: "Schokolade mit Ohren" 😉

    Lach - eine wunderbare Methode, die mir sehr oft weitergeholfen hat.

    Und was FoodNoise angeht: ich stelle es mir sehr erleichternd vor, wenn er verschwindet.
    Es ist vermutlich so wie mit allen Änderungen - man muß erst lernen, damit umzugehen.

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