GLP-1-Medikamente und Essstörungen: Was Ärzte zunehmend besorgt

  • Matze hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Matze
    24. Mai 2026 um 07:16

    Zitat
    Millionen Menschen weltweit nehmen GLP-1-Medikamente – doch für manche von ihnen könnten die Spritzen ein verstecktes Risiko bergen, das kaum jemand beim Arztgespräch anspricht. Was erst nach der Verschreibung ans Licht kommt, hätte in vielen Fällen vorher geklärt werden müssen.

    Gruß Matze

    The world has music for those who listen

  • Ein sehr wichtiges Thema Matze, :!:

    Die Frage ist, wo fängt die Essstörung an,wo hört sie auf? Ich war seit ca Pubertät immer " Stabil", nicht Adipös, aber alle meine Freundinnen waren schlanker.

    Damals gab es noch keine Diskussionsrunden unter Freundinnen, was isst du,was nicht? Es gab noch kein Internet,Handy, keine Anlaufstelle wo man sich hätte erkundigen können, die Frage stelle sich einfach nicht.Alle Infos diesbezüglich kamen aus der "Bravo".

    Das ist heute natürlich anders, da gehen auch Eltern auf einen ein wenn die Figur einen " fertig" macht, dasxwar in den 80 er Jahren auch anders,es wurde Totgeschwiegen.


    Auch ich hatte Phasen wo ich mich " runter gehungert" habe, für ein Event, Hochzeit etc., das habe ich damals so ca 2 bis 3 Monate immer " durchgehalten" dann war ich für das Ereignis dünn, danach wieder Gewichtzunahme, ständiger Jo Jo, ich denke das ist auch in irgend einer Form eine Essstörung gegründet aus dem Leidensdruck den man einfach hat. Den keiner sieht.Man bekommt Zuspruch, dann,später ,ein Schade du warst doch letztes Jahr so schlank.


    Seit Jahren, ach 2 Jahrzenten kann ich das aber nicht mehr, Ca seit Entbindung meines Sohnes 2002. ( da hat früher mein behandelner Gyn übrigens auch gesagt,Frau S, sie müssen aufpassen, sie werden nach der Schwangerschaft ca 100 Kilo wiegen) da haben die Alarmglocken schon wieder geschrillt, auch wenn mein Arzt damals nur die medizinische Seite abklären wollte.


    Das Hungern geht nicht mehr, halte ich keine 3 Tage mehr durch.Aber : Geht man zum Arzt und bespricht mit ihm diese vergangenen Geister im Kopf? Ich glaube nicht.IN deinem Artikel steht,dass das medizinische abgeklärt werden muss/sollte. Das Stigmata ist einfach da, heute nicht besser als vor 20 Jahren.


    Selbst bei schwerwiegenden Essstörungen wird es schwer das der Patient sich öffnet, Essstörungen sind " geheime" Erkrankungen, so lange sie nicht für jeden ersichtlich sind.


    Ich finde das Thema deswegen so wichtig, weil ja,ich sehe da auch Risiken bei zb Anorexie das man in die alten Verhaltensmuster katapultiert wird. Das wird ,befürchte ich, jeder für sich selbst entscheiden ( müssen) weil ich denke das die meisten Ärzte dann aus Vorsicht sagen, ne,nehmen sie mal kein glp 1.FALLS man dem Arzt was sagt, Diese Patienten haben ihre Esstörungen Jahrelang verschwiegen, Die wenigsten haben auch genug Vertrauen zu den Ärzten,das kommt noch dazu.

    Ist schon ein zweischneidiges Schwert.Aber ein Punkt der Diskussionswürdig ist.


    Die Dunkelziffer der Patienten mit Vorbelastung von Glp 1 Usern, wird sehr hoch sein.:whistling:

  • Danke Matze für die ganzen Artikel, die du hier reinstellst. Das ist wirklich eine Bereicherung.

    Ebony

    Tut mir wirklich leid, dass du so eine Vorgeschichte hast. Ich kann den enormen sozialen Druck sehr gut nachempfinden und genau das ist es auch, was krank machen kann.

    Ich persönlich halte auch die heutigen Zeiten bezüglich Essstörungen für gefährlich, gerade wenn Jugendliche (oder auch Erwachsene) nicht über social media und deren mögliche Wirkung auf das Empfinden von Realität, aufgeklärt werden. Wenn man sich auf Instagram anschaut, wie jemand trainiert oder abnimmt, werden durch den Algorithmus genau solche Videos weiter angezeigt. So entsteht die sogenannte "Bubble" und da social media nicht reguliert sind, kann da jeder alles mögliche veröffentlichen. Das hat positive als auch sehr negative Seiten. ZB gibt es selbst in Fittnessstudios mittlerweile den Trend, zu Fatburnern und Steroide zu greifen. Das ist längst nicht mehr das, was nur professionelle Bodybuilder machen. Auch hier trägt social media oder besser gesagt - der Umgang mit social media oder die fehlende Aufklärung zu genau diesen Trends bei. GLP-1-Medikamente sind nicht das Problem, wie auch der Artikel so schön differenziert. Das Problem ist der soziale Druck. Und dabei sind längst nicht mehr die meisten Menschen normalgewichtig. Social media kann einem vorgaukeln, die Realität wäre so, obwohl die Realität genauso nicht aussieht, denn Fakt ist, dass mindestens 50÷ aller Deutschen übergewichtig sind und 1/3 adipös. Es ist unerlässlich, daran zu forschen und nach Lösungen zu schauen. Und meiner Meinung auch unerlässlich, eine Therapie zu machen, wenn man tiefgreifende Probleme im Kontext des eigenen Körpergewichts hat. Deswegen halte ich das auch für wichtig, dass grundsätzlich darüber aufgeklärt wird.

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