Ein sehr wichtiges Thema Matze, 
Die Frage ist, wo fängt die Essstörung an,wo hört sie auf? Ich war seit ca Pubertät immer " Stabil", nicht Adipös, aber alle meine Freundinnen waren schlanker.
Damals gab es noch keine Diskussionsrunden unter Freundinnen, was isst du,was nicht? Es gab noch kein Internet,Handy, keine Anlaufstelle wo man sich hätte erkundigen können, die Frage stelle sich einfach nicht.Alle Infos diesbezüglich kamen aus der "Bravo".
Das ist heute natürlich anders, da gehen auch Eltern auf einen ein wenn die Figur einen " fertig" macht, dasxwar in den 80 er Jahren auch anders,es wurde Totgeschwiegen.
Auch ich hatte Phasen wo ich mich " runter gehungert" habe, für ein Event, Hochzeit etc., das habe ich damals so ca 2 bis 3 Monate immer " durchgehalten" dann war ich für das Ereignis dünn, danach wieder Gewichtzunahme, ständiger Jo Jo, ich denke das ist auch in irgend einer Form eine Essstörung gegründet aus dem Leidensdruck den man einfach hat. Den keiner sieht.Man bekommt Zuspruch, dann,später ,ein Schade du warst doch letztes Jahr so schlank.
Seit Jahren, ach 2 Jahrzenten kann ich das aber nicht mehr, Ca seit Entbindung meines Sohnes 2002. ( da hat früher mein behandelner Gyn übrigens auch gesagt,Frau S, sie müssen aufpassen, sie werden nach der Schwangerschaft ca 100 Kilo wiegen) da haben die Alarmglocken schon wieder geschrillt, auch wenn mein Arzt damals nur die medizinische Seite abklären wollte.
Das Hungern geht nicht mehr, halte ich keine 3 Tage mehr durch.Aber : Geht man zum Arzt und bespricht mit ihm diese vergangenen Geister im Kopf? Ich glaube nicht.IN deinem Artikel steht,dass das medizinische abgeklärt werden muss/sollte. Das Stigmata ist einfach da, heute nicht besser als vor 20 Jahren.
Selbst bei schwerwiegenden Essstörungen wird es schwer das der Patient sich öffnet, Essstörungen sind " geheime" Erkrankungen, so lange sie nicht für jeden ersichtlich sind.
Ich finde das Thema deswegen so wichtig, weil ja,ich sehe da auch Risiken bei zb Anorexie das man in die alten Verhaltensmuster katapultiert wird. Das wird ,befürchte ich, jeder für sich selbst entscheiden ( müssen) weil ich denke das die meisten Ärzte dann aus Vorsicht sagen, ne,nehmen sie mal kein glp 1.FALLS man dem Arzt was sagt, Diese Patienten haben ihre Esstörungen Jahrelang verschwiegen, Die wenigsten haben auch genug Vertrauen zu den Ärzten,das kommt noch dazu.
Ist schon ein zweischneidiges Schwert.Aber ein Punkt der Diskussionswürdig ist.
Die Dunkelziffer der Patienten mit Vorbelastung von Glp 1 Usern, wird sehr hoch sein.