Beiträge von Tulpe

    Zum Artikel möchte ich noch sagen, dass der Muskelverlust und die damit einhergehende Senkung des Grundumsatz nicht zur adaptiven Thermogenese gehört, sondern zur strukturellen Veränderung. Adaptive Thermogenese beinhaltet die Senkung der Körpertemperatur, Effizien der Mitochondrien und hormonellen Drosselung (Schilddrüsenhormone, Leptin). Beides zusammen sind metabolische Anpassungen und senken den Grundumsatz. Aber es sind zwei Baustellen.

    Quelle: "Adaptive thermogenesis in humans" publiziert in den National Institutes of Health

    Und wer "Refeed-Days" oder "Diet Breaks" einbezieht, der kann wohl laut einer weiteren Studie entgegen die adaptive Thermogenese einwirken. Damit sind keine Cheat-Days gemeint, in denen man Massen an Lebensmitteln zu sich nimmt, sondern Erhaltungstage oder kleine bis moderate "Plus-Tage".

    Studie: "intermittent energy restriction improves weight loss efficiency in oberse men: the matadore study", durchgeführt von der University of Tasmania, publiziert in International Journal of Obesity

    Zum Thema "Artikel klauen":

    Da fand jemand deinen Text Matze wohl besonders gut 😅. Ist natürlich unverschämt, aber irgendwie auch ein Kompliment.

    Achja, dass zu wenig Wasserzufuhr den Fettabbau bremst, wusste ich nicht. Ich dachte, das wäre ein Mythos. Wieder etwas gelernt 😄

    Ja, der Punkt mit den 5÷ Gewichtsverlust innerhalb der sechs Monate halte ich auch für eine sehr merkwürdige und unlogische Richtlinie. Ich denke, es wird darauf hinauslaufen, ob man mit der Beratungs-/Therapiestelle Glück hat und eben genau das, was du so schön zusammengefasst hast, zwischen Berater*in und Klient*in kommuniziert wird und man nach Ablauf der sechs Monate dann trotzdem das dafür vorgesehene Dokument für die Übernahme der Kosten ausgestellt bekommt, auch wenn man diese 5÷ Gewicht verloren hat. Oh Gott, was für ein merkwürdig formulierter Bandwurmsatz 😅. Kriege es gerade nicht besser hin 😶

    Offtopic:

    Die KI kann Fehler machen. Das ist ein Fakt. Wichtig ist auch zu wissen, wie man sie nutzt oder wie man eine Frage oder eine These formuliert. Ich überprüfe auch viel und komme oft auf die selben Ergebnisse. Aber manchmal würfelt sie auch Daten durcheinander oder gibt veraltete Daten an, aber darauf kann man hinweise und die KI sucht dann nochmal gezielter nach weiteren und neueren Quellen.

    Da gibt es aber auch Unterschiede zwischen den KI's. Perplexy ist zB eine viel bessere KI für Recherchen oder Zusammenfassungen von Nachrichten und Daten als Chatgpt. Chatgpt hat dafür andere Qualitäten, die Perplexy nicht hat. Aber so oder so - es sind Werkzeuge und keine Allwissenden Wesen. Steht aber auch eigentlich überall, dass sie Fehler machen können 😊

    Zum eigentlichen Thema:

    Ich verstehe komplett die Logik hinter deiner Aussage Lianae und sehe das genauso. Also. Du hast diesbezüglich völlig recht.

    Auf der anderen Seite sehe ich auch, dass es einfach wirklich viele Menschen mittlerweile mit starkem Übergewicht gibt und die Zahlen werden in nächster Zeit nicht kleiner. In Frankreich soll das dann der letzte Weg sein, damit die Krankenkassen nicht überlastet werden mit Kosten. Das muss ja auch finanziert werden, also irgendwo muss das Geld herkommen. Das ist einfach ein komplexes System, in dem man sich bewegt. Das ist jedenfalls meine Ansicht dazu oder meine Vermutung besser gesagt.

    also ich habe jetzt nicht gründlich recherchiert, aber auch die Google KI gefragt. Ich habe einmal Lianae Gedanken aufgeschrieben und dann nochmal gefragt, ob es aber auch so gemeint ist, dass man das dokumentiert bekommen kann von einer professionellen Ernährungsberatung und die KI meinte, dass es genauso gemeint war - dass man sich das ausstellen lassen kann von einer Beratungsstelle oder Therapie für Ernährung. Diese muss aber trotz, dass die Spritze übernommen wird, weiterhin besucht werden. Das ist wohl Pflicht.

    Es könnte schon gut sein, wenn das eine Google-Übersetzung oder ähnliches ist, sich da ein Fehler einschleicht, weil es da teilweise punktgenau um jedes Wort in der Formulierung geht und es nicht reicht, wenn es einigermaßen gut übersetzt ist, weil es hier um Gesetze und Verordnungen geht. Selbst deutsche Texte in Gesetzgebungen und Richtlinien muss man teilweis ganz genau lesen, dass sich da kein Missverständnis einschleicht. Geht jedenfalls mir so. Deswegen wäre ich noch vorsichtig mit Aufregung.

    Es könnte auch sein, dass man nachweisen muss, es versucht zu haben und daran gescheitert ist. Wenn man zB eine professionelle Ernährungsberatung in Angriff genommen hat, kann man sich vielleicht das ganze bescheinigen lassen oder so - wäre jetzt eine Idee von mir gewesen, wie man das elegant lösen könnte.

    Aber wenn es wirklich so gemeint ist, dass man im Grunde keinen Anspruch darauf haben kann, dann ist das natürlich ein schlechter Witz.

    Der Stoffwechsel kann bei einem dauerhaften Defizit minimal nach unten korrigieren. Der Körper muss trotz allem versorgt werden - dafür ist der Stoffwechsel ja gut. Aber beispielsweise werden Hände und Füße weniger gut durchblutet. Das kann dann zB dazu führen, dass wir mehr Frieren. Die Korrektur nach unten wären bei einem moderaten Defizit vielleicht 50 bis 100 kcal weniger (durchschnittlich).

    Das, was aber viel mehr "reinhaut", ist die unbewusste Reduzierung des NEAT. Das ist ein Teil, der zum Gesamtumsatz gehört. Darunter fällt zB wippen mit dem Körper oder den Beinen, Gestikulierungen, andere Microbewegungen, kurz aufstehen, zur Toilette gehen usw. Wenn man dauerhaft im Defizit ist, fährt der Körper diese ganzen Bewegungen runter und das kann schon durchschnittlich 300 bis 500 kcal Unterschied machen.

    Außerdem schüttet der Körper mit der Zeit als Gegenregulation vermehrt Ghrelin aus. Ein Hormon, dass Hunger auslöst. Das erschwert dann eine weitere Abnahme ebenfalls.

    Vielleicht gibt es auch noch weitere Anpassungen. Das weiß ich nicht. Lese ich nachher mal nach, weil ich das Thema interessant finde.

    Ich genieße auch noch mein Essen und das ist mir auch sehr wichtig. Ich esse auch an manchen Tagen Süßes und es gab auch schon chili cheese Nuggets von BurgerMe, die ich sehr genossen habe.

    Mein Körper meldet konsequent, wenn er etwas braucht. Wenn ich eins bis zwei Tage zu wenig (<40 Gramm) Fett zu mir nahm, kommt dann ein Tag, an dem ich Verlangen auf zB Nüsse bekomme und esse diese dann. Oder ich habe Lust auf kohlenhydratreiche Kost, wenn ein zwei Tage die KH zu kurz gekommen sind (<100 Gramm). Auch zeigt mir mein Körper bzw mein Gehirn, wenn es schnell verfügbare Energie mag (gesättigte Fette + Stärke/Zucker) wie zB Verlangen auf Vollkorntoast mit Käse. Auf jeden Fall folgen auf Tagen mit hohem Defizit meist Tage mit kleinem Defizit oder sogar einem kleinen Plus. Es ist letztlich sehr ausgeglichen. Die Signale des Körpers kommen auf jeden Fall durch, wenn es nötig wird.

    Darüber bin ich auch sehr froh. Das ist wohl keine Selbstverständlichkeit.

    Interessant. Von der Empfehlung habe ich schon oft gehört.

    Bei mir ist es so, dass ich in der Regel so viel esse wie auch in der Schüssel ist - vor allem, wenn ich etwas schauend. Vor Wegovy hatte ich ja die meiste Zeit eine normale Sättigung und Hungergefühl. Aber mir ist aufgefallen, dass ich fast immer alles aufesse. Deswegen portionierte ich mir grundsätzlich einfach die Portionen kleiner (mit Küchenwaage, damit ich ungefähr weiß, wie viel kcal ich esse). Das klappte immer gut. Ich aß dann genau das und brauchte keinen Nachschlag.

    Nur an den erschöpften Tagen und vor allem rund um hormonelle Umschwünge nicht (da war ich ebenfalls in der Regel erschöpft) und da war es egal, ob der Fernseher lief oder nicht. Ich hatte da kaum Sättigung und einen unwahrscheinlich großen Drang nach schnell verfügbarer Energie, als wäre der Notstand ausgebrochen.

    Trotzdem esse ich gerne ohne Medienkonsum (die meiste Zeit) und fühle mich damit auch frei. Ich bin in dieser Hinsicht nicht an den Fernseher gebunden und am Handy mache ich schon gar nichts, während ich esse, weil ich das gar nicht kann. Meine Multitasking-Fähigkeiten sind... naja... kaum vorhanden 😅

    Und was Musik betrifft: Musik, die ich liebe, macht mich tatsächlich satt. Es wird hierbei Dopamin ausgeschüttet. Das heißt, Musik, die ich liebe, hat einen stark belohnenden Charakter (auf mich jedenfalls). Ich brauche dann tatsächlich weniger Essen. Klappte aber auch nicht zu den erschöpften Tagen, leider. Da hilft mir allerdings Wegovy enorm 😊

    Danke Matze für die ganzen Artikel, die du hier reinstellst. Das ist wirklich eine Bereicherung.

    Ebony

    Tut mir wirklich leid, dass du so eine Vorgeschichte hast. Ich kann den enormen sozialen Druck sehr gut nachempfinden und genau das ist es auch, was krank machen kann.

    Ich persönlich halte auch die heutigen Zeiten bezüglich Essstörungen für gefährlich, gerade wenn Jugendliche (oder auch Erwachsene) nicht über social media und deren mögliche Wirkung auf das Empfinden von Realität, aufgeklärt werden. Wenn man sich auf Instagram anschaut, wie jemand trainiert oder abnimmt, werden durch den Algorithmus genau solche Videos weiter angezeigt. So entsteht die sogenannte "Bubble" und da social media nicht reguliert sind, kann da jeder alles mögliche veröffentlichen. Das hat positive als auch sehr negative Seiten. ZB gibt es selbst in Fittnessstudios mittlerweile den Trend, zu Fatburnern und Steroide zu greifen. Das ist längst nicht mehr das, was nur professionelle Bodybuilder machen. Auch hier trägt social media oder besser gesagt - der Umgang mit social media oder die fehlende Aufklärung zu genau diesen Trends bei. GLP-1-Medikamente sind nicht das Problem, wie auch der Artikel so schön differenziert. Das Problem ist der soziale Druck. Und dabei sind längst nicht mehr die meisten Menschen normalgewichtig. Social media kann einem vorgaukeln, die Realität wäre so, obwohl die Realität genauso nicht aussieht, denn Fakt ist, dass mindestens 50÷ aller Deutschen übergewichtig sind und 1/3 adipös. Es ist unerlässlich, daran zu forschen und nach Lösungen zu schauen. Und meiner Meinung auch unerlässlich, eine Therapie zu machen, wenn man tiefgreifende Probleme im Kontext des eigenen Körpergewichts hat. Deswegen halte ich das auch für wichtig, dass grundsätzlich darüber aufgeklärt wird.

    Ich bin auch eine "Süßtrinkerin". Momentan ist es wieder Ginger Ale ohne Zucker, ansonsten fuhr ich mal eine Weile auf Kirschgeschmackpulver von Instand für Wasser ab. Aber mein absolutes Lieblingsgetränk ist der französische Pflaumentee von Meßmer - der ist auch leicht gesüßt.

    Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass ich es schlechter vertragen würde als sonst. 😊

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