Typische Merkmale
Ein Essanfall kann zum Beispiel bedeuten:
- sehr schnelles Essen
- Essen bis zu einem unangenehmen Völlegefühl
- Essen ohne körperlichen Hunger
- heimliches Essen aus Scham
- Schuldgefühle, Ekel oder starke Belastung danach
Im Unterschied zur Bulimie folgen bei einer Binge-Eating-Störung normalerweise keine regelmäßigen Gegenmaßnahmen wie Erbrechen oder exzessiver Sport.
Zusammenhang mit Adipositas
Nicht jeder Mensch mit Adipositas hat eine Binge-Eating-Störung – und nicht jeder Mensch mit einer Binge-Eating-Störung hat Adipositas. Die Erkrankung kann aber Gewichtszunahme und wiederholte Abnehmversuche begünstigen.
Eine reine Diät oder starke Restriktion kann Essanfälle bei manchen Menschen zusätzlich verstärken.
Was kann helfen?
Die Binge-Eating-Störung ist behandelbar. Psychotherapie, insbesondere verhaltenstherapeutische Ansätze, kann helfen, Essanfälle, Auslöser und Schuldgefühle zu reduzieren. Wer wiederkehrende Kontrollverluste beim Essen erlebt, sollte sich ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung holen. Das ist kein persönliches Versagen, sondern ein ernstzunehmendes gesundheitliches Thema.