Kreatinin entsteht im Muskelstoffwechsel und wird normalerweise über die Nieren ausgeschieden. Steigt Kreatinin im Blut an, kann die Filterleistung der Nieren eingeschränkt sein. Der Wert hängt aber auch von Muskelmasse, Trinkmenge, Ernährung und Medikamenten ab.
Die GFR beziehungsweise eGFR beschreibt die geschätzte Filterleistung der Nieren. Je niedriger sie ist, desto stärker kann die Nierenfunktion eingeschränkt sein. Ein einzelner Wert reicht aber nicht aus: Für die Beurteilung sind Verlauf, Urinuntersuchungen und Begleitwerte wichtig.
Bei Diabetes können dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte und Bluthochdruck die Nieren schädigen. Deshalb gehören Kreatinin, eGFR und die Untersuchung auf Albumin im Urin zu den wichtigen regelmäßigen Kontrollen.
Bei Erbrechen, Durchfall, Fieber oder sehr geringer Trinkmenge kann die Nierenfunktion vorübergehend belastet sein. Auch die Dosierung mancher Medikamente muss bei eingeschränkter Nierenfunktion angepasst werden.