Ein Lipödem ist keine Folge von Übergewicht oder Bewegungsmangel. Die genaue Ursache ist bisher nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen hormonelle und genetische Faktoren eine wichtige Rolle.
Typische Beschwerden sind:
- Schmerzen in den betroffenen Körperregionen
- Druckempfindlichkeit
- Schweregefühl der Beine oder Arme
- Schnelle Bildung von Blutergüssen
- Symmetrische Fettverteilung
- Schlanke Hände und Füße trotz ausgeprägter Fettpolster an Armen oder Beinen
Viele Betroffene leiden zusätzlich an Adipositas. Beide Erkrankungen können sich gegenseitig verstärken, sind jedoch nicht identisch. Während sich überschüssiges Körperfett durch eine Gewichtsabnahme reduzieren lässt, bleibt das krankhaft veränderte Fettgewebe eines Lipödems häufig bestehen.
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Dazu gehören unter anderem:
- Gewichtsmanagement bei gleichzeitig bestehender Adipositas
- Regelmäßige Bewegung
- Kompressionstherapie
- Manuelle Lymphdrainage (wenn medizinisch sinnvoll)
- Hautpflege
- In bestimmten Fällen eine Liposuktion (Fettabsaugung)
GLP-1-Medikamente wie Mounjaro oder Wegovy behandeln das Lipödem selbst nicht. Sie können jedoch bei Menschen mit gleichzeitig bestehender Adipositas helfen, Körpergewicht zu reduzieren und dadurch Gelenke, Herz-Kreislauf-System und Stoffwechsel zu entlasten. Viele Betroffene berichten außerdem über eine verbesserte Beweglichkeit und Lebensqualität nach einer erfolgreichen Gewichtsabnahme. Das krankhafte Fettgewebe des Lipödems verschwindet dadurch jedoch in der Regel nicht.
Da Lipödem und Adipositas häufig gemeinsam auftreten, ist eine individuelle Diagnostik und Behandlung durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte wichtig.