Häufig handelt es sich um ein sogenanntes telogenes Effluvium. Dabei wechseln mehr Haare als üblich gleichzeitig in die Ruhephase des Haarzyklus und fallen einige Wochen bis Monate später aus. Das kann zunächst beunruhigend wirken, ist aber in den meisten Fällen vorübergehend.
Zu den möglichen Ursachen gehören:
- Schnelle Gewichtsabnahme
- Zu geringe Kalorienzufuhr
- Eiweißmangel
- Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen (z. B. Eisen, Zink oder Vitamin B12)
- Körperlicher oder seelischer Stress
- Hormonelle Veränderungen
In klinischen Studien mit Mounjaro, Wegovy und anderen GLP-1-Medikamenten wurde Haarausfall zwar gelegentlich berichtet, gilt jedoch nicht als typische oder häufige direkte Nebenwirkung der Wirkstoffe. Fachleute gehen davon aus, dass die Gewichtsabnahme selbst der wichtigste Auslöser ist.
Wer während der Gewichtsabnahme ausreichend Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe zu sich nimmt, kann das Risiko möglicherweise verringern. Besonders wichtig sind eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Proteinzufuhr, um den Körper während des Gewichtsverlusts optimal zu versorgen.
Hält der Haarausfall länger als sechs Monate an, nimmt er deutlich zu oder treten zusätzlich Beschwerden wie Müdigkeit oder brüchige Nägel auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Gegebenenfalls können Blutuntersuchungen sinnvoll sein, um Nährstoffmängel oder Schilddrüsenerkrankungen auszuschließen.
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen wächst das Haar nach einigen Monaten wieder normal nach, sobald sich das Körpergewicht stabilisiert und der Stoffwechsel an die neue Situation angepasst hat.