Da Vitamin B12 fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt, sind insbesondere Menschen mit einer veganen Ernährung auf Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel angewiesen.
Ein Vitamin-B12-Mangel entwickelt sich häufig langsam über Monate oder sogar Jahre, da der Körper größere Mengen in der Leber speichern kann. Erste Beschwerden werden deshalb oft erst spät bemerkt.
Mögliche Symptome eines Vitamin-B12-Mangels sind:
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Konzentrationsstörungen
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen
- Gangunsicherheit
- Gedächtnisprobleme
- Blutarmut (Anämie)
- Blasse Haut
Für Menschen mit Diabetes Typ 2 ist Vitamin B12 besonders wichtig. Das häufig eingesetzte Medikament Metforminkann die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm beeinträchtigen. Deshalb empfehlen Fachgesellschaften bei einer langfristigen Metformin-Therapie regelmäßige Kontrollen des Vitamin-B12-Spiegels – insbesondere bei entsprechenden Beschwerden.
GLP-1-Medikamente wie Mounjaro, Wegovy oder Ozempic verursachen keinen Vitamin-B12-Mangel. Da sie jedoch den Appetit deutlich reduzieren können, essen manche Menschen insgesamt weniger oder ernähren sich einseitiger. Dadurch kann die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen langfristig leiden, wenn die Ernährung nicht ausgewogen gestaltet wird.
Während einer Gewichtsabnahme sollte daher auf eine ausreichende Aufnahme von Eiweiß sowie vitamin- und mineralstoffreichen Lebensmitteln geachtet werden. Bei einem nachgewiesenen Vitamin-B12-Mangel kann die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt Nahrungsergänzungsmittel oder Vitamin-B12-Injektionen verordnen.
Ein eigenständiges Einnehmen hochdosierter Präparate ohne medizinischen Grund ist in der Regel nicht notwendig. Ob ein Mangel vorliegt, lässt sich durch Blutuntersuchungen feststellen.