Wie wirkt es?
Metformin senkt den Blutzuckerspiegel nicht, indem es mehr Insulin produziert, sondern indem es an drei anderen Stellen ansetzt:
- Hemmung der Zuckerproduktion: Es bremst die Leber dabei, neu produzierten Zucker (Glukose) in das Blut abzugeben.
- Verbesserung der Insulinwirkung: Es macht die Körperzellen (vor allem Muskeln) empfindlicher für Insulin, sodass sie den Zucker besser aus dem Blut aufnehmen können.
- Verzögerung der Aufnahme: Es sorgt dafür, dass Zucker aus der Nahrung langsamer im Darm aufgenommen wird.
Die wichtigsten Vorteile
- Keine Gewichtszunahme: Im Gegensatz zu Insulin oder anderen Tabletten führt Metformin nicht dazu, dass man zunimmt (es unterstützt sogar oft leicht die Gewichtsabnahme).
- Kein Unterzucker: Da es die Insulinproduktion nicht ankurbelt, besteht kaum Gefahr für eine gefährliche Unterzuckerung (Hypoglykämie).
- Herzschutz: Es gibt Hinweise darauf, dass Metformin das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann.
Nebenwirkungen und Risiken
- Magen-Darm-Probleme: Zu Beginn der Einnahme klagen viele Patienten über Übelkeit, Durchfall oder Blähungen. Diese Beschwerden legen sich meist nach einiger Zeit, besonders wenn man das Medikament während der Mahlzeit einnimmt und die Dosis langsam steigert.
- Vitamin B12: Bei langjähriger Einnahme kann der Vitamin-B12-Spiegel sinken.
- Wichtig: Bei einer schweren Nierenschwäche darf Metformin oft nicht oder nur in reduzierter Dosis eingenommen werden.