Damit der Blutzuckerspiegel in einem gesunden Bereich bleibt, produziert die Bauchspeicheldrüse verschiedene Hormone. Das wichtigste ist Insulin. Es sorgt dafür, dass Glukose aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen wird. Das Hormon Glukagon wirkt als Gegenspieler und erhöht den Blutzuckerspiegel, wenn er zu stark absinkt.
Bei Menschen ohne Diabetes reguliert der Körper den Blutzucker weitgehend automatisch. Bei Diabetes Typ 1 fehlt Insulin vollständig oder fast vollständig, während bei Diabetes Typ 2 die Wirkung des Insulins nachlässt oder die Produktion nicht mehr ausreicht. Dadurch bleibt zu viel Glukose im Blut.
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann auf Dauer Blutgefäße und Organe schädigen. Mögliche Folgen sind Erkrankungen der Augen, Nieren, Nerven oder des Herz-Kreislauf-Systems. Deshalb ist eine gute Blutzuckereinstellung ein wichtiges Ziel jeder Diabetesbehandlung.
Moderne Medikamente wie GLP-1-Rezeptoragonisten und GIP/GLP-1-Dualagonisten helfen dabei, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Sie fördern die Insulinausschüttung, wenn der Blutzucker ansteigt, und können gleichzeitig den Appetit reduzieren sowie die Gewichtsabnahme unterstützen.
Der Blutzucker kann auf verschiedene Weise gemessen werden:
- Nüchternblutzucker
- Blutzuckermessung mit einem Messgerät
- Kontinuierliche Glukosemessung (CGM)
- Langzeitblutzucker (HbA1c)
Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, die Behandlung optimal anzupassen und Unter- oder Überzuckerungen frühzeitig zu erkennen.
Normalwerte (Erwachsene)
| Messwert | Normalbereich |
|---|---|
| Nüchtern | ca. 70–99 mg/dl (3,9–5,5 mmol/l) |
| 2 Stunden nach dem Essen | unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) |
Die individuellen Zielwerte können je nach Erkrankung und ärztlicher Empfehlung abweichen.