Der Nüchternblutzucker ist ein wichtiger Bestandteil der Diabetesdiagnostik und wird häufig zusammen mit dem HbA1c-Wert bestimmt.
Die allgemeinen Richtwerte sind:
| Nüchternblutzucker | Bedeutung |
|---|---|
| Unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) | Normal |
| 100–125 mg/dl (5,6–6,9 mmol/l) | Prädiabetes |
| Ab 126 mg/dl (7,0 mmol/l) | Verdacht auf Diabetes* |
*Zur Diagnosesicherung ist in der Regel eine zweite Messung oder ein weiterer diagnostischer Test erforderlich.
Ein erhöhter Nüchternblutzucker kann ein Hinweis darauf sein, dass der Körper nicht mehr ausreichend Insulin produziert oder dass eine Insulinresistenz besteht. Häufig entwickelt sich der Wert bereits Jahre vor einem manifesten Diabetes.
Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine Gewichtsabnahme können den Nüchternblutzucker häufig verbessern. Bei Menschen mit Diabetes kommen zusätzlich Medikamente wie Metformin, SGLT-2-Hemmer, GLP-1-Rezeptoragonisten oder Insulin zum Einsatz.
Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Behandlungserfolg zu beurteilen.