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  • GLP-1-Medikamente und Brustkrebs: Was die neue Studie wirklich zeigt

    • Matze
    • 7. Juni 2026 um 13:26
    • 119 Mal gelesen
    • 2 Antworten
    • Zuletzt aktualisiert: 7. Juni 2026 um 10:27
    GLP-1-Medikamente und Brustkrebsrisiko – neue Studienergebnisse 2026 im Überblick
    Dass Semaglutid oder Tirzepatid Blutzucker und Gewicht senken, ist bekannt – doch nun zeigt eine große US-Studie einen überraschenden weiteren Befund: Frauen mit GLP-1-Therapie erkrankten rund 30 % seltener an Brustkrebs als vergleichbare Frauen ohne diese Medikamente. Der Adipositas-Risikofaktor für hormonsensitiven Brustkrebs rückt damit in ein neues Licht – und wirft Fragen auf, die die Forschung erst noch beantworten muss.
    Lesezeit: 10 Minuten

    🔄 Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 – Inhalte auf Basis der aktuellen ASCO-2026-Publikation geprüft; alle zitierten Studien entsprechen dem aktuellen wissenschaftlichen Stand.

    Eine neue US-Studie legt nahe, dass GLP-1-Medikamente wie Semaglutid oder Tirzepatid das Brustkrebsrisiko bei übergewichtigen Frauen senken könnten – und das unabhängig vom Gewichtsverlust. Was steckt hinter diesem Befund, was er bedeutet und warum du jetzt trotzdem keine voreiligen Schlüsse ziehen solltest, erkläre ich hier im Detail.

    📌 Auf einen Blick

    • Studie der University of Pennsylvania mit über 111.000 Frauen (45–80 Jahre, BMI ≥ 25)
    • GLP-1-Nutzerinnen erkrankten rund 30 % seltener an Brustkrebs als die Vergleichsgruppe
    • Ergebnis blieb auch nach Anpassung für Alter, BMI, Brustdichte und Diabetes bestehen
    • Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie – kein Beweis für Kausalität
    • Randomisierte Folgestudie ist geplant
    📋 Inhaltsverzeichnis ▲
    1. Die Studie im Überblick: Was wurde untersucht?
    2. Warum Übergewicht das Brustkrebsrisiko erhöht
    3. Wie können GLP-1-Medikamente schützen?
    4. Was die Ergebnisse bedeuten – und was nicht
    5. Was kommt als Nächstes?
    6. Häufige Fragen aus der Community
    7. Quellenangaben

    Die Studie im Überblick: Was wurde untersucht?

    Anfang Juni 2026 wurden auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago Ergebnisse vorgestellt, die in der Medizinwelt für Aufsehen gesorgt haben. Das Forschungsteam um Dr. Elizabeth McDonald von der Perelman School of Medicine der University of Pennsylvania wertete elektronische Gesundheitsdaten von über 111.000 Frauen aus und untersuchte, ob eine GLP-1-Therapie mit einer veränderten Brustkrebshäufigkeit zusammenhängt. Die Ergebnisse wurden gleichzeitig im Fachjournal JCO Oncology Practice veröffentlicht.[1]

    Wer wurde untersucht und wie?

    In die Analyse flossen Daten von 111.646 Frauen zwischen 45 und 80 Jahren ein. Alle hatten einen BMI von mindestens 25 – also Übergewicht oder Adipositas – und hatten zwischen Januar 2022 und Juni 2025 an einer Brustuntersuchung im Penn-Medicine-System teilgenommen. Das Durchschnittsalter der Teilnehmerinnen lag bei 61 Jahren.[1]

    Von diesen Frauen hatten 15.264 (rund 13,7 %) dokumentierte GLP-1-Verschreibungen, die restlichen 96.382 Frauen erhielten keine GLP-1-Therapie. Im gesamten Beobachtungszeitraum wurde bei 2.628 Teilnehmerinnen – das entspricht etwa 2 % – eine neue Brustkrebsdiagnose gestellt.

    Das zentrale Ergebnis: 30 % weniger Brustkrebs-Diagnosen

    Unter den Frauen mit GLP-1-Therapie erkrankten knapp 2 von 100 an Brustkrebs, in der Gruppe ohne GLP-1-Behandlung waren es rund 2,5 von 100. Der Unterschied mag zunächst gering klingen, ist statistisch aber bedeutsam. Besonders bemerkenswert: Im direkten Vergleich ähnlicher Paare – also wenn Frauen nach Alter, Körpergewicht, Brustdichte, ethnischer Herkunft und Diabetes-Status einander zugeordnet wurden – blieb der Effekt erhalten. Die GLP-1-Gruppe wies dabei eine rund 30 % niedrigere Wahrscheinlichkeit auf, an Brustkrebs zu erkranken.[1]

    Was bedeutet „Propensity Score Matching"? Die Forscher haben jeweils eine Frau mit GLP-1-Therapie einer möglichst ähnlichen Frau ohne diese Therapie gegenübergestellt – wie eine künstliche Kontrollgruppe. So werden Störfaktoren minimiert, damit der Vergleich fairer wird. Das macht das Ergebnis aussagekräftiger als ein einfacher Rohvergleich.


    Warum Übergewicht das Brustkrebsrisiko erhöht

    Um zu verstehen, warum GLP-1-Medikamente hier eine Rolle spielen könnten, muss man sich kurz anschauen, was im Körper bei Übergewicht passiert. Adipositas ist kein rein kosmetisches Thema – überschüssiges Fettgewebe ist biologisch aktiv und schüttet Hormone und Entzündungsstoffe aus, die das Tumorwachstum begünstigen können.[2]

    Östrogen aus dem Fettgewebe

    Nach den Wechseljahren produzieren die Eierstöcke kaum noch Östrogen. Fettgewebe übernimmt dann jedoch eine unerwünschte Nebenrolle: Durch das enthaltene Enzym Aromatase werden dort männliche Vorstufen-Hormone in Östrogen umgewandelt. Je mehr Fettgewebe vorhanden ist, desto mehr Östrogen entsteht auf diesem Weg. Und Östrogen ist ein bekannter Wachstumsfaktor für hormonsensitiven Brustkrebs – die häufigste Brustkrebsform überhaupt.[2]

    Chronische Entzündung und Insulinresistenz als Risikofaktor

    Stark erhöhtes Körpergewicht versetzt den Organismus in einen Zustand anhaltender niedriger Entzündung. Entzündungszellen im Fettgewebe schütten Botenstoffe wie TNF-alpha und Interleukin-6 aus, die Zellwachstum und Zellteilung fördern – genau das, was ein Tumor für seine Ausbreitung braucht.[2] Gleichzeitig führt Insulinresistenz – die bei Adipositas und Typ-2-Diabetes häufig auftritt – dazu, dass dauerhaft erhöhte Insulinspiegel im Blut zirkulieren. Insulin selbst wirkt als Wachstumsfaktor und kann Brustzellen zur Teilung anregen. Wer also mit Übergewicht und erhöhtem Blutzucker lebt, trägt auf mehreren Kanälen gleichzeitig ein erhöhtes Risiko.


    Wie können GLP-1-Medikamente das Brustkrebsrisiko beeinflussen?

    GLP-1-Rezeptoragonisten – also Wirkstoffe wie Semaglutid (Ozempic/Wegovy) oder Tirzepatid (Mounjaro) – sind eigentlich für die Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas entwickelt worden. Sie ahmen das körpereigene Darmhormon GLP-1 nach, das nach dem Essen ausgeschüttet wird. Dadurch sinkt der Blutzucker, der Appetit nimmt ab, und die Magenentleerung verlangsamt sich. Das ist der bekannte Teil. Was Forscher zunehmend fasziniert: Die Medikamente scheinen darüber hinaus Wirkungen zu entfalten, die weit über die Gewichtsabnahme hinausgehen.[3]

    Gewichtsverlust als einer von mehreren Mechanismen

    Ein Teil des beobachteten Effekts dürfte schlicht auf die Gewichtsabnahme zurückzuführen sein: Weniger Fettgewebe bedeutet weniger Aromatase-Aktivität, weniger Östrogen-Produktion, weniger chronische Entzündung. Das ist nicht neu – schon bariatrische Chirurgie (also Magenverkleinerungen) senkt nachweislich das Brustkrebsrisiko. GLP-1-Medikamente ermöglichen ähnliche Gewichtsreduktionen, allerdings ohne Skalpell. Die Studienautoren betonen, der beobachtete Schutzeffekt sei – auch wenn er geringer ausfällt als bei einer Operation – größenordnungsmäßig vergleichbar mit bekannten Präventionsinterventionen wie Antiöstrogen-Therapien.[1]

    Mögliche direkte Wirkung auf Tumorzellen

    Besonders spannend ist, dass der Effekt in der Penn-Studie auch nach Kontrolle des BMI bestehen blieb. Das legt nahe, dass GLP-1-Rezeptoragonisten zusätzlich zur reinen Gewichtsreduktion wirken. Laborstudien zeigen, dass GLP-1-Agonisten bestimmte zelluläre Signalwege aktivieren – etwa den AMP-Kinase-Signalweg – der dem sogenannten Warburg-Effekt entgegenwirkt. Der Warburg-Effekt beschreibt die Eigenschaft von Tumorzellen, sich bevorzugt durch bestimmte Stoffwechselwege Energie zu verschaffen. Wenn dieser Weg blockiert wird, verlieren Krebszellen einen Wachstumsvorteil.[4] Außerdem deuten erste Hinweise darauf hin, dass GLP-1-Agonisten systemische Entzündungsmarker senken – ein weiterer Faktor, der für die Krebsprävention relevant sein könnte.[3]

    „GLP-1-Medikamente sind aus Sicht der Krebsforschung spannend, weil sie ursprünglich nicht zur Krebstherapie entwickelt wurden, aber viele Ziele und Signalwege beeinflussen, die mit der Entstehung von Krebs in Verbindung stehen."
    — Dr. Elizabeth McDonald, Universität Pennsylvania, Perelman School of Medicine[1]

    Verbesserte Insulinsensitivität als schützender Faktor

    GLP-1-Agonisten verbessern nachweislich die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen. Dadurch sinken sowohl der Blutzucker als auch der Insulinspiegel im Blut auf ein gesünderes Maß. Da Insulin als Wachstumsfaktor für Brustzellen bekannt ist, könnte allein schon dieser Effekt zum beobachteten Schutz beitragen. Ursache und Wirkung vollständig zu entflechten, wird Aufgabe künftiger kontrollierter Studien sein – doch die biologische Plausibilität ist jedenfalls vorhanden.[5]


    Was die Ergebnisse bedeuten – und was nicht

    Es ist wichtig, ehrlich zu sein: Diese Studie ist ein vielversprechender, aber kein abschließender Befund. Sie zeigt eine Assoziation – also einen Zusammenhang zwischen GLP-1-Einnahme und seltenerer Brustkrebsdiagnose. Sie beweist aber nicht, dass die Medikamente ursächlich vor Krebs schützen. Das ist kein kleiner Unterschied.[1]

    Grenzen der Beobachtungsstudie

    Bei einer retrospektiven Kohortenstudie werden bereits vorhandene Patientendaten ausgewertet – es wird also zurückgeschaut, nicht vorausschauend geplant. Das hat Vorteile (große Fallzahlen, geringe Kosten), aber auch Grenzen: Die Forscher wissen nicht, wie lange die Frauen die Medikamente eingenommen haben, in welcher Dosierung und mit welcher Konsequenz. Möglicherweise unterscheiden sich Frauen, die GLP-1-Medikamente erhalten, auch in anderen Gesundheitsaspekten von der Vergleichsgruppe – etwa durch häufigere Arzttermine, die zu einer intensiveren Brustkrebs-Früherkennung führen. Einen solchen Effekt können auch ausgefeilte statistische Methoden nicht vollständig ausschließen.[1]

    Wichtiger Hinweis: GLP-1-Medikamente sollten ausschließlich für ihre zugelassenen Anwendungsgebiete eingesetzt werden. Die aktuelle Datenlage rechtfertigt keinen Einsatz zur Krebsprävention. Wenn du Fragen zu deiner Therapie hast, sprich sie immer mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem behandelnden Arzt durch.

    Warum der BMI-unabhängige Effekt trotzdem bedeutsam ist

    Dass der Zusammenhang in der statistischen Analyse auch nach Kontrolle des Body-Mass-Index erhalten blieb, ist das eigentlich Aufregende an dieser Studie. Wenn der Effekt allein durch Gewichtsreduktion erklärbar wäre, hätte er sich nach BMI-Anpassung verwischen müssen. Stattdessen blieb er stabil – was die Hypothese stützt, dass GLP-1-Agonisten zusätzliche, gewichtsunabhängige Mechanismen aktivieren. Krebsforscher sehen darin Anlass genug, systematischer hinzuschauen. Eine umfassende Meta-Analyse aus dem Jahr 2025, die im Fachjournal Annals of Internal Medicine erschien, hatte bereits gezeigt, dass GLP-1-Rezeptoragonisten das Risiko für mehrere adipositasassoziierte Krebsarten reduzieren könnten.[6]


    Was kommt als Nächstes? Ausblick auf Folgestudien

    Die Penn-Forscher schlagen in ihrer Publikation ausdrücklich vor, als nächsten Schritt eine randomisierte kontrollierte Studie durchzuführen – also das Goldstandard-Design, das Ursache und Wirkung zuverlässig klären kann. Dabei wollen sie gleich ein Präventions-Trio in den Blick nehmen: Krebs, Herzkreislauferkrankungen und stoffwechselbezogene Wechseljahresbeschwerden. Das zeigt, wie breit die potenzielle Relevanz dieser Medikamentenklasse inzwischen eingeschätzt wird.[1]

    Parallele Befunde von der ASCO-Tagung 2026

    Die Penn-Studie war nicht der einzige Brustkrebs-Befund auf der ASCO-Tagung 2026. Eine separate italienische Untersuchung deutete darauf hin, dass Frauen mit fortgeschrittenem, hormonsensitivem Brustkrebs unter GLP-1-Therapie möglicherweise bessere Überlebenschancen haben.[7] Das sind noch frühe Signale – aber sie weisen alle in dieselbe Richtung. Für Menschen, die GLP-1-Medikamente aus anderen Gründen einnehmen, sind diese Befunde ein ermutigender Nebenaspekt, kein Grund zur Euphorie. Die Therapieentscheidung bleibt eine Frage der zugelassenen Indikationen und des individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung.

    Was das für Betroffene konkret bedeutet

    Wenn du bereits GLP-1-Medikamente nimmst – wegen Adipositas oder Typ-2-Diabetes – geben dir diese Daten keinen Grund, etwas an deiner Therapie zu ändern. Sie sind ein zusätzliches Puzzlestück in einem wachsenden Bild von Zusatzeffekten dieser Medikamentenklasse. Regelmäßige Brustvorsorge bleibt wichtig, unabhängig davon, ob man GLP-1-Medikamente nimmt oder nicht. Und wer noch überlegt, ob eine GLP-1-Therapie für ihn oder sie infrage kommt, sollte das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt suchen – mit den echten Indikationen im Fokus, nicht mit Hoffnungen auf Krebsprävention, die die Wissenschaft erst noch bestätigen muss.


    Häufige Fragen aus der Community

    „Kann ich jetzt aufhören mit der Brustvorsorge, weil ich Mounjaro nehme?"

    Nein – auf gar keinen Fall. Die Studie zeigt einen statistischen Zusammenhang in einer Gruppe, nicht einen persönlichen Schutz. Regelmäßige Mammografien und klinische Brustuntersuchungen bleiben der wichtigste Baustein der Früherkennung, unabhängig von deiner Medikation.

    „Sollte meine Ärztin das bei der Therapieentscheidung berücksichtigen?"

    Als Zusatzinformation – ja. Als eigenständiges Argument für eine GLP-1-Verschreibung – noch nicht. GLP-1-Medikamente werden in Deutschland für Typ-2-Diabetes und Adipositas verschrieben. Die Brustkrebs-Daten sind interessant, aber nicht reif für eine Leitlinienempfehlung.

    „Gilt das nur für Frauen mit Adipositas oder für alle?"

    Die Studie hat ausschließlich Frauen mit BMI ≥ 25 untersucht. Ob schlanke Frauen von GLP-1-Medikamenten ähnlich profitieren würden, ist völlig offen – und aus heutiger Sicht auch irrelevant, da sie diese Medikamente ohnehin nicht indiziert bekommen.


    Quellenangaben

    1. McDonald, E. S. et al. (2026): GLP-1 Agonists Are Associated With a Significant Reduction in Breast Cancer Incidence in Women. JCO Oncology Practice, DOI: 10.1200/OP-26-00485. Präsentiert auf der ASCO Annual Meeting 2026, Abstract 10506. JCO Oncology Practice
    2. Parsons, K. et al. (2025): The Impact and Safety of GLP-1 Agents and Breast Cancer. Cancer Medicine, DOI: 10.1002/cam4.70932. PubMed Central
    3. McDonald, E. S. / Penn Medicine (2026): GLP-1 use linked to lower breast cancer incidence in large cohort study – Pressemitteilung der University of Pennsylvania. Penn Medicine News
    4. Ligumsky, H., Amir, S., Arbel Rubinstein, T. et al. (2024): Glucagon-like peptide-1 analogs activate AMP kinase leading to reversal of the Warburg metabolic switch in breast cancer cells. Medical Oncology 41, 138 (2024). DOI: 10.1007/s12032-024-02390-w. Medical Oncology (Springer)
    5. Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG): GLP-1 – Grundlagen und Therapieprinzip. Informationen zu Wirkungsmechanismen von GLP-1-Rezeptoragonisten. adipositas-gesellschaft.de
    6. Ko, A. et al. (2025): Risk for Cancer With Glucagon-Like Peptide-1 Receptor Agonists and Dual Agonists: A Systematic Review and Meta-analysis. Annals of Internal Medicine 179, 216–229. DOI: 10.7326/ANNALS-25-02237. Annals of Internal Medicine
    7. Euronews Gesundheit (2026): Studie: Abnehm-Medikamente senken Brustkrebsrisiko um bis zu 30 Prozent – Bericht zur ASCO-Tagung 2026 inkl. Hinweis auf italienische Parallelstudie. Euronews Gesundheit

    Fazit & Community-Frage

    Die Studie aus Pennsylvania ist ein echter Gesprächsstarter – und das zu Recht. Die Daten sind stark genug, um Folgeforschung zu rechtfertigen, aber noch nicht stark genug, um die Therapieentscheidung zu verändern. Wer GLP-1-Medikamente wegen Adipositas oder Diabetes nimmt, kann diese Befunde als positives Zusatzsignal werten – mehr aber noch nicht. Wichtiger bleibt: regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, den BMI langfristig im gesunden Bereich halten und mit der behandelnden Ärztin im Gespräch bleiben.

    An euch in der Community: Hat dieser Befund eure Sicht auf GLP-1-Medikamente verändert – oder nehmt ihr solche Studienmeldungen schon mit einem gewissen Abstand wahr? Teilt eure Gedanken gerne im Forum!

    Über den Autor

    Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums

    Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.

    Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.

    Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.

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    Antworten 2

    Protagoras
    10. Juni 2026 um 13:25

    Heute morgen beim Bäcker gesehen: Das thema hat es auf die Titelseite der "Bild" gebracht.

    Matze
    10. Juni 2026 um 14:33

    Pff wer braucht schon die "BilD" wenn man das GLP-1 Forum hat. 🤣

    Diskutiere mit!

    Über diesen Artikel

    Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und dem Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen. Sie ersetzen keinesfalls die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und stellen keine medizinische Diagnose, Therapieempfehlung oder Dosierungsanleitung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden, Fragen zur Dosierung oder Veränderungen deiner Therapie konsultiere ausschließlich fachkundiges medizinisches Personal.

    Quellen & Aktualität: Alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen sind am Artikelende mit vollständiger Quellenangabe aufgeführt und verlinkt. Die Inhalte werden bei relevanten neuen Erkenntnissen aktualisiert. Trotz sorgfältiger Recherche übernehme ich keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und dauerhafte Aktualität.

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