Beiträge von Lianae

    Ich denke, wir sind eh größtenteils einer Meinung.

    Ich verstehe es natürlich völlig, dass niemand die Spritze bezahlt bekommen sollte, weil er vor dem Sommer noch in den tollen Bikini passen möchte. Die Übernahme sollte mMn schon für die extremeren Fälle vorbehalten sein. Also auch die Fälle, wo der Staat oder die Krankenkasse auch am meisten von profitiert, weil es z.B. vorausschauend weniger Zusatzkosten (Insulin, Bluthochdruckmedikamente, Pflegekosten...) beansprucht oder wo Hoffnung besteht, dass der Patient durch Abnahme wieder (mehr) dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.
    Prinzipiell unterstütze ich auch die Idee mit der Ernährungsberatung.
    Aber anders als das, was ich aus dem Text verstehe (kann falsch sein, ich hoffe es) würde ich nicht diejenigen, die in den 6 Monaten vorher abgenommen haben, bestrafen. Im Gegenteil, eher die "belohnen". Denn eine kurzfristige Gewichtsabnahme von über 5% in 6 Monaten ist noch längst keine erfolgreiche Langzeitabnehme, zeitgleich jetzt aber auch keine völlig übertrieben Forderung die kaum ein Mensch erreichen kann.
    Eher ähnlich wie derzeit in DE bei bariatrischen OPs soweit ich weiß der Fall ist, würde ich es machen. Die kosten ja auch viel Geld und werden (hoffentlich) nicht völlig leichtfertig für jeden finanziert und durchgeführt.
    Diejenigen die die 5% nicht schaffen und in den 6 Monaten wenig Motivation zeigten, mitarbeiten zu wollen, würde ich es eher nicht zahlen.

    Tulpe Ja, gerade weil ich nicht weiß, ob ich das richtig verstehe, hatte ich ja hier rückgefragt. Ich weiß es nicht, aber auf den ersten Blick sieht das für mich aus, als ob den Text jemand verfasst hätte, der den Physikunterricht komplett verschlafen hat und überhaupt keine Ahnung hat, wie Abnehmen rein biologisch-naturwissenschaftlich funktioniert.

    Könnte auch sein, dass die Übersetzung durchaus richtig ist und da ein schlechter Witz steht, das aber trotzdem nicht so umgesetzt wird, sondern es am Ende doch auch jemand bekommt, der einfach nur eine Ernährungsberatung in Anspruch genommen hat.

    Sehe ich allerdings auch kritisch aus mehreren Gründen:

    Zum einen sind 6 Monate eine lange Zeit. Abnehmen, und auch relativ zügig, ist für viele sehr stark übergewichtige allerdings ein enormer Gewinn an Lebensqualität. Ab einem bestimmten BMI ist es für manche Menschen irgendwann halt kaum mehr möglich, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, von fortschreitenden Krankheiten, die irgendwann auch irreversibel sind (z.B. Leberzirrhose) ganz zu schweigen. Das sind die Menschen, die das Medikament mMn am allernötigsten haben und wo ich die Vorstellung, da noch ewig warten zu müssen, sehr makaber finde! Das wäre, wie wenn wir mit einer Chemotherapie oder so auch noch ein halbes Jahr warten, ohne echten Grund. Ehrlich gesagt würde ich da glaube ich jedem Patienten, der sich das Medikament irgendwie aus eigener Tasche leisten kann, empfehlen, es aus eigener Tasche zu zahlen, statt da noch 6 Monate NICHT (!) abzunehmen und womöglich ohne echte Lebensqualität daherzuvegetieren. Problem dürfte aber sein: wenn ich das Medikament selbst bezahle und ich kein Non-Responder bin, bin ich dann eigentlich ein für alle Mal aus der Übernahme draußen. Auch wenn ich Ernährungsberatung in Anspruch genommen habe. Denn in den 6 Monaten wäre ja dann eher mit mindestens 10% Abnahme zu rechnen, ich muss aber bei unter 5% bleiben. Also kann man es eigentlich doch nicht empfehlen, das Medikament aus eigener Tasche zu zahlen.

    Eigentlich muss man sogar empfehlen, die Ernährungsberatung mit Absicht scheitern zu lassen. Eigentlich darf man sie zunächst nur in Anspruch nehmen, sollte sich aber idealerweise noch nicht an die Empfehlungen usw. halten. Denn 5% in 6 Monaten ist jetzt nicht sooo wahnsinnig viel (insbesondere wenn man bedenkt, dass wasserverlust sich am meisten auf der Waage bemerkbar macht). Mit ein bisschen Motivation, Fokus und Disziplin werden das die meisten von uns schon mehrfach geschafft haben. Mal ein paar kg abzunehmen, war doch noch nie das Problem. Das Problem war immer nur, dass es halt so wahnsinnig viel Fokus und Disziplin benötigt, dass man das meist nicht viel länger als einige Monate durchhalten kann. Erstrecht nicht sein ganzes Leben. Wer da also voller Motivation und Elan an diese 6 Monate Ernährungsberatung rangeht und was schaffen möchte wird die 5% wahrscheinlich locker überschreiten und wird dann bestraft. In 12 Monaten kann er es ja dann aber vielleicht erneut probieren, wenn man dann wahrscheinlich wieder mehr wiegt und diesmal vielleicht schlauer ist, absichtlich nicht abzunehmen. Sind dann halt nur 1,5 Jahre mit eingeschränkter Lebensqualität und eben auch viel verschwendeten Geld für den Staat (Ernährungsberatung kostet Geld, potentielle Arbeitsunfähigkeit oder-reduzierung aufgrund der Adipositas kostet Geld, Zusatzerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck etc. kosten Geld...).

    Also aus meiner Sicht wird es dadurch nicht wirklich besser. Bei bariatrischen OPs in D ist das meines Wissens nach andersherum, was für mich sinnvoller erscheint: soweit ich weiß muss man da schon vorher ein paar kg abnehmen und sich an ein Ernährungsform halten, um zu zeigen, dass man grundsätzlich genug Motivation und Disziplin für ein paar Regeln hat. Wobei ich gehört habe, dass das oft weniger streng gesehen wird als auf dem Papier steht. Aber zumindest wird man hier nicht sofort bestraft, wenn man abgenommen hat und sich dran hält. Ausnahme man unterschreitet damit den BMI von 40...

    Ob die KI für dieses Problem/Dilemma der richtige Ansprechpartner ist, weiß ich nicht... @Matzes Beitrag stammt ja auch von der KI und der Text ergibt wenig Sinn. Im Gegenteil zeigt er eigentlich mal wieder, wie sehr einem die KI versucht nach der Nase zu sprechen und sich dabei aber selbst total verhaspelt.

    An und für sich habe ich natürlich kein Problem mit verpflichtender Ernährungsberatung. Auch wenn ich sie für eher unnötig halte. Aus meiner Sicht zeigt der GLP-Erfolg v.a., dass Unwissen was gesunde, kalorienreduzierte Ernährung eigentlich ist, nie das Problem der meisten adipösen war. Das Problem war immer schon der Hunger und der Foodnoise. Auf freiwilliger Basis, für diejenigen die wirklich keine Ahnung haben und sich Unterstützung wünschen, sollte es die Option aber zusätzlich geben.

    Ich meine, das steht hier in diesem pdf auf Seite 93:

    https://www.legifrance.gouv.fr/download/pdf?id=gSwaZUyJ3I8o2qap9-KCKE1tUE4pff_NWtPY0T-2KIM=

    Leider kann ich kein Französisch. Aber der Übersetzer behauptet, da steht:

    "Die folgenden Arzneimittel sind in der Liste der für die Verwendung durch öffentliche Einrichtungen und verschiedene öffentliche Dienste zugelassenen Arzneimittel aufgeführt. Die einzige therapeutische Indikation, die bei den unten aufgeführten Arzneimitteln zu einer Kostenübernahme durch die Krankenversicherung berechtigt, ist: Bei Erwachsenen bei Versagen einer ordnungsgemäß durchgeführten Ernährungsbehandlung (< 5 % Gewichtsverlust nach sechs Monaten), als Ergänzung zu einer kalorienarmen Diät und einer Steigerung der körperlichen Aktivität zur Gewichtsregulierung, einschließlich Gewichtsabnahme und Gewichtsstabilisierung:"

    Ich weiß nicht, ob ich den Text richtig verstehe. Aber ich verstehe es so, dass vorher ordnungsgemäß, also der Patient sich dran halten muss, eine Kalorienreduktion und Bewegung gemacht werden muss. Nur diejenigen, die eine kalorienreduktion + Bewegung gemacht haben UND trotzdem nicht abgenommen haben, bekommen das Medikament bezahlt.

    Auf Deutsch: es bekommt niemand bezahlt. Nie. Es gibt keine Möglichkeit das du es bezahlt bekommst. Wenn du dich an die Kalorienreduktion + Ernährung hältst, nimmt jeder ab. Eine Übernahme ist also nicht mehr möglich. Wenn du dich nicht dran hältst, nimmst du wahrscheinlich nicht ab, aber dann hast du es halt nicht mehr "ordnungsgemäß" gemacht, also darfst du es ebenfalls nicht erstattet bekommen.

    Die Meinung deines KI-Textes verstehe ich nicht. Mag sein, dass das politisch vertretbar ist, aber auch die Politik muss sich halt noch an gewissen naturwissenschaftliche Gesetze halten. Ob sie will oder nicht, die kann man nicht mit politischen Gesetzen vernichten. Deswegen ist der Text, so wie ich ihn verstehe völlig absurd und lächerlich.

    Wer gut auf eine Kalorienrestriktion anspricht, braucht das Medikament möglicherweise gar nicht. Und wer es am meisten bräuchte, scheitert genau deshalb an der Voraussetzung. Das ist kein Denkfehler von dir, das ist ein echter Systemwiderspruch.

    ??? Die KI labert hier Blödsinn.

    Jeder spricht auf Kalorienrestriktion an. Aber auch diejenigen, die auf Kalorienrestriktion ansprechen (also jeder) braucht das Medikament. Wer dagegen nicht auf Restriktion anspricht (aber so jemanden wird es nicht geben) braucht das Medikament nicht, denn dem wird es keinen Mehrwert bringen. An dieser Voraussetzung scheitert man trotzdem, weil die "Dispziplin" oder wie auch immer man es nennen möchte, gegen Hunger und Foodnoise anzukommen, ist ja das Problem. Nicht dass jemand nicht auf Restriktion ansprechen würde.

    Das hat nichts mit Systemwiderspruch zu tun! Es widerspricht den physikalischen Grundgesetzen!

    Also ich hoffe einfach, dass ich durch die Übersetzung und dadurch, dass ich kein Jurist bin, den Text komplett falsch verstehe und da in Wirklichkeit was ganz anderes steht. Ansonsten ist das ganze eine Verarsche. Man versucht sich besonders fortschrittlich dastehen zu lassen und weiß, dass doch niemals jemand die Voraussetzungen zur Übernahme erfüllen wird. Dann ist das ganze einfach nur Papierverschwendung, nichts weiter.

    Ich finde es gut, dass F jetzt einen kleinen Vorstoß macht. Es ist vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung. Die hohen BMI-Grenzen finde ich völlig verständlich.

    Allerdings habe ich gehört, dass man, vor der Erstattung wohl angeblich eine 6monatige begleitende Ernährungstherapie machen müsste und nur, wenn man nachweisen könnte, dass man sich daran gehalten hat und trotzdem nichts abgenommen hätte, würde es erstattet werden. In deinem Artikel habe ich dazu nichts gelesen?

    Wenn das so ist, geht damit der Sinn mEn komplett verloren! Die begleitete Ernährungstherapie wird ja wohl auf ein Defizit abzielen und wenn man ein Defizit erreicht, nimmt logischerweise jeder ab 🤔. Falls nicht, wäre man ein physikalisches Wunder und würde dann leider auch mit Spritze nichts abnehmen.
    Alternativ hat man sich dann eben nicht an alle Vorgaben gehalten, das erklärt warum man nichts abgenommen hat, aber dann kriegt man es ja anscheinend auch nicht mehr erstattet, weil schließlich kann man dann ja nicht mehr nachweisen, dass man sich dran gehalten hätte... 🤔

    Und wenn ich super diszipliniert bin und mich monatelang durch das Defizit quäle, wohlwissend dass die gegenregulation meines Körpers danach so groß ist, dass ich alles abgenommene und vielleicht noch mehr, wieder zunehmen werde, werde ich bestraft, weil ich habe ja gezeigt, dass ich 6 Monate gegen meinen Körper kämpfen kann, also werde ich es ja wohl auch mein ganzes Leben lang tun (nichts leichter als das. Bekanntermaßen sind Jojoeffekte ja nur sehr seltene und nicht erklärbare Randerscheinungen...

    Kann mir jemand erklären, wer mit diesen zusätzlichen Regeln das Medikament jetzt noch erstattet bekommen kann, wenn wir davon ausgehen, dass jeder adipöse Körper immer noch nach physikalischen Grundgesetzen funktioniert?
    Wer kann sich sowas ausdenken? Ist das Absicht, so dass man das Medikament am Ende doch niemandem erstatten muss, ist das von jemandem entwickelt worden, der den Physikunterricht komplett verschlafen hat, nicht die geringste Ahnung von Abnehmen, Kaloriendefizit und GLP1 hat (nämlich dass es keine magische Fettwegspritze ist) oder ist das eine Fehlinformation von mir?

    Jedenfalls ist doch das Problem bei Adipositas nicht, dass unser Körper nicht grundsätzlich fähig wäre, mit gesunder kalorienarmer Ernährung abzunehmen. Das Problem ist doch, dass unser Körper auch im Gleichgewicht noch Hunger hat und/oder uns mit Foodnoise und Gelüsten nach ungesunden Essen plagt. Und dass eine Abnahme den Hunger und die Gelüste sogar noch verstärkt.

    Tirzepatid wurde eigentlich so entwickelt, dass es nur sehr geringfügig zu einer Rezeptordesensibilisierung kommen sollte ("Abstumpfung" der Rezeptoren durch Abbau o.ä.)*.
    Aber wie schon geschrieben reguliert der Körper mit jedem Kilo Abnahme immer mehr dagegen. Nicht nur mit themogenetischen Anpassungen (geringerer Kalorienverbrauch), sondern v.a. mit mehr Hunger, Foodnoise usw.. 5mg wirken also theoretisch immer wie 5mg, aber die körperliche Gegenregulation ist stärker, so dass es sich nicht mehr genauso wirksam anfühlt. Wenn die Höchstdosis dann halt irgendwann ausgeschöpft ist, nach ca. 25% Gewichtsverlust die Gegenregulation aber entsprechend groß ist, kann man ohne großen "Kampf" gegen den eigenen Körper daher nicht weiter abnehmen.

    Physikalisch kann man natürlich immer so viel Kalorien reduzieren wie man möchte und entsprechend weit abnehmen, aber dass wir irgendwann einfach nicht mehr genug Disziplin aufbringen, sondern wieder zunahmen, womöglich ohne überhaupt das Zielgewicht erreicht zu haben, haben ja vermutlich die meisten von uns bei früheren Abnehmversuchen oft genug gesehen. Das lag dann an der Gegenregulation des Körpers, der wir mal früher und mal später, nicht mehr durch Disziplin standhalten konnten.

    *https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC90…rce=chatgpt.com

    Sehr guter Artikel! Ich musste auch schmunzeln bei dem Regelwerk. Das ist eine sehr passende Beschreibung! Ich fühle mich im Moment immer noch wie eine Schummlerin. Aber du hast völlig recht! Es gibt kein Regelwerk und deswegen kann man auch gar nicht schummeln!

    Und eigentlich ist es schon fast dumm (vorausgesetzt man verträgt es), nicht alle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine fortschreitende chronische Krankheit aufzuhalten.
    Siehe auch Ricarda Lang, die sich ja auch immer rausreden tut, dass sie ohne Spritze abgenommen hätte. Ich hoffe ja für sie dass sie lügt. Aber ich würde es leider auch verstehen, wenn sie lügt. Stünde ich so in der Öffentlichkeit und wäre ständig für mein Gewicht kritisiert worden, obwohl ich nur Politikerin und kein Bikinimodel bin und deswegen auch für meine Politik kritisiert werden möchte und nicht für mein Aussehen, ich würde glaube ich ebenfalls lügen. Schon allein deswegen weil es niemanden was angeht.

    Eine Studie zu Ibteraktionen o.ä. von Süßstoffen und GLP-Medis ist mir noch nicht über den Weg gelaufen. Ich habe auch extra nochmal kurz gesucht und wirklich nichts gefunden. Also ich glaube, diese Frage haben sich noch nicht viele Menschen gestellt, zumindest scheint es keine Studie zuzugeben.

    Die generelle Kritik, unabhängig von den Medis, zu Süßstoffen kennt man ja. Die Kritiker von Süßstoffen werden also vermutlich auch mit Medis die gleiche Kritik vertreten, die anderen werden wahrscheinlich sagen, dass die Daten allesamt nicht ausreichen und Süßstoffe sicher sind. Eventuell könnte man sich vorstellen, dass falls Süßstoffe generell schlecht für die Darmflora sind, es durch die längere Verweildauer im Magen-Darm-Trakt auch nicht besser wird. Keine Ahnung, würde aber zumindest nicht mit einer deutlichen Verschlimmerung rechnen. Falls überhaupt.

    Ich persönlich trinke viel Tee, anstelle von so Sirupzeug. Da gibt es ja auch viele zum Kaltaufgießen, die schmecken mir fast wie Eistee. Oder ich lasse gerne normalen Tee abkühlen. Da brauche ich dann keine Süßstoffe mehr. Abgesehen von dem bisschen Stevia, was in vielen Teesorten drin ist.
    Ich trinke allerdings auch viel Cola light. Da komme ich leider noch nicht von los. Würde es gerne weiter reduzieren, ist aber nicht weit oben auf meiner Prioritätenliste was ich alles mal angehen müsste.
    Sucralose in den Shakes und so ein Kram esse ich ebenfalls genug. Es gibt sicher gesünderes...

    mit Interaktionen mit Mounjaro rechne ich allerdings nicht und konnte da bislang an mir auch nichts beobachten.

    Ich weiß gar nicht, ob das wirklich so wenige sind. In jedem Fall sind sie nicht ganz so laut im Internet. Will man sich dann verständlicherweise vielleicht auch nicht täglich anhören, wenn da irgendwelche Leute behaupten, in 6 Monaten 50kg verloren zu haben, während man selbst mit 3kg in 6 Monaten rumkrebst oder so. Eventuell brechen sie auch vermehrt ab, weil sie es sich dann doch nicht leisten könnten. Das wäre dann natürlich unschön und könnte gefixt werden, wäre es Kassenleistung und man müsste sich nicht so viele Gedanken machen, ob man sich die Dosiserhöhung jetzt wirklich leisten kann, ob man es sich leisten kann, wenn man nicht super schnell abnimmt usw.. Ich glaube ich würde es mir auch gut überlegen, ob mir 500€ im Monat z.B. 15% Gewichtsverlust Wert wären... insbesondere wenn man es zum Halten sehr wahrscheinlich ja ebenfalls benötigt.
    Ich halte es jedenfalls für unwahrscheinlich, dass die Studien mit ja durchaus sehr vielen Teilnehmern sich so arg konträr zum echten Leben unterscheiden.
    Und die von uns, die noch einen längeren Weg bis zum Zielgewicht oder Normalgewicht haben können ja jetzt auch überhaupt noch nicht einschätzen, wie viele Kilo sie bis sie bei der Höchstdosis sind, schließlich verloren haben.

    Gut, ich bin optimistisch, dass in den nächsten Monaten neue wirksame Medikamente rauskommen werden und die Preise langfristig senken werden. Ich hoffe so, dass auch ohne Unterstützung der Krankenkassen möglichst viele Menschen, die es dringend benötigen und die nicht langfristig auf niedrigen Dosen bleiben können, davon profitieren können.

    Auf noch längere Sicht wird es hoffentlich auch irgendwann Kassenleistung (unter bestimmten Bedingungen) werden.

    Absolut Richtig !👍

    Da lässt sich wirklich eine Menge Geld sparen. So werden die Kosten für die Spritze für fast jederman erträglich.

    Nur für die, die dauerhaft mit niedrigen Dosen klarkommen. Man muss leider schon realistisch bleiben, dass eine durchaus große Menge an Nutzern, insbesondere natürlich diejenigen, die eine wirklich große Menge Gewicht verlieren müssen/wollen, aber auch andere, relativ schnell auf 10 oder 15mg erhöhen müssen, um überhaupt eine nennenswerte Wirkung zu erhalten. Und gerade die haben das Medikament auch oft am nötigsten. Nicht nur um adipostasassoziierte Zusatzerkrankungen in den Griff zu bekommen, sondern bei manchen auch, um körperlich wieder in der Lage zu sein, einem Vollzeitjob nachzugehen. Und damit dann auch wieder mehr Geld in die Krankenkassen zu bringen...

    leider wirken die Medikamente nicht bei jedem gleich gut.

    Wenn’s danach geht, wieso soll ich die ganzen Untersuchungen und Medikamente für Menschen, die sich tot-rauchen, mit bezahlen? Wenn ich in der Lungenklinik bin, für meine Untersuchungen- hab Sarkoidose in der Lunge, und die Menschen (Patienten) mit Sauerstoffgeräten in der Raucherecke stehen sehe, könnte ich jedes Mal…. 😡 Oder was interessiert mich der Tankrabatt, als Nichtautofahrer. Aber diese 1,6 Milliarden müssen wir alle refinanzieren . Es gibt viel Ungerechtigkeit, wenn man genauer hinschaut. Aber so ist das in einer Demokratie und einem Sozialstaat.

    Ja, da hast du völlig recht. Sobald es mal wieder irgendwo um die bekannte Schuldfrage geht, ganz egal ob über die Flüchtlinge, die sich angeblich in unsere Sozialsysteme einschleichen, über die faulen Sozialhilfeempfänger oder um die kranken selbst geht (um die Alkoholiker, die Raucher, die Adipösen, die Skifahrer, die Ungeimpften, die die während Corona heimlich Partys gefeiert haben, die... setze es bis ins Unendliche fort) kommen wir ganz schnell an einen Punkt, an dem die GKV eigentlich nur noch für Neugeborene irgendwas zahlen dürfte, alle anderen wären dann nur noch für die Finanzierung zuständig. Ganz offensichtlich keine Lösung mit der irgendjemand, der in die GKV einzahlt, zufrieden sein dürfte.
    Und weil man für so ziemlich alle Krankheiten, sofern man es wirklich darauf anlegt und nur lange genug sucht, einen "Schuldigen" finden würde, muss man halt im Umkehrschluss nahezu alle Krankheiten irgendwie finanzieren. Denn da irgendwie eine Abwägung zu treffen, dass der Skifahrer mit schwersten Verletzungen jetzt irgendwie "weniger Schuld" hat als der Raucher oder der Adipöse und das eine daher finanziert wird und das andere nicht, das lässt sich ethisch nicht klären. Bzw. eigentlich müsste man dann die Abnehmspritze erst recht zahlen, denn das sind immerhin Menschen, die offensichtlich etwas tun wollen und sich nicht damit abfinden wollen. Finde ich, müsste dann ja eigentlich besonders honoriert werden.

    Und ja, selbst ich hatte gewisse Vorurteile. Die macht man sich ja schnell. Eben aus Unwissenheit.

    Ja, vor sowas ist glaube ich niemand gefeit. Gehört wahrscheinlich zur Natur des Menschen. Man schließt auch einfach immer so gerne von sich auf andere, denn das ist einfach das einfachste.

    Ja, die GKV ist halt einfach so oder so pleite. Daher sollten wir es auch nicht "persönlich" gegen uns Übergewichtige sehen, wenn es als "Lifestylemedikament" abgestempelt wird. Sie ist halt einfach nur völlig überlastet und muss deswegen für alles Ausreden finden.

    Aufgrund der Gesetze, an die sich die kk halten müssen, ist Prävention nicht ihr Ziel. Sie handeln, wenn der Schaden entstanden ist. Das fängt ja schon mit Vorsorgeuntersuchungen an. Das ist leider so. Da müssten die Gesetze geändert werden. Allgemein. Aber das wird nicht passieren. Geld! Geld! Geld! 💶 Die Politik wird sich hüten… Wenn man sieht, wo alles eingespart werden soll, auf Kosten der Schwächsten - Senioren, Menschen mit Behinderung, Kinder- kann einem nur übel werden…

    Stimmt! Daran habe ich gar nicht gedacht, aber das ist wohl wirklich ein wichtiger Punkt. Ist vermutlich auch wieder ein finanzieller Punkt. Wenn das Geld vorne bis hinten nicht ausreicht, kann man halt nur noch Schadensbegrenzung machen. Wenn mein Haus gerade brennen würde, würde ich mir ja auch keine Gedanken darüber machen, wie ich das Feuer in Zukunft vermeiden kann, sondern in erster Linie würde ich meine Sachen retten und das Feuer löschen wollen. Blöd ist dann nur, wenn es dann reihenweise quasi überall brennt und man deswegen eben nie Kapazität hat, sich über Brandprävention Gedanken zu machen. Sobald man ein Feuer gelöscht hat, brennt es woanders.

    Warum eine Magen Verkleinerung in einem überfüllten Krankenhaus, mit unterbesetztem Personal und völlig überforderten Ärzten finanzieren und nicht die Glp1 Medikamente … Aber, auch hier wieder ein aber 😉 der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was jahrelang so gemacht wurde, wird nicht mehr hinterfragt und stur weitergemacht.

    Ja. Kann man wahrscheinlich auch nicht mal eben spontan ändern, wenn es bisher eben so gemacht wird und na ja, für größere Änderungen gibt es keine Kapazität, wenn halt das Haus jetzt gerade brennt.

    Für mich persönlich ist es definitiv eine große finanzielle Belastung. Ich hab zwar auch ohne MJ schon einiges abgenommen, aber es ist ein ständiger nicht enden wollender Kampf und das halte ich auf Dauer nicht durch, vom Jo-Jo Effekt ganz zu schweigen. Und trotzdem zähle ich mich selbst nicht zu den Fällen, bei denen eine Kostenübernahme angebracht wäre.

    Ja, so geht es mir auch. Es ist für mich so ein krasser lebenslanger Kampf, ich halte es für aussichtslos, den irgendwann mal dauerhaft zu gewinnen. Und es ist ja irgendwie auch kein Leben, wenn man das Gefühl hat, 24/7 gegen seinen Körper kämpfen zu müssen. Bei aller Disziplin und Willenskraft, das kann ich einfach nicht jeden Tag durchhalten. Trotzdem glaube auch ich nicht, dass bei mir persönlich eine Kostenübernahme angebracht wäre (mein höchster BMI war halt auch noch deutlich unter 35).
    Aber würde diie Kassen die Kosten zumindest für einige Menschen mit Adipositas übernehmen, würden die Kosten vermutlich auch allgemein von den Herstellern reduziert werden. Sieht man ja glaube ich schon bei Ozempic und Wegovy. Ist doch meine ich das selbe Produkt, nur unterschiedliches Etikett und andere Preise (?). Wir würden dann also wahrscheinlich trotzdem indirekt von profitieren.

    Also auf EU-Ebene bringen die offiziellen Petitionen sehr viel, wenn sie denn entsprechend viele Stimmen erhalten (z.B. dass die Deckel jetzt nicht mehr von selbst von den Flaschen abgehen, sondern verbunden bleiben, ihr wisst bestimmt was ich meine, war eine EU-Petition mit sehr vielen Unterstützern und wurde daher umgesetzt), aber das hier ist ja kein EU-Problem.
    Ehrlich gesagt glaube ich auch ohnehin nicht, dass die Petition viele Stimmen bekommen würde. Die GKV spart vorne und hinten, das bekommt jedes Kind mit, und die Spritzen haben halt immer noch einen sehr schlechten Ruf in der breiten Bevölkerung. Ein Großteil der normalgewichtigen würde sagen: wieso soll ich ein schweineteures Medikament für Leute mitzahlen, die einfach nur zu faul sind, im Kino auf das Popcorn zu verzichten und die Treppe statt den Aufzug zu nehmen.
    Und auch wenn ich die Meinung nicht teile, so kann ich die Ansicht ein Stück weit verstehen. Wäre ich mein Leben lang normalgewichtig gewesen, würde dann aber stattdessen mitkriegen, was die GKV ebenfalls so alles mögliche nicht zahlt, würde ich wahrscheinlich auch nicht für unterschreiben.

    Was mich allerdings wirklich stört ist, dass die GKV immer noch OPs bezahlt und manche Ärzte das auch immer noch für den absoluten Goldstandard halten, aber die Abnehmspritze bei BMI über 40 wird verwehrt. Da gibt es für mich keine sinnvolle Erklärung für. Die Abnehmspritze wird immer noch mit reiner Faulheit mal die Treppe zu nehmen gleichgesetzt, aber bei OP ist das Verständnis in der Gesellschaft irgendwie viel größer, habe ich den Eindruck. Ich bin ja ehrlich gesagt überzeugt davon, dass auf lange Sicht Medikamente OPs weitestgehend überflüssig machen werden. Für mich erscheinen, im Licht der Medikamente (und wir sind ja erst am Anfang!) OPs schon fast wie eine Methode des vorletzten Jahrhunderts! Wie irgendeine aus heutiger Sicht völlig unverständliche Behandlung aus dem Mittelalter. Ich kann da nur noch den Kopf drüber schütteln, wer sich heute noch einer OP unterzieht, ohne Mounjaro eine echte Chance zu geben. Ja, ich habe sogar 2 Fälle im weiteren Familienkreis die sich in den letzten 12 Monaten einer solchen OP unterzogen haben. Ich glaube, Mounjaro wurde gar nicht in Erwägung gezogen (könnte auch finanzielle Gründe gehabt haben). Die sind bislang beide sehr glücklich über die Entscheidung, so ist das nicht, aber mir erscheint es eine veraltete Methode.

    Die detaillierten Infos findest du alle Zuhauf im Internet, besonders bei Youtube. Daher weiss ich es ja auch. Und klar, die Hersteller sowieso.

    Ok, bei YouTube habe ich bislang nur "Klicktabellen" und so nen Kram gesehen.

    Wahrscheinlich wissen es die Hersteller trotzdem schon lange, aber ich denke, es ist vielleicht trotzdem nicht nötig, jedes Detail im öffentlichen Bereich zu besprechen, wenn es hier auch einen versteckteren Bereich gibt.

    So lange lediglich die Möglichkeit Klicken wegfällts, der Pen aber ansonsten keine drastischen Veränderungen mit irgendwelchen Appverknüpfungen und keine Ahnung was bekommt, ist auch das kein Grund zur Panik! Auch wenn ich durchaus verstehen kann, dass der Hersteller das "klicken" nur ungern unterstützt. Ich glaube, wäre ich Hersteller, so hätte ich das Klicken schon viel früher unterbunden. Mich hat es sogar von Anfang an gewundert, dass Pens entwickelt wurden, die so klicken.

    Sofern jetzt wirklich die neue Höchstdosis kein Klicken mehr erlaubt, befürchte ich ja, wird das auf lange Sicht auch bei allen anderen Pens, inklusive Mounjaro unterbunden werden.

    Aber wie gesagt und auch schon von tomcat angedeutet, so ist das noch kein Grund zur Panik. Mehr aber lieber im geschützten Bereich. Auch wenn die Hersteller das sicher alles schon längst wissen, muss man ihnen das vielleicht nicht noch auf dem Präsentierteller demonstrieren, damit sie nicht auf allzuviele dumme Ideen kommen.

    "Ob" ist v.a. auch, ob das dann verpflichtend ist. Also ob z.B. auch Menschen ohne Smartphone dann wirklich von wichtigen Medikamenten ausgeschlossen werden, oder ob man diesen Quatsch auch einfach ausstellen kann und das Medikament trotzdem nutzen kann.

    Und nochmal ganz unabhängig von jeglichem Datenschutz: sowas wird die Kosten für den Hersteller ja ebenfalls drastisch in die Höhe treiben. So eine App entwickelt sich nicht von alleine und gerade bei so sensiblen Daten muss da viel Geld in die Sicherheit gesteckt werden, ein Pen mit Bluetooth braucht ebenfalls die technischen Anbindungen. Lohnt sich das für den Hersteller von einem Medikament, dass vermutlich auch in Zukunft nicht großflächig und dauerhaft von der GKV übernommen wird, wirklich? Also ich hoffe, dass er sich damit selbst mehr schadet als nutzt, weil es entsprechend weniger Käufer gibt, durch massiv höhere Preise und bei ein paar Menschen zusätzlich noch Datenschutzbedenken.

    Bei Insulin wird es vermutlich von der Krankenkasse übernommen, auch wenn es mich auch hier dann wundert. Normalerweise beschwert die sich über jede Kleinigkeit das sie bezahlen soll, zahlt nicht einmal mehr notwendige Brillen und vieles andere und für so ein Schmarren mit Datenschutzbedenken, was jeder auch völlig problemlos selbst notieren kann, gibt sie dann so viel Geld aus, dass sich das für den Hersteller lohnt?

    Ich kann den Hersteller ebenfalls verstehen, so ist das nicht. Andererseits ist die Frage, ob es nicht auch deutlich weniger Käufer geben wird, wenn es irgendwann mal unmöglich sein sollte, Geld zu sparen...

    Es gibt ja bereits jetzt schon verständlicherweise viele Menschen die sich das Zeug nicht leisten können. Und die Menschen werden nicht wohlhabender, falls irgendwann die Möglichkeit des "streckens" komplett wegfallen würde. Das kann sich dann halt wahrscheinlich nicht mehr jeder leisten, der es sich derzeit leisten kann. Da wünsche ich dem Hersteller glatt, dass er die geringeren Verkaufszahlen dann in der eigenen Tasche spürt und feststellt, dass er an einem langen Hebel, aber nicht am unendlich langen Hebel sitzt. Unendlich teuer ist für den Hersteller eine attraktiv klingende Vorstellung, wird in der Realität aber für ihn hoffentlich nicht ausgehen. Insbesondere weil man halt auch noch zusätzlich feststellen muss, dass es zwar sehr viele adipöse Menschen gibt, aber es trotzdem nicht gleichmäßig über die Bevölkerungsschichten (in Deutschland zumindest... in anderen hochentwickelten Ländern anders?) verteilt ist. In der Unterschicht gibt es viel mehr adipöse Menschen als in der Oberschicht. Wäre Mounjaro ein teurer Wein, und Wein wird halt eher in der Oberschicht als in der Unterschicht getrunken, könnten sie es wahrscheinlich wirklich fast unendlich teuer machen, bis die Verkaufszahlen deutlich zurückgingen 😂.

    Ansonsten mache ich persönlich mir auch weniger um die Abnahme Gedanken (ich hoffe, dass ich mit meinem derzeit benutzen Pen vielleicht sogar mein unterstes Zielgewicht erreichen könnte) als um die Haltephase. Vor der habe ich nämlich wesentlich mehr Respekt und ich rechne leider überhaupt nicht damit mit erreichen meines Zielgewichts Mounjaro sofort ausschleichen zu können und fertig. Eher das Gegenteil, leider. Ich denke, in der Haltephase werde ich es erst recht brauchen, womöglich auch in höherer Dosis und wahrscheinlich auch ein paar Jährchen. Aber innerhalb der nächsten 12 Monate gibt es hoffentlich noch etwas mehr Konkurrenz und dadurch wird sich der Preis wohl auch automatisch verringern. Irgendwann wird MJ nicht mehr der "Goldstandard" sein und zusätzlich werden sie Tabletten hoffentlich nicht chippen, um mich dann zu beschimpfen, wenn ich von der Dosierung abweiche.

    Smarte Pens??? Sag mal, haben die sie noch alle?? Was ist denn das für ein Schwachsinn? Das sind intimste Einblicke in meine gesundheitlichen Daten, die ich denen mit Sicherheit nicht geben werde! Privatssphäre ist ein bekannter Begriff? Blöde Frage, denn offensichtlich nicht! Wollen die in Zukunft z.B. auch meine Einnahme von Paracetamol überwachen und unverschlüsselt meinem Hausarzt oder noch besser, dem Gesundheitsamt übermitteln, wenn ich leicht von der empfohlenen Dosierung abweiche?

    Sorry, aber in meinem ganzen Leben werde ich sicher nie ein Smartphone mit Medikamentenverpackungen o.ä. synchronisieren. Meines Wissens nach gibt es in Deutschland auch noch keine gesetzliche Pflicht ein Smartphone oder überhaupt Internetanschluss zu besitzen und ich hoffe auch nicht, dass ich diese Pflicht noch erleben werde und ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Europa erlaubt ist, Menschen ohne Smartphone von Medikamenten und gesundheitlicher Versorgung auszuschließen? Und Mounjaro und co sind ja nicht nur "unnötige Lifestyle-Behandlungen", sondern durchaus wichtige Medikamente. Ich habe in meiner Familie selbst einen DT2 der kein Smartphone besitzt und seit kurzem GLP-1 dafür auf Rezept erhält.

    Ok, und bevor ich mich jetzt weiter in Rage schreibe, hast du einen seriösen Link zu dieser Überlegung der smarten Pens?

    Ansonsten diese 1x-Vials gab es zumindest bei Mounjaro schon in der Anfangszeit. Den Pen gibt es meines Wissens nach erst seit Mitte 2024 oder so. Fanden damals auch einige, die sich gerade an die Vials gewöhnt hatten, nicht so toll. Aber ich glaube, der Mehrdosenpen war da auch bereits eine Einsparungsmaßnahme. Wenn man aus diesen Vials da x mL mit Insulinspritzen (?)rausziehen will muss ja auch ein ziemlich großer Überstand da sein. Insbesondere auch wenn man Laien diese Flüssigkeit in die Hand drückt, die keine Erfahrung haben in genauem pipettieren und mit Sicherheit auch keine Zentrifuge daheim haben. Aber selbst Profis mit vorhandener Zentrifuge kannst du offensichtlich kein Vial mit exakt x mL hinstellen und sie dann beauftragen, exakt diese x mL da rauszuziehen. Das ist physikalisch nicht möglich. Da müssen immer x + y mL drin sein. Bei 1x Gefäßen dann logischerweise mal 4. Mit den mehrdosenpens inklusive goldener Dosis dürfte man schon viel Flüssigkeit gespart haben. Gleichzeitig werden in der Anfangszeit noch die wenigsten auf die Idee gekommen sein, mit den Dosen und "klicken" rumzuspielen, wie das jetzt heute Realität ist. Da werden die meisten noch brav nach nach Vorgabe gespritzt und nach 4 Wochen auf die vorgesehen Dosis erhöht haben.

    Sowas ergibt sich ja erst nach und nach.
    Wenn ich mir vorstelle, ich wäre eine der Pioniere was Mounjaro angeht, mit nahezu gar keinen Erfahrungsberichten im Internet, geschweige denn mit aktiven Communities die sich den ganzen Tag über die wirksamste Dosis, klicken, Dosissplittung usw. unterhalten, würde ich mich mit Sicherheit auch noch strikt an die Gebrauchsanweisung halten.

    Und in den neuen Pens müssen doch auch noch irgendwelche Reste drin sein? Nur halt deutlich weniger als eine ganze Dosis. Ansonsten ließe sich ja nicht mal mehr entlüften?

    Ich habe irgendwo was gelesen, das es genau 200ml sein müssen, sonst wird es vom Körper nicht richtig aufgenommen. Hat irgendwas mit isotonisch und Osmolarität zu tun🤔

    nein, ob auf 200 oder 700ml ist nicht wichtig. Sowas gleicht der Körper aus. Schon die Mineralwasser im Supermarkt sind ja alle unterschiedlich konzentriert.

    Wichtig ist nur, dass man überhaupt genug Elektrolyte zu sich nimmt und eben das, was ShyMud846 schon geschrieben hat. Aber für die Osmolarität ist es im normalen Rahmen unwichtig, auf wie viel mL man das löst.

    Macht ja auch keiner, oder? Wer kann einen erwachsenen Menschen schon zwingen…

    Meinen ZiehKindern habe ich lediglich eingetrichtert, morgens etwas zu trinken. Wenigstens ein Glas Wasser, bevor sie das Haus verlassen. - Mach ich bei meinem Mann heute noch so. Besonders wenn er schon weiße Lippen hat. 😉

    Das war sehr ungünstig von mir ausgedrückt 😉. Ich meinte eher, sich selbst zu zwingen. Ich glaube, das kommt schon vor, dass das einige Menschen tun.
    Ich habe (großer Fehler!) erst beim weihnachtsessen meiner Schwester verkündet, dass ich mich unbedingt wieder ans Abnehmen machen muss. ich bekam natürlich auch gleich ungefragte Ratschläge. Der eine lautete: "du tust ja immer noch nichts frühstücken, oder? Dann ist es halt auch kein Wunder, dass du immer wieder Gewichtsprobleme hast. Wenn du den halben Tag hungerst, ist völlig klar, dass du dich am Abend überfrisst. Du brauchst ein ordentliches großes Frühstück mit x, y und z, dann willst du auch keine Schokolade mehr."

    Ach ja, wenn das mal so einfach wäre. Aber in meiner Jugend hätte ich das noch geglaubt und ausprobiert. Die Körper ticken halt unterschiedlich. Für mich ist es kein Hungern, das Frühstück auszulassen. Für andere wiederum schon.

    Ich wollte schon in der Grundschule morgens nichts essen. Meine Eltern haben mich leider trotzdem zu gezwungen, weil einem damals von allen Seiten Horrorstories von irgendwelchen Schulkindern, die in der Schule angeblich wegen fehlendem Frühstück umgekippt sind und deswegen ins Krankenhaus mussten. Ich habe diese Horrorstories ja schon damals kaum geglaubt, aber wie soll man da als 7jährige argumentieren? Eltern die ihre Kinder nicht zum Frühstück zwangen galten damals als schlechte Eltern.
    Also nein, ich fühle mich da nicht energielos und bekomme auch gegen Mittag, ohne vorher gegessen zu haben, auch eine HIIT-Session hin. Ich habe sogar eine zeitlang mehrfach die Woche nur abends was gegessen. Also rund 20 Stunden gefastet. Damit kam ich eigentlich super klar und habe gut, aber auch nicht übermäßig schnell, abgenommen.
    Ich esse dafür aber halt normalerweise abends eher viel. Zumindest ohne Mounjaro kann ich auch ohne Frühstück locker genug Kalorien essen. Schließlich habe ich ganz ohne Frühstück in einem 3/4 Jahr fast 20kg zugenommen. Wenn ich mich zusätzlich zum Frühstück zwinge, esse ich abends auch nicht weniger, wie ich in der Vergangenheit festgestellt habe. Ich habe abends immer Hunger, egal was und ob ich gefrühstückt habe. Das sind also bei mir nur zusätzliche Kalorien und meist nicht mal die gesündesten.
    Jetzt mit Mounjaro bin ich noch am herausfinden, wie ich am besten essen sollte. Meine Portionen sind halt deutlich kleiner geworden und zumindest Mittags was essen ist nötig. Aber zur Frühstückerin werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Selbst ein einziger Proteinshake ist mir morgens schon zu viel und war es auch schon immer. Und eigentlich halte ich auch gar nichts davon, übergewichtige Menschen gegen ihren Hunger und Appetit zum Essen zu zwingen. Man ist ja normalerweise nicht ohne Grund übergewichtig geworden, sondern eben wohl offensichtlich, weil man eher zu viel als zu wenig Hunger hat. Ich bin deswegen eigentlich immer froh, wenn ich mal keinen Hunger habe, denn Hunger habe ich schon noch früh genug.

    Ich bin ebenfalls keine Frühstückerin. Nicht mal Kaffee trinke ich. Morgens ein kleines Glas Wasser und los geht es zur Arbeit. Dort mache ich mir dann ne große Kanne Tee und trinke die über den Tag verteilt. Essen tue ich, wenn der Hunger kommt. Meist zur Mittagszeit. Dann entweder Skyr/Joghurt/Magerquark, Kaninchenfutter (ich liebe Kaninchenfutter!) oder was warmes in der Kantine.
    Der Teller von Mona sieht mega lecker aus. So toll und ausgeglichen zubereitet gibt es bei mir aber auch sehr nur selten. Ich bin meistens schon zu faul, mir mal ein Ei zu kochen. Sollte ich aber öfter machen. Man kann ja auch gleich mehrere zubereiten. Die halten sich ja wochenlang und kann man auch gut mitnehmen.

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