Was ist das?
Gastroparese bedeutet wörtlich "Magenlähmung". Die Nahrung verbleibt deutlich länger im Magen als üblich, da die Magenmuskulatur sich langsamer bewegt.
- Bei GLP-1-Nutzern: Hier ist ein gewisser Grad an Gastroparese gewollt, da dies das Sättigungsgefühl verlängert.
- Bei Diabetikern: Eine krankhafte Gastroparese kann auch als Spätfolge eines langjährigen Diabetes (Nervenschädigung) auftreten.
Die wichtigsten Vorteile (im Rahmen der Therapie)
- Lange Sättigung: Man verspürt über Stunden keinen Hunger, da die Nahrung nur tröpfchenweise in den Darm weitergegeben wird.
- Flacher Zuckeranstieg: Da der Zucker aus der Nahrung verzögert im Blut ankommt, werden Blutzuckerspitzen vermieden.
Nebenwirkungen und Risiken
- Völlegefühl & Übelkeit: Wenn der Effekt zu stark ist, kann es zu Aufstoßen (oft schwefelig), Übelkeit oder Erbrechen von unverdauter Nahrung führen.
- Narkose-Risiko: Bei Operationen ist Vorsicht geboten! Da der Magen unter GLP-1 länger voll bleibt, muss man vor OPs oft länger nüchtern sein oder das Medikament pausieren (Aspirationsgefahr).
- Wichtig: Bei anhaltendem Erbrechen sollte die Dosis des GLP-1-Präparats in Absprache mit dem Arzt reduziert werden.