So wirkt Pioglitazon
Bei vielen Menschen mit Typ‑2‑Diabetes liegt eine Insulinresistenz vor. Das bedeutet, der Körper produziert zwar noch Insulin, aber die Zellen reagieren nicht ausreichend darauf. Pioglitazon macht die Körperzellen empfindlicher für Insulin. Dadurch kann Zucker besser aus dem Blut in die Zellen aufgenommen werden und die Leber gibt weniger Zucker ins Blut ab.
Anwendung
Pioglitazon wird als Tablette eingenommen und kann allein oder zusammen mit anderen Diabetesmedikamenten verordnet werden. Die Wirkung baut sich langsam auf und wird oft erst nach mehreren Wochen deutlich. Pioglitazon kann besonders dann eine Option sein, wenn eine ausgeprägte Insulinresistenz im Vordergrund steht. Ob es geeignet ist, hängt aber stark von den persönlichen Vorerkrankungen ab.
Wichtige Nachteile
Pioglitazon kann zu Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen führen. Besonders bei einer Kombination mit Insulin muss auf Ödeme, Gewichtszunahme und mögliche Zeichen einer Herzschwäche geachtet werden.
Bei Frauen wurde unter Pioglitazon in Studien außerdem eine höhere Frakturrate beobachtet. Deshalb sollte der Nutzen besonders bei erhöhtem Knochenbruchrisiko sorgfältig gegen mögliche Nachteile abgewogen werden.
Wichtig
Pioglitazon ist nicht für jeden geeignet. Bei Herzschwäche, ausgeprägten Wassereinlagerungen oder bestimmten weiteren Vorerkrankungen kann das Medikament ungeeignet sein. Die Entscheidung gehört deshalb immer in ärztliche Hände.