So wirkt Insulin glulisin
Insulin glulisin wird nach der Injektion unter die Haut rasch aufgenommen und wirkt schneller als klassisches Normalinsulin. Es wird deshalb rund um die Mahlzeit angewendet und wird auch als Bolus- oder Mahlzeiteninsulin bezeichnet.
Anwendung
Insulin glulisin wird unmittelbar vor einer Mahlzeit oder – je nach individuellem Therapieplan – kurz danach gespritzt. Es kann bei Typ‑1‑ und Typ‑2‑Diabetes eingesetzt werden und wird häufig mit einem langwirksamen Basalinsulin kombiniert.
Auch bei einer Insulinpumpentherapie kann Insulin glulisin verwendet werden. Bei technischen Problemen mit der Pumpe kann die Insulinzufuhr jedoch schnell unterbrochen sein, weshalb die Hinweise des Behandlungsteams und des jeweiligen Pumpensystems genau beachtet werden müssen.
Mögliche Nebenwirkungen
Die wichtigste Nebenwirkung ist die Hypoglykämie. Sie kann auftreten, wenn zu viel Insulin gespritzt, zu wenig gegessen oder ungeplant viel körperliche Aktivität ausgeübt wird.
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme, Reaktionen an der Einstichstelle und Veränderungen des Unterhautfettgewebes, wenn wiederholt in dieselbe Stelle gespritzt wird.
Was sollte man beachten?
Weil Insulin glulisin schnell wirkt, sollten Mahlzeit, Dosis und körperliche Aktivität gut aufeinander abgestimmt sein. Wer nach dem Spritzen deutlich weniger isst als geplant, kann unterzuckern.
Bei geringerem Appetit, Gewichtsverlust oder dem Beginn einer GLP‑1‑Therapie kann der Insulinbedarf sinken. Änderungen der Dosis sollten immer gemeinsam mit dem Behandlungsteam erfolgen.