Zu den häufigsten Ursachen einer Hypoglykämie gehören:
- Zu viel Insulin gespritzt
- Einnahme bestimmter Diabetesmedikamente (z. B. Sulfonylharnstoffe)
- Ausgelassene oder zu kleine Mahlzeiten
- Ungewohnte körperliche Aktivität
- Alkoholkonsum
Typische Symptome einer Unterzuckerung sind:
- Zittern
- Kalter Schweiß
- Herzklopfen
- Heißhunger
- Schwindel
- Konzentrationsstörungen
- Unruhe oder Nervosität
- Sehstörungen
Sinkt der Blutzucker weiter ab, können Verwirrtheit, Sprachstörungen, Krampfanfälle oder sogar Bewusstlosigkeit auftreten. Eine schwere Hypoglykämie ist ein medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden.
Die Behandlung besteht darin, schnell wirksame Kohlenhydrate aufzunehmen, beispielsweise Traubenzucker, Fruchtsaft oder normale Limonade. Anschließend sollte – sofern die nächste Mahlzeit nicht unmittelbar bevorsteht – eine kleine kohlenhydrathaltige Zwischenmahlzeit gegessen werden, um einen erneuten Blutzuckerabfall zu vermeiden.
GLP-1-Medikamente wie Mounjaro, Ozempic oder Wegovy verursachen allein nur selten eine Hypoglykämie, da sie die Insulinausschüttung überwiegend nur dann fördern, wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist. Das Risiko steigt jedoch deutlich, wenn sie zusammen mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen eingesetzt werden. Deshalb kann in diesen Fällen eine Anpassung der Medikamentendosis notwendig sein.
Menschen mit Diabetes sollten die Warnzeichen einer Unterzuckerung kennen und ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren. Moderne CGM-Systeme können frühzeitig vor einer drohenden Hypoglykämie warnen und so helfen, schwere Unterzuckerungen zu vermeiden.