Die häufigsten Ursachen sind:
- Zu wenig Insulin oder Diabetesmedikamente
- Ausgelassene Medikamenteneinnahme
- Infektionen oder andere Erkrankungen
- Stress
- Bewegungsmangel
- Sehr kohlenhydratreiche Mahlzeiten
Eine kurzfristige Erhöhung des Blutzuckers ist meist unproblematisch. Bleibt der Blutzucker jedoch über längere Zeit erhöht, steigt das Risiko für Schäden an Blutgefäßen und Organen.
Zu den typischen Symptomen einer Hyperglykämie gehören:
- Starker Durst
- Häufiges Wasserlassen
- Trockener Mund
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Verschwommenes Sehen
- Konzentrationsprobleme
Bei sehr hohen Blutzuckerwerten können zusätzlich Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Bewusstseinsstörungen auftreten. Bei Menschen mit Diabetes Typ 1 besteht außerdem das Risiko einer diabetischen Ketoazidose, einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung, die sofort medizinisch behandelt werden muss.
Eine gute Blutzuckereinstellung ist entscheidend, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte können unter anderem die Augen, Nieren, Nerven und das Herz-Kreislauf-System schädigen.
GLP-1-Medikamente wie Mounjaro, Ozempic oder Wegovy helfen dabei, den Blutzucker zu senken. Sie fördern die Insulinausschüttung, wenn der Blutzucker ansteigt, hemmen die Glukagonfreisetzung und verlangsamen die Magenentleerung. Dadurch werden starke Blutzuckerspitzen nach den Mahlzeiten reduziert.
Regelmäßige Blutzuckermessungen sowie die Kontrolle des HbA1c-Wertes helfen dabei, eine Hyperglykämie frühzeitig zu erkennen und die Behandlung anzupassen.
Wann sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden?
Bei anhaltend sehr hohen Blutzuckerwerten – insbesondere wenn zusätzlich Übelkeit, Erbrechen, starke Bauchschmerzen, schnelle Atmung oder Bewusstseinsstörungen auftreten – sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Diese Symptome können auf eine diabetische Ketoazidose oder ein hyperosmolares hyperglykämisches Syndrom (HHS) hinweisen, die beide medizinische Notfälle darstellen.