So wirkt Insulin glargin
Insulin hilft dabei, Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. Gleichzeitig bremst es die Zuckerneubildung in der Leber. Insulin glargin wird unter die Haut gespritzt und langsam aufgenommen. Dadurch entsteht ein gleichmäßiges, lang anhaltendes Wirkprofil ohne ausgeprägten Wirkungsgipfel.
Anwendung
Insulin glargin wird üblicherweise einmal täglich gespritzt. Die Anwendung sollte jeden Tag möglichst zur gleichen Zeit erfolgen. Dosis und Zeitpunkt werden individuell ärztlich festgelegt.
Bei Typ‑2‑Diabetes kommt Basalinsulin häufig dann zum Einsatz, wenn Tabletten oder andere Diabetesmedikamente den Nüchternblutzucker nicht mehr ausreichend senken. Es kann mit Metformin, GLP‑1‑Medikamenten oder weiteren Antidiabetika kombiniert werden.
Vorteile
Ein Basalinsulin kann besonders gut helfen, erhöhte Blutzuckerwerte über Nacht und am Morgen zu verbessern. Die vergleichsweise gleichmäßige Wirkung erleichtert vielen Menschen die Therapie im Vergleich zu älteren Insulinen mit stärkerem Wirkmaximum.
Mögliche Nebenwirkungen
Die wichtigste Nebenwirkung jeder Insulintherapie ist die Hypoglykämie. Sie kann auftreten, wenn zu viel Insulin gespritzt, zu wenig gegessen oder ungewohnt viel Sport gemacht wird.
Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme, Hautreaktionen an der Einstichstelle oder selten allergische Reaktionen.
Wichtig
Insulindosen sollten nie eigenmächtig stark verändert oder abgesetzt werden. Besonders bei Gewichtsverlust, einer neuen GLP‑1‑Therapie, Krankheit oder deutlichen Veränderungen der Ernährung kann eine ärztliche Anpassung notwendig sein.