Der größte Unterschied: Täglich statt wöchentlich
Während Sie Wegovy, Ozempic oder Mounjaro nur einmal pro Woche spritzen müssen, hat Saxenda eine kürzere Wirkdauer.
- Anwendung: Sie müssen es sich jeden Tag spritzen (daher oft als „tägliche Spritze“ bezeichnet).
Was steckt drin?
- Wirkstoff: Saxenda enthält Liraglutid.
- Herkunft: Wie bei Semaglutid (Wegovy) stammt dieser Wirkstoff ursprünglich aus der Diabetes-Therapie (dort unter dem Namen Victoza bekannt), wurde aber für Saxenda speziell zur Gewichtsreduktion hochdosiert und zugelassen.
Wirkung im Vergleich (Der „kleine Bruder“)
Saxenda wirkt nach demselben Prinzip wie Wegovy (es ahmt das Darmhormon GLP-1 nach, macht satt und bremst den Magen).
- Effektivität: In Studien zeigte sich, dass der Gewichtsverlust bei Saxenda im Schnitt geringer ausfällt als bei den neueren Wochen-Spritzen (Wegovy/Mounjaro). Man spricht oft von ca. 5–10 % Gewichtsverlust im Vergleich zu ca. 15 % bei Wegovy.
- Vorteil: Da es schon länger auf dem Markt ist, gibt es sehr viele Langzeitdaten zur Sicherheit.
Für wen ist es?
Die Zulassung ist fast identisch zu Wegovy:
- Erwachsene mit Adipositas (BMI ≥ 30) oder Übergewicht (BMI ≥ 27) mit Begleiterkrankungen.
- Besonderheit: Saxenda war eines der ersten Medikamente dieser Art, das auch für Jugendliche ab 12 Jahrenzugelassen wurde (Wegovy zog hier inzwischen nach).
Warum verschreiben es Ärzte noch?
Obwohl Wegovy „stärker“ und bequemer ist, hat Saxenda noch seinen Platz:
- Verfügbarkeit: Wenn Wegovy aufgrund des Hypes ausverkauft ist, weichen Ärzte oft auf Saxenda aus.
- Verträglichkeit: Da man es täglich spritzt, lässt es sich schneller „aus dem Körper bekommen“, wenn man es nicht verträgt. Bei der Wochen-Spritze bleiben Nebenwirkungen oft die ganze Woche bestehen.
Zusammenfassung der „Spritzen-Familie“
Damit Sie den Überblick nicht verlieren, hier die Hierarchie: