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  2. GLP-1 Artikel & News – Ozempic, Wegovy, Mounjaro Erfahrungen
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  • Mounjaro Pen Update 2026: Warum die goldene Dosis jetzt endgültig Geschichte ist

    • Matze
    • 25. April 2026 um 13:28
    • 490 Mal gelesen
    • 22 Antworten
    • Zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2026 um 15:24
    Neuer Mounjaro Pen Update 2026 ohne goldene Dosis im Fokus
    Klick-Trick bei Wegovy, goldene 5. Dosis bei Mounjaro – lange war das der offene Community-Geheimtipp gegen die hohen Therapiekosten. Seit 2026 machen die Hersteller diesen Praktiken mit neuen Pen-Designs den Garaus. Wir zeigen dir den aktuellen Stand.
    Lesezeit: 10 Minuten
    🔄 Zuletzt aktualisiert: Juli 2026 – Wir haben den Stand zur Umstellung der Mounjaro- und Wegovy-Pens auf den aktuellen Auslieferungsstatus geprüft und ergänzt.

    Der Klick-Trick bei Wegovy und die goldene 5. Dosis bei Mounjaro waren jahrelang der offene Community-Geheimtipp, um bei den hohen Kosten der Abnehmspritze ein bisschen Wirkstoff zu sparen. Seit 2026 machen Novo Nordisk und Eli Lilly diesen Praktiken mit technischen Änderungen an ihren Pens den Garaus – und wir schauen uns an, was das für deine Therapie und dein Budget bedeutet.

    ⚠️ Wichtiger medizinischer Hinweis

    Dieser Artikel beschreibt technische Änderungen an Injektionspens und ersetzt keine Anleitung deines Arztes oder Apothekers zur richtigen Anwendung deines Pens.

    Wenn du unsicher bist, wie viel Flüssigkeit sich noch in deinem Pen befindet oder ob eine Dosis korrekt war, sprich dies immer direkt mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Apotheke ab.

    📌 Auf einen Blick

    • Der Klick-Trick am Wegovy-Dosierring und die goldene 5. Dosis bei Mounjaro waren nie offiziell vorgesehen und bergen ein Über- oder Unterdosierungsrisiko.
    • Eli Lilly hat den Mounjaro KwikPen technisch angepasst: ein verlängerter Kolben lässt nach der vierten Dosis kaum noch nutzbare Restflüssigkeit übrig.
    • Stand Juli 2026 ist der überarbeitete Mounjaro KwikPen in allen sechs Dosisstärken verfügbar – die Umstellung ist damit in Deutschland durch.
    • Wegovy HD (7,2 mg) kommt bereits als Einweg-Pen – allerdings bislang nur in den USA im Handel. Für Deutschland und die EU hat die EMA den Einwegpen zwar empfohlen, aber noch nicht zugelassen; Novo Nordisk peilt das dritte Quartal 2026 an.
    • Die monatlichen Kosten für Selbstzahler bleiben bei ca. 170 bis 300 Euro – Rechne die vierte Woche jetzt fest mit ein, ohne eine kostenlose fünfte Dosis einzuplanen.
    📋 Inhaltsverzeichnis▼
    1. Was war der Klick-Trick bei Wegovy überhaupt?
    2. Die Legende der goldenen 5. Dosis bei Mounjaro
    3. Warum sind diese Tricks medizinisch problematisch?
    4. Stand heute, Juli 2026: Was hat sich wirklich geändert?
    5. Sicherheit oder Geschäftsinteresse?
    6. Was planen die Hersteller als Alternative?
    7. Was bedeutet das nun für dich im Alltag?
    8. Häufige Fragen aus der Community
    9. Quellenangaben

    Was war der Klick-Trick bei Wegovy überhaupt?

    Der Klick-Trick beim Wegovy-Pen bestand darin, den Dosierring nicht bis zum Anschlag, sondern nur bis zu einer bestimmten Anzahl hörbarer Klicks zu drehen, um eine kleinere Menge Semaglutid zu entnehmen und einen Pen über mehrere Wochen zu strecken.[1]

    So funktionierte das Klick-Zählen am Dosierring

    Wegovy-Pens sind für feste Wochendosen zwischen 0,25 mg und 2,4 mg konstruiert und liefern normalerweise vier Injektionen für einen Behandlungsmonat. In Foren kursierten detaillierte Klick-Tabellen: Bei einem 2,4-mg-Pen sollten beispielsweise 16 Klicks ungefähr 0,5 mg ergeben, statt sich die volle, verschriebene Dosis zu spritzen. Dadurch reichte ein eigentlich vierwöchiger Pen für deutlich längere Zeit.

    Die Legende der goldenen 5. Dosis bei Mounjaro

    Beim Mounjaro-KwikPen etablierte sich ein anderer Trend: Anwender entdeckten, dass nach den vier vorgesehenen Injektionen noch eine technisch bedingte Restmenge Flüssigkeit im Pen übrig blieb, die als „goldene Dosis" oder „5. Dosis" bezeichnet wurde.

    Warum überhaupt Restflüssigkeit im Pen bleibt

    Die Überfüllung ist bei Injektions-Pens grundsätzlich normal: Sie dient dazu, das System vor der ersten Nutzung zu entlüften und Toleranzen bei der Injektion auszugleichen.[2] Ältere Mounjaro-Pens enthielten dabei rund 0,8 ml Restflüssigkeit – rechnerisch mehr als eine volle Dosis. Wer diesen Rest gewaltsam aus dem Pen holte oder mit einer Insulinspritze durch die Gummimembran zog, konnte so effektiv fünf statt vier Wochen aus einem Pen herausholen. Bei monatlichen Kosten zwischen 170 und über 300 Euro für Selbstzahler bedeutete das eine Ersparnis von rund 25 Prozent.

    Warum sind diese Tricks medizinisch problematisch?

    Weder der Klick-Trick noch die goldene Dosis sind für eine kontrollierte Selbstdosierung ausgelegt: Die tatsächlich entnommene Wirkstoffmenge ist in beiden Fällen nicht verlässlich messbar, was das Risiko einer Über- oder Unterdosierung erhöht.[2] Das gilt unabhängig davon, wie sorgfältig gezählt oder aufgezogen wird.

    Ungenaue Dosierung und Verunreinigungsrisiko

    Faktoren wie Drehkraft, Produktionscharge, Lagertemperatur und mechanischer Verschleiß des Dosierrings sorgen dafür, dass eine bestimmte Klickzahl nicht immer die gleiche Wirkstoffmenge freisetzt. Bei der Entnahme der Restflüssigkeit via Insulinspritze kommt zusätzlich das Risiko von Verunreinigungen und ungenauem Aufziehen hinzu, unter anderem durch kleine Luftbläschen am Kartuschenboden. Die Folge kann entweder eine zu geringe Wirkung mit zurückkehrendem Heißhunger sein oder eine unbeabsichtigte Überdosierung mit verstärkter Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall.

    Kurz gesagt: Ein Pen ist für eine feste Anzahl kontrollierter Dosen gebaut. Alles, was du zusätzlich herausholst, ist medizinisch nicht qualitätsgesichert – auch wenn es sich nach cleverem Sparen anfühlt.

    Stand heute, Juli 2026: Was hat sich wirklich geändert?

    Der überarbeitete Mounjaro KwikPen mit reduzierter Restmenge ist in Deutschland inzwischen in allen sechs Dosisstärken von 2,5 mg bis 15 mg im Umlauf. Die Umstellung, die Anfang 2026 zunächst parallel zum alten Pen startete, ist damit für Mounjaro faktisch abgeschlossen. Bei Wegovy läuft die Umstellung auf einen Einweg-Pen bereits – aber bislang nur in den USA. In Deutschland und der EU ist der Marktstart offiziell angekündigt, aber noch nicht erfolgt.

    Der neue Mounjaro KwikPen ist jetzt in allen Dosisstärken da

    Eli Lilly hat den KwikPen mit einem verlängerten Kolben ausgestattet, der nach der vierten regulären Dosis bündig am vorderen Ende der Glaskartusche abschließt.[3] Übrig bleibt nur noch ein kleiner technischer Puffer von etwa 0,3 ml, der beim vorschriftsmäßigen Entlüften vor jeder Injektion praktisch vollständig aufgebraucht wird.[4] Die Umstellung begann in Österreich bereits Ende 2025, in Deutschland folgte sie ab Januar 2026 zunächst parallel zum bisherigen Modell – Stand heute ist der neue Pen in allen Dosisstärken verfügbar. An Wirkstoff, Dosierschema und Anwendung selbst ändert sich dadurch nichts.

    Alter vs. neuer Mounjaro KwikPen im Vergleich

    Merkmal Alter Pen Neuer Pen
    Restmenge nach 4. Dosis ca. 0,8 ml ca. 0,3 ml, meist beim Entlüften verbraucht
    Kolben Stoppt vor dem Kartuschenende Verlängert, schließt bündig ab
    Verfügbarkeit in Deutschland Wird ausgelaufen Stand Juli 2026 in allen Dosisstärken erhältlich

    Wegovy HD und der Einweg-Trend: Stand nach Region unterschiedlich

    Mit der neuen, hochdosierten Variante Wegovy HD (7,2 mg Semaglutid) geht Novo Nordisk tatsächlich einen radikaleren Weg als Eli Lilly: Statt eines Mehrdosis-Pens mit Dosierring kommt hier ein Einweg-Pen (Single-Dose) zum Einsatz, bei dem ein Pen genau eine Injektion enthält und danach entsorgt wird.[5] Ein Dosierring zum Klicken existiert bei diesem Format schlichtweg nicht mehr, weil nichts mehr eingestellt werden muss.

    Wie weit die Umstellung schon ist, hängt aber stark vom Land ab. In den USA ist der Wegovy-HD-Einwegpen bereits seit April 2026 landesweit über Apotheken erhältlich.[5] In Großbritannien wird die 7,2-mg-Dosis aktuell noch über drei separate 2,4-mg-Injektionen pro Woche verabreicht, ein eigener Einwegpen wird dort erst für den Spätsommer 2026 erwartet.[6] Für die EU und damit auch für Deutschland hat der CHMP der Europäischen Arzneimittelagentur die Zulassung des Einwegpens im Mai 2026 positiv empfohlen, die Entscheidung der EU-Kommission und der eigentliche Marktstart stehen jedoch noch aus – Novo Nordisk selbst nennt das dritte Quartal 2026 als Zielmarke.[6] Stand heute ist der Wegovy-Einwegpen in Deutschland also angekündigt, aber noch nicht im Handel.

    Sicherheit oder Geschäftsinteresse?

    Geht es den Herstellern bei diesen Änderungen wirklich nur um deine Sicherheit, oder auch um ihren Umsatz? Die ehrliche Antwort ist: um beides zugleich.

    Zwei Motive, ein Effekt

    Haftungsrisiken durch Überdosierungen oder unsterile Entnahme mit fremden Spritzen sind für Konzerne ein reales finanzielles und reputatives Problem – die Produktsicherheit spielt also eine echte Rolle. Gleichzeitig bedeutet ein Pen, der über die vorgesehenen vier Wochen hinaus gestreckt wird, für den Hersteller entgangenen Umsatz. Beide Motive greifen hier ineinander: Für dich als Patient bleibt unterm Strich weniger Spielraum bei den Kosten, dafür aber auch weniger Unsicherheit bei der Dosierung.

    Was planen die Hersteller als Alternative?

    Für mehr Dosierflexibilität unter ärztlicher Aufsicht wurden von Novo Nordisk Durchstechflaschen für Wegovy in Aussicht gestellt, die eine individuelle, manuelle Entnahme mit einer herkömmlichen Spritze ermöglichen würden – allerdings ausschließlich unter ärztlicher Anleitung und nicht als DIY-Lösung für zu Hause.

    Durchstechflaschen und smarte Pens in Aussicht

    Daneben wird über Pens mit Bluetooth-Anbindung diskutiert, die die injizierte Menge direkt an eine Gesundheits-App übertragen sollen. Das würde in erster Linie der eigenen Therapietreue dienen, hätte aber auch einen klaren Überwachungsaspekt: Jede Abweichung von der vorgesehenen Dosis wäre digital erfassbar. Konkrete, verbindliche Markteinführungstermine für den deutschen Markt liegen dafür aktuell noch nicht vor.

    Was bedeutet das nun für dich im Alltag?

    Wenn du Wegovy oder Mounjaro nutzt oder mit der Therapie startest, solltest du dich auf die neue, deutlich manipulationssicherere Realität einstellen und dein Monatsbudget fest auf vier Wochen pro Pen ausrichten.

    Drei Dinge, die du jetzt wissen solltest

    • Die Dosierung bleibt in Arzthand: Wenn dich Nebenwirkungen zu Therapiebeginn belasten, sprich das offen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt an – es gibt legitime Wege zur schrittweisen Anpassung, die nicht auf Klick-Tricks basieren.
    • Die Kosten bleiben stabil, aber spürbar: Wegovy und Mounjaro kosten für Selbstzahler weiterhin zwischen ca. 170 und über 300 Euro im Monat, ohne die kostenlose fünfte Woche.
    • Traue keinem veralteten Trend: Klick-Tabellen und Bastel-Anleitungen aus sozialen Netzwerken sind mit dem neuen Pen-Design nicht nur wirkungslos, sondern bei gewaltsamen Öffnungsversuchen auch gefährlich.

    Häufige Fragen aus der Community

    Habe ich noch einen alten Mounjaro-Pen, kann ich den Rest trotzdem nutzen?

    Auch bei älteren Pens rät der Hersteller ausdrücklich davon ab, Restflüssigkeit zu entnehmen, da sie nie als eigene Dosis qualitätsgesichert war. Entsorge den Pen nach der vierten Injektion wie vorgesehen.

    Werden meine Therapiekosten durch den neuen Pen höher?

    Der Wirkstoffpreis selbst ändert sich nicht. Wenn du bislang mit der goldenen Dosis kalkuliert hast, entfällt aber die faktische Ersparnis der fünften Woche, wodurch sich deine tatsächlichen Monatskosten wieder auf den regulären Betrag normalisieren.

    Gilt die Umstellung auch für Ozempic oder Wegovy?

    Bislang betrifft die bestätigte Pen-Umstellung nur Mounjaro. Für Wegovy und Ozempic gibt es öffentlich noch keinen bestätigten, vergleichbaren Umstellungstermin – informiere dich dazu am besten direkt in deiner Apotheke.

    Quellenangaben

    1. Patienteninfo-Service (2026): Fachinformation Wegovy Injektionslösung im Fertigpen. Fachinformation auf Patienteninfo-Service
    2. ZAVA (2026): Goldene Dosis bei Mounjaro – Einordnung und Risiken. ZAVA-Ratgeber zur goldenen Dosis
    3. Patienteninfo-Service (Januar 2026): Fachinformation Mounjaro KwikPen, alle Dosisstärken. Fachinformation Mounjaro KwikPen
    4. Fachinfo.de (Januar 2026): Mounjaro Fachinformation, Stand Januar 2026. Fachinformation als PDF
    5. FDA / Novo Nordisk (März 2026): Zulassung und landesweite Verfügbarkeit von Wegovy HD als Einweg-Pen in den USA. FDA-Fachinformation Wegovy
    6. EMA (Mai 2026): CHMP-Empfehlung zur Zulassung des Wegovy 7,2 mg Einweg-Pens in der EU, Marktstart für das dritte Quartal 2026 angekündigt. Europäische Arzneimittelagentur

    Wenn dich das Thema Injektionstechnik und Dosierung grundsätzlich interessiert, lohnt sich auch ein Blick in unseren Vergleich, worin sich Wegovy und Mounjaro grundlegend unterscheiden, sowie in unseren Überblick, was du über die Abnehmspritze Mounjaro wissen musst. Wer sich fragt, welche Wegovy-Dosis grundsätzlich passt, findet dazu Hintergründe in unserem Artikel zur passenden Wegovy-Dosierung im individuellen Fall. Auch spannend: warum die Höchstdosis bei Wegovy und Mounjaro oft gar nicht nötig ist, und ein Blick auf die neu zugelassene 7,2-mg-Dosis von Wegovy. Falls dir eine Injektion doch einmal durch die Lappen geht, erklären wir außerdem, wie du bei einer vergessenen Mounjaro-Spritze richtig reagierst. Falls dich starke Übelkeit nach einer Injektion begleitet, findest du weitere Tipps in unserem Artikel zu Mounjaro Nebenwirkungen. Wer beim Dosieren lieber genau nachrechnet, statt zu klicken, kann außerdem unseren Klick-Rechner zur Injektionsdosis nutzen.

    Fazit: Der Klick-Trick bei Wegovy und die goldene 5. Dosis bei Mounjaro gehören der Vergangenheit an: Bei Mounjaro ist die Umstellung auf den manipulationssicheren Pen in Deutschland inzwischen in allen Dosisstärken abgeschlossen, bei Wegovy HD läuft sie in den USA bereits, für Deutschland steht der Marktstart des Einwegpens aber noch aus.

    Frage an die Community: Hast du schon einen der neuen Mounjaro-Pens in der Hand gehabt – und wie hat sich das für dich beim Entlüften und Injizieren angefühlt?

    Über den Autor

    Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums

    Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.

    Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.

    Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.

    MatzeForenleitung
    GLP-1 Injektionsstelle Vergleich – Bauch, Oberschenkel und Oberarm bei subkutaner Injektion

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    Antworten 22

    tomcat
    25. April 2026 um 14:41

    Matze Interessanter Artikel. Ich glaube nicht, das z.B. Mounjaro bei uns als Einmal-Pens (Autoinjektor-Pens) kommen werden. Falls doch, dann gibt es auch Möglichkeiten, an die kostbare Flüssigkeit zu gelangen (Nadel in Nadel-Methode). Wo ein Wille ist, gibt es einen Weg 😉

    Lianae
    25. April 2026 um 15:55

    Smarte Pens??? Sag mal, haben die sie noch alle?? Was ist denn das für ein Schwachsinn? Das sind intimste Einblicke in meine gesundheitlichen Daten, die ich denen mit Sicherheit nicht geben werde! Privatssphäre ist ein bekannter Begriff? Blöde Frage, denn offensichtlich nicht! Wollen die in Zukunft z.B. auch meine Einnahme von Paracetamol überwachen und unverschlüsselt meinem Hausarzt oder noch besser, dem Gesundheitsamt übermitteln, wenn ich leicht von der empfohlenen Dosierung abweiche?

    Sorry, aber in meinem ganzen Leben werde ich sicher nie ein Smartphone mit Medikamentenverpackungen o.ä. synchronisieren. Meines Wissens nach gibt es in Deutschland auch noch keine gesetzliche Pflicht ein Smartphone oder überhaupt Internetanschluss zu besitzen und ich hoffe auch nicht, dass ich diese Pflicht noch erleben werde und ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Europa erlaubt ist, Menschen ohne Smartphone von Medikamenten und gesundheitlicher Versorgung auszuschließen? Und Mounjaro und co sind ja nicht nur "unnötige Lifestyle-Behandlungen", sondern durchaus wichtige Medikamente. Ich habe in meiner Familie selbst einen DT2 der kein Smartphone besitzt und seit kurzem GLP-1 dafür auf Rezept erhält.

    Ok, und bevor ich mich jetzt weiter in Rage schreibe, hast du einen seriösen Link zu dieser Überlegung der smarten Pens?

    Ansonsten diese 1x-Vials gab es zumindest bei Mounjaro schon in der Anfangszeit. Den Pen gibt es meines Wissens nach erst seit Mitte 2024 oder so. Fanden damals auch einige, die sich gerade an die Vials gewöhnt hatten, nicht so toll. Aber ich glaube, der Mehrdosenpen war da auch bereits eine Einsparungsmaßnahme. Wenn man aus diesen Vials da x mL mit Insulinspritzen (?)rausziehen will muss ja auch ein ziemlich großer Überstand da sein. Insbesondere auch wenn man Laien diese Flüssigkeit in die Hand drückt, die keine Erfahrung haben in genauem pipettieren und mit Sicherheit auch keine Zentrifuge daheim haben. Aber selbst Profis mit vorhandener Zentrifuge kannst du offensichtlich kein Vial mit exakt x mL hinstellen und sie dann beauftragen, exakt diese x mL da rauszuziehen. Das ist physikalisch nicht möglich. Da müssen immer x + y mL drin sein. Bei 1x Gefäßen dann logischerweise mal 4. Mit den mehrdosenpens inklusive goldener Dosis dürfte man schon viel Flüssigkeit gespart haben. Gleichzeitig werden in der Anfangszeit noch die wenigsten auf die Idee gekommen sein, mit den Dosen und "klicken" rumzuspielen, wie das jetzt heute Realität ist. Da werden die meisten noch brav nach nach Vorgabe gespritzt und nach 4 Wochen auf die vorgesehen Dosis erhöht haben.

    Sowas ergibt sich ja erst nach und nach.
    Wenn ich mir vorstelle, ich wäre eine der Pioniere was Mounjaro angeht, mit nahezu gar keinen Erfahrungsberichten im Internet, geschweige denn mit aktiven Communities die sich den ganzen Tag über die wirksamste Dosis, klicken, Dosissplittung usw. unterhalten, würde ich mich mit Sicherheit auch noch strikt an die Gebrauchsanweisung halten.

    Und in den neuen Pens müssen doch auch noch irgendwelche Reste drin sein? Nur halt deutlich weniger als eine ganze Dosis. Ansonsten ließe sich ja nicht mal mehr entlüften?

    Karoma
    25. April 2026 um 16:14

    Schönen Nachmittag,


    Dann schauen wir Mal was so alles auf und zukommt.

    Wenn ich das so lese, bin ich froh, dass ich den Großteil meines Ziels erreicht habe.

    Ich verstehe beide Seiten....die Konsumenten und die Hersteller. Ich bin mir aber selber am nächsten und möchte natürlich auch sparen. Es bleibt ja nicht nur beim Medikament. Ich gebe z.b . Auch Geld für Nahrungsergänzungsmittel aus und finde, dass es mir gut tut.

    Ich wünsche euch einen schönen Nachmittag!


    Lg

    Lianae
    25. April 2026 um 16:42

    Ich kann den Hersteller ebenfalls verstehen, so ist das nicht. Andererseits ist die Frage, ob es nicht auch deutlich weniger Käufer geben wird, wenn es irgendwann mal unmöglich sein sollte, Geld zu sparen...

    Es gibt ja bereits jetzt schon verständlicherweise viele Menschen die sich das Zeug nicht leisten können. Und die Menschen werden nicht wohlhabender, falls irgendwann die Möglichkeit des "streckens" komplett wegfallen würde. Das kann sich dann halt wahrscheinlich nicht mehr jeder leisten, der es sich derzeit leisten kann. Da wünsche ich dem Hersteller glatt, dass er die geringeren Verkaufszahlen dann in der eigenen Tasche spürt und feststellt, dass er an einem langen Hebel, aber nicht am unendlich langen Hebel sitzt. Unendlich teuer ist für den Hersteller eine attraktiv klingende Vorstellung, wird in der Realität aber für ihn hoffentlich nicht ausgehen. Insbesondere weil man halt auch noch zusätzlich feststellen muss, dass es zwar sehr viele adipöse Menschen gibt, aber es trotzdem nicht gleichmäßig über die Bevölkerungsschichten (in Deutschland zumindest... in anderen hochentwickelten Ländern anders?) verteilt ist. In der Unterschicht gibt es viel mehr adipöse Menschen als in der Oberschicht. Wäre Mounjaro ein teurer Wein, und Wein wird halt eher in der Oberschicht als in der Unterschicht getrunken, könnten sie es wahrscheinlich wirklich fast unendlich teuer machen, bis die Verkaufszahlen deutlich zurückgingen 😂.

    Ansonsten mache ich persönlich mir auch weniger um die Abnahme Gedanken (ich hoffe, dass ich mit meinem derzeit benutzen Pen vielleicht sogar mein unterstes Zielgewicht erreichen könnte) als um die Haltephase. Vor der habe ich nämlich wesentlich mehr Respekt und ich rechne leider überhaupt nicht damit mit erreichen meines Zielgewichts Mounjaro sofort ausschleichen zu können und fertig. Eher das Gegenteil, leider. Ich denke, in der Haltephase werde ich es erst recht brauchen, womöglich auch in höherer Dosis und wahrscheinlich auch ein paar Jährchen. Aber innerhalb der nächsten 12 Monate gibt es hoffentlich noch etwas mehr Konkurrenz und dadurch wird sich der Preis wohl auch automatisch verringern. Irgendwann wird MJ nicht mehr der "Goldstandard" sein und zusätzlich werden sie Tabletten hoffentlich nicht chippen, um mich dann zu beschimpfen, wenn ich von der Dosierung abweiche.

    Matze
    25. April 2026 um 17:20

    Novo Nordisk ist momentan noch unbestritten der Weltmarktführer bei GLP-1-Medikamenten wie Ozempic oder Wegovy. Trotz dieser Vorreiterrolle werden GLP-1-Präparate aktuell noch ausschließlich über einfache Fertigpens verabreicht – ohne Tracking, ohne App-Anbindung.

    Wer denkt, Novo Nordisk stehe beim Thema Smart Pens für GLP-1 noch am Anfang, übersieht jedoch einen entscheidenden Fakt. Die Technologie existiert bereits. Mit Mallya, einem FDA-zugelassenen Smart-Cap, den Novo Nordisk durch die Übernahme von Biocorp ins Portfolio geholt hat, lässt sich per Bluetooth Injektionsdaten direkt an eine Smartphone-App übertragen, und zwar sowohl für Insulin als auch für GLP-1. Erste Markteinführungen laufen bereits. Ergänzend dazu hat Novo Nordisk mit dem NovoPen 6 und dem NovoPen Echo Plus seit Jahren Smart-Pen-Technologie mit NFC und App-Integration im Einsatz, bisher nur für Insulin, aber die Expertise ist vorhanden.

    Dass ein vollständig integrierter Smart-GLP-1-Pen noch auf sich warten lässt, hat nachvollziehbare Gründe. GLP-1 erfordert keine Dosisberechnungen, keine Kohlenhydratschätzung und birgt keine akute Unterzuckerungsgefahr. Die heutigen Einweg-Pens sind günstig, zuverlässig und reichen für die meisten Anwender völlig aus.

    Strategisch spricht jedoch viel für den nächsten Schritt, lückenlose Daten für Arztgespräche, bessere Therapieadhärenz und besonders relevant, ein einheitliches digitales Ökosystem für Patienten, die GLP-1 und Insulin kombinieren. Die Infrastruktur steht, die Technologie ist erprobt. Was fehlt, ist der globale Rollout.

    Konkrete Ankündigungen oder verlässliche Quellen, die einen festen Zeitplan für die breite Einführung smarter GLP-1-Pens nennen, gibt es derzeit nicht. Die obige Einschätzung ist eine strategische Weiterdenke auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen – keine gesicherte Prognose.

    Es ist keine Frage des „Ob" – sondern nur noch des „Wann".

    Lianae
    25. April 2026 um 17:43

    "Ob" ist v.a. auch, ob das dann verpflichtend ist. Also ob z.B. auch Menschen ohne Smartphone dann wirklich von wichtigen Medikamenten ausgeschlossen werden, oder ob man diesen Quatsch auch einfach ausstellen kann und das Medikament trotzdem nutzen kann.

    Und nochmal ganz unabhängig von jeglichem Datenschutz: sowas wird die Kosten für den Hersteller ja ebenfalls drastisch in die Höhe treiben. So eine App entwickelt sich nicht von alleine und gerade bei so sensiblen Daten muss da viel Geld in die Sicherheit gesteckt werden, ein Pen mit Bluetooth braucht ebenfalls die technischen Anbindungen. Lohnt sich das für den Hersteller von einem Medikament, dass vermutlich auch in Zukunft nicht großflächig und dauerhaft von der GKV übernommen wird, wirklich? Also ich hoffe, dass er sich damit selbst mehr schadet als nutzt, weil es entsprechend weniger Käufer gibt, durch massiv höhere Preise und bei ein paar Menschen zusätzlich noch Datenschutzbedenken.

    Bei Insulin wird es vermutlich von der Krankenkasse übernommen, auch wenn es mich auch hier dann wundert. Normalerweise beschwert die sich über jede Kleinigkeit das sie bezahlen soll, zahlt nicht einmal mehr notwendige Brillen und vieles andere und für so ein Schmarren mit Datenschutzbedenken, was jeder auch völlig problemlos selbst notieren kann, gibt sie dann so viel Geld aus, dass sich das für den Hersteller lohnt?

    Matze
    26. April 2026 um 07:24

    UPDATE:

    So wie es aussieht sind es wohl doch erstmal nur die neuen Pens betreffen mit der hohen Dosis von Wegovy. Hier wird meistens nur der 7,2mg genannt.
    Dann hoffen wir mal das es auch so bleibt.

    Karin Vogt
    26. April 2026 um 07:38

    Da fällt mir gerade ein Stein vom Herzen. Vielen anderen bestimmt auch. Denn ansonsten wird es finanziell knapp. Mein Arzt unterstützt Klicken und der Diabetologe meines Mannes auch.

    Netti
    26. April 2026 um 11:13

    Na ein Glück. Hab grad mit klicken angefangen, in erster Linie, weil ich nicht auf die volle nächste Dosis hoch wollte. Aber natürlich ist der finanzielle Aspekt auch wichtig.

    Karin Vogt
    26. April 2026 um 14:16

    Stimmt. Die individuell Erhöhung der Dosis wäre dann auch hinfällig

    Diskutiere mit! 12 weitere Antworten

    Über diesen Artikel

    Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und dem Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen. Sie ersetzen keinesfalls die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und stellen keine medizinische Diagnose, Therapieempfehlung oder Dosierungsanleitung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden, Fragen zur Dosierung oder Veränderungen deiner Therapie konsultiere ausschließlich fachkundiges medizinisches Personal.

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