• Anmelden
  • Registrieren
  •  Stil ändern
  • Suche
News
  • Alles
  • News
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Erweiterte Suche
  1. Start
    1. Über uns
    2. Über mich
  2. Forum
  3. Artikel
  4. Lexikon
  5. Tools
    1. Klick-Rechner
    2. Kalorienrechner
    3. KFA Rechner
    4. Trinkmenge
  6. News
  7. FAQ
  8. Unterstützung
  1. GLP-1 Forum: Erfahrungen mit Ozempic, Wegovy & Mounjaro
  2. GLP-1 Artikel & News – Ozempic, Wegovy, Mounjaro Erfahrungen
  3. News
  • Mounjaro auf Kassenkosten: Gericht lehnt Kostenübernahme auch bei PCOS ab – was das Urteil bedeutet

    • Matze
    • 11. Mai 2026 um 22:32
    • 481 Mal gelesen
    • 21 Antworten
    • Zuletzt aktualisiert: 8. Juni 2026 um 07:33
    Mounjaro Kostenübernahme verweigert – Urteil zur GKV-Erstattung von Tirzepatid
    Wer in Deutschland gesetzlich versichert ist und hofft, die Kosten für Mounjaro erstattet zu bekommen, wird von einem aktuellen Gerichtsurteil hart auf den Boden geholt. Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat im April 2026 entschieden, dass Tirzepatid außerhalb der Zulassung als Lifestyle-Medikament gilt – und die GKV schlicht nicht zahlen muss. Was das konkret für Betroffene mit Adipositas, PCOS oder anderen Erkrankungen bedeutet und welche Wege es trotzdem gibt, erfährst du hier.
    Lesezeit: 8 Minuten

    🔄 Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 – Rechtlicher Stand und Urteilsinhalte auf Basis des LSG-Beschlusses vom 28. April 2026 geprüft; Quellenstand aktuell.

    Die Frage, ob die Krankenkasse Mounjaro zahlt, beschäftigt gerade Tausende GLP-1-Nutzende in Deutschland – und ein aktuelles Urteil des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen gibt darauf eine klare, wenn auch bittere Antwort. Das Gericht bestätigte im April 2026, dass Tirzepatid außerhalb der zugelassenen Diagnosen als Lifestyle-Medikament gilt und von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht erstattet werden muss.

    📌 Auf einen Blick

    • Das LSG Niedersachsen-Bremen hat am 28.04.2026 entschieden: GKV muss Mounjaro bei PCOS und Adipositas nicht zahlen (Az. L 16 KR 161/26 B ER).
    • Gesetzliche Grundlage: § 34 Abs. 1 Satz 7 SGB V schließt Lifestyle-Arzneimittel – darunter Mittel zur Gewichtsreduktion – grundsätzlich aus dem GKV-Leistungskatalog aus.
    • Erstattung möglich nur bei nachgewiesenem Typ-2-Diabetes.
    • Off-Label-Use und Einzelfallprüfung: aktuell rechtlich nicht durchsetzbar.
    • Monatliche Kosten für Selbstzahlende: mehrere Hundert Euro.
    📋 Inhaltsverzeichnis ▲
    1. Was ist Mounjaro – und warum ist es so begehrt?
    2. Der Fall aus Niedersachsen: Junge Frau, PCOS und ein Gericht
    3. Das Urteil im Detail: Warum die Kasse recht bekommt
    4. Die rechtliche Grundlage: § 34 SGB V und der Lifestyle-Ausschluss
    5. Was das Urteil für dich bedeutet – und was du tun kannst
    6. FAQ aus der Community
    7. Quellenangaben

    Was ist Mounjaro – und warum ist es so begehrt?

    Mounjaro ist der Markenname für den Wirkstoff Tirzepatid, entwickelt vom US-Pharmaunternehmen Eli Lilly. Das Besondere: Tirzepatid aktiviert im Körper nicht einen, sondern gleich zwei Botenstoffe – GLP-1 (Glucagon-like Peptid-1) und GIP (glucoseabhängiges insulinotropes Polypeptid). Beide Signalwege dämpfen zusammen den Hunger, verlangsamen die Magenentleerung und verbessern das Sättigungsgefühl. Das Ergebnis in der Praxis ist für viele verblüffend: Menschen, die jahrelang mit ihrem Gewicht gekämpft haben, berichten von einer Stille im Kopf – dem sogenannten Food Noise hört auf.

    Welche Gewichtsreduktion ist in Studien belegt?

    In der SURMOUNT-1-Studie, veröffentlicht 2022 im New England Journal of Medicine, verloren Teilnehmende ohne Typ-2-Diabetes bei der höchsten Tirzepatid-Dosis im Schnitt bis zu 22,5 Prozent ihres Körpergewichts.[1] Das sind Ergebnisse, die bislang nur bariatrischen Operationen vorbehalten waren – und die erklären, warum das Interesse an diesem Medikament so enorm ist.

    In Deutschland ist Mounjaro aktuell für zwei Diagnosen offiziell zugelassen: Typ-2-Diabetes mellitus (seit September 2022) und Adipositas bzw. Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen (seit Dezember 2023). Nur wer eine dieser Diagnosen hat, kann überhaupt eine Kostenübernahme bei der gesetzlichen Krankenkasse beantragen. Und selbst dann, wie das aktuelle Urteil zeigt, ist längst nicht alles geregelt.

    Wichtig zu verstehen

    Zugelassen für eine Erkrankung zu sein bedeutet nicht automatisch, dass die Kasse zahlt. Bei Adipositas ohne Typ-2-Diabetes gilt Tirzepatid trotz Zulassung als Lifestyle-Arzneimittel und ist vom GKV-Leistungskatalog ausgeschlossen. Das ist keine Entscheidung der Krankenkasse – das ist Gesetz.

    Der Fall aus Niedersachsen: Junge Frau, PCOS und ein Gericht

    Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine 24-jährige Frau aus Niedersachsen, die an einem Polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leidet – einer der häufigsten Hormonstörungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. PCOS geht häufig mit Zysten an den Eierstöcken, Zyklusstörungen, erhöhten männlichen Hormonen (Androgenen, Fachbegriff: Hyperandrogenämie) und starkem Übergewicht einher. Das Tückische an PCOS: Das Übergewicht ist oft nicht einfach eine Frage der Willenskraft oder Ernährung, sondern direkt mit der hormonellen Dysregulation verknüpft.

    Zwei Ärztinnen befürworteten Mounjaro – die Kasse lehnte trotzdem ab

    Die behandelnde Gynäkologin sprach sich im Oktober 2025 schriftlich für den Einsatz von Mounjaro aus, da alle bisherigen Medikamente keinen ausreichenden Erfolg gezeigt hatten. Eine Fachärztin für Allgemeinmedizin bestätigte in einem gesonderten Attest: Eine Gewichtsreduktion durch Tirzepatid könne die PCOS-Symptome spürbar lindern und möglicherweise den erhöhten Androgenspiegel verbessern.

    Die Krankenkasse lehnte trotzdem ab. Begründung: Mounjaro sei für PCOS nicht zugelassen. In diesem Einsatzgebiet gelte es als sogenanntes Lifestyle-Medikament – ein Mittel, das der persönlichen Lebensgestaltung diene und keine medizinisch notwendige Behandlung im Sinne des Gesetzes sei. Die junge Frau legte Widerspruch ein, scheiterte beim Sozialgericht Oldenburg in erster Instanz und zog weiter ans Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen in Celle.[2]

    Auch das Argument der Ungleichbehandlung zog nicht

    Die Klägerin brachte ein Argument vor, das viele in der Community kennen und nachvollziehen können: Wer sich Mounjaro privat leisten kann, profitiert gesundheitlich – wer auf die gesetzliche Kasse angewiesen ist, geht leer aus. Das sei eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung. Das Gericht ließ dieses Argument nicht gelten. Der Gesetzgeber habe ein weites Ermessen bei der Abgrenzung zwischen dem Leistungskatalog der GKV und der Eigenverantwortung der Versicherten. Die Kassen müssten nicht alles leisten, was für die Gesundheit verfügbar und sinnvoll ist.[2]

    Das Urteil im Detail: Warum die Kasse recht bekommt

    Das LSG Niedersachsen-Bremen bestätigte die Entscheidung der Vorinstanz in vollem Umfang (Beschluss vom 28.04.2026, Az. L 16 KR 161/26 B ER). Die Begründung ist klar strukturiert und lässt wenig Spielraum.

    Keine Zulassung – kein Anspruch: Das Prinzip der abschließenden Regelung

    Tirzepatid ist schlicht nicht zur Behandlung von Hormonstörungen wie PCOS zugelassen. Die gesetzlichen Regelungen zur GKV-Leistungspflicht sind nach Ansicht des Gerichts abschließend – es gibt keinen Raum für eine Einzelfallprüfung, auch wenn behandelnde Ärztinnen und Ärzte das Mittel ausdrücklich befürworten. Eine arzneimittelrechtliche Zulassung dürfe nicht durch eine großzügige Auslegung von Versorgungsansprüchen umgangen werden.[2]

    Off-Label-Use: Warum ein Attest allein nicht reicht

    Der sogenannte Off-Label-Use – also der gezielte Einsatz eines Medikaments außerhalb seiner zugelassenen Anwendungsgebiete auf Kassenkosten – ist an strenge Voraussetzungen geknüpft. Dazu gehört unter anderem, dass keine zugelassene Therapiealternative existiert und dass belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die auf einen Nutzen in dem nicht-zugelassenen Anwendungsgebiet schließen lassen. Ein ärztliches Attest allein erfüllt diese Hürde nicht.

    Keine Notstandsbehandlung bei PCOS

    Das Gericht prüfte auch, ob eine sogenannte Notstandsbehandlung in Frage kommt – ein eng gefasstes Ausnahmeinstrument, das nur bei schwerwiegenden, unmittelbar lebensbedrohlichen Zuständen greift. PCOS fällt nach Einschätzung des Gerichts nicht darunter: Die Erkrankung sei seit Jahren chronifiziert, eine akute Verschlechterung sei nicht erkennbar. Das Gericht stellt klar, dass es nicht genügt, wenn eine Erkrankung unbehandelt langfristig zum Tode führen könnte – denn das gelte für nahezu jede schwere chronische Erkrankung ohne therapeutische Einwirkung.[2]

    ⚠️ Das Urteil hat Signalwirkung

    Es ist kein Einzelfall. Das LSG Baden-Württemberg hatte bereits Anfang 2026 einem Mann mit einem BMI über 40 die Kostenübernahme verweigert – trotz bereits erzielter Gewichtsreduktion und ärztlicher Befürwortung. Auch das Sozialgericht Darmstadt entschied 2025 entsprechend. Die Gerichte folgen einer einheitlichen Linie.

    Die rechtliche Grundlage: § 34 SGB V und der Lifestyle-Ausschluss

    Das Urteil stützt sich auf eine eindeutige gesetzliche Regelung: § 34 Abs. 1 Satz 7 SGB V schließt Arzneimittel, die überwiegend der Gewichtsreduktion oder der Zügelung des Appetits dienen, grundsätzlich vom Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Dieser Ausschluss wurde bereits 2004 – lange vor dem GLP-1-Boom – in das Gesetz eingefügt. Er gilt unabhängig davon, ob Adipositas als behandlungsbedürftige Krankheit anerkannt ist oder nicht.[3]

    G-BA: Wegovy und Mounjaro explizit als Lifestyle-Mittel gelistet

    Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das oberste Beschlussgremium im deutschen Gesundheitswesen, hat diese gesetzliche Lage 2024 formal umgesetzt: Wegovy (Semaglutid) wurde ausdrücklich in die Anlage II der Arzneimittel-Richtlinie aufgenommen – die Liste der sogenannten Lifestyle-Arzneimittel, die zulasten der GKV nicht verordnet werden dürfen.[4] Für Mounjaro gilt dasselbe Prinzip, da auch Tirzepatid in Anlage II der Arzneimittel-Richtlinie explizit aufgeführt ist.

    Ausnahme: Wenn Mounjaro wegen Typ-2-Diabetes verschrieben wird

    Der Ausschluss gilt nur für den Einsatz zur Gewichtsreduktion. Bei Typ-2-Diabetes mellitus ist Tirzepatid zugelassen und grundsätzlich verordnungsfähig – die Kasse übernimmt dann die Kosten nach den üblichen Regelungen. Wer also beides hat – Adipositas und Typ-2-Diabetes –, hat bessere Chancen auf Erstattung. Wer „nur" Adipositas hat, ohne Diabetes-Diagnose, steht vor einer Wand.

    Politische Debatte: Andere Länder machen es anders

    Ein Blick ins Ausland zeigt, dass das keine Naturgesetzlichkeit ist. In Großbritannien erstattet der NHS das verwandte Präparat Wegovy unter bestimmten Bedingungen bereits seit 2023. In Deutschland hat eine solche Öffnung bislang keine politische Mehrheit gefunden. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung, dass Abnehmmedikamente auch künftig nicht von den Krankenkassen erstattet werden sollen.[5] Eli Lilly hatte öffentlich von einem „guten Dialog mit der Bundesregierung" gesprochen – ein konkretes Ergebnis ist bislang ausgeblieben.


    Was das Urteil für dich bedeutet – und was du tun kannst

    Wenn du gesetzlich versichert bist und Mounjaro verschrieben bekommen hast oder dir eine Kostenübernahme erhoffst, ist die aktuelle Rechtslage eindeutig. Das klingt frustrierend – und das ist es auch. Aber es gibt ein paar Dinge, die du wissen solltest.

    Wann zahlt die Kasse – und wann nicht?

    Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Mounjaro aktuell nur bei nachgewiesenem Typ-2-Diabetes mellitus, wenn alle Verordnungsvoraussetzungen erfüllt sind. Bei Adipositas allein, bei PCOS, bei Insulinresistenz ohne manifesten Diabetes oder anderen Erkrankungen, bei denen Tirzepatid medizinisch sinnvoll wäre, wird die Kostenübernahme abgelehnt – und Gerichte bestätigen diese Praxis derzeit einheitlich. Ein Anspruch auf eine Einzelfallprüfung besteht nach aktuellem Recht nicht.[2]

    Was kannst du konkret tun?

    • Widerspruch einlegen: Auch wenn die Erfolgsaussichten gering sind, kostet ein Widerspruch nichts. Lass dir von deiner Ärztin oder deinem Arzt eine ausführliche medizinische Begründung ausstellen. Je detaillierter die Dokumentation der Vorbehandlungen und des medizinischen Bedarfs, desto besser.
    • Komorbidiäten prüfen lassen: Wenn du neben Adipositas an Typ-2-Diabetes, einer gestörten Nüchternglukose oder anderen metabolischen Erkrankungen leidest, kann sich die Situation ändern. Lass deine Diagnosen sorgfältig prüfen.
    • Fachanwalt für Sozialrecht: In schweren Fällen mit zusätzlichen Begleiterkrankungen lohnt es sich, eine anwaltliche Einschätzung einzuholen. Kostenlose Erstberatungen gibt es über Sozialverbände wie VdK oder SoVD.
    • Selektivverträge prüfen: Manche Krankenkassen bieten im Rahmen von Disease-Management-Programmen oder Selektivverträgen erweiterte Leistungen an. Frag direkt bei deiner Kasse nach, ob es spezielle Programme für Adipositas gibt.
    • Politisch aktiv werden: Der § 34 SGB V ist keine unabänderliche Naturgewalt – er kann geändert werden. Petitionen von Patientenorganisationen wie dem Adipositas Verband Deutschland fordern genau das: die Streichung des Lifestyle-Paragrafen für evidenzbasierte Adipositastherapien.

    Erfahrung aus der Community

    Ich kenne das Gefühl. Man kämpft jahrelang mit dem Gewicht, findet endlich ein Medikament, das wirklich hilft – und dann sagt einem das System: „Das ist Lifestyle." Das ist nicht nur frustrierend, es ist auch medizinisch fragwürdig. Adipositas ist eine anerkannte, chronische Erkrankung mit lebensgefährlichen Folgen. Aber das Gesetz unterscheidet das nicht. Was bleibt: Widerspruch, Geduld und politischer Druck.

    Kosten als Selbstzahler: Was du einkalkulieren musst

    Wer Mounjaro ohne Kassenerstattung nutzt, zahlt je nach Apotheke und Dosierung mehrere Hundert Euro pro Monat. Bei der Einstiegsdosis (2,5 mg) liegt der Preis aktuell bei rund 170 bis 200 Euro für vier Fertigpens (Monatsvorrat), bei höheren Dosen entsprechend mehr. Das ist für viele Menschen auf Dauer schlicht nicht leistbar. Wer überlegt, wie er die Kosten stemmen kann, findet im Forum erfahrungsbasierte Tipps zu Preisvergleichen, Importapotheken und anderen Optionen.


    FAQ aus der Community

    „Meine Ärztin hat Mounjaro verschrieben – muss die Kasse dann nicht zahlen?"

    Leider nein. Eine ärztliche Verschreibung oder ein Befürwortungsattest allein begründet keinen Anspruch auf Kostenübernahme. Entscheidend ist die Diagnose, für die das Medikament eingesetzt wird – und ob diese Diagnose im zugelassenen Anwendungsgebiet liegt. Nur bei Typ-2-Diabetes übernimmt die GKV die Kosten.

    „Ich habe Adipositas Grad III – ist das kein Ausnahmefall?"

    Nach aktueller Rechtsprechung nein. Auch ein BMI weit über 40 reicht nicht aus, solange kein Typ-2-Diabetes vorliegt. Selbst wenn ein Gericht die gesundheitlichen Folgen anerkennt – der gesetzliche Ausschluss nach § 34 SGB V überschreibt das. Das LSG Baden-Württemberg hat das Anfang 2026 in einem ähnlichen Fall bestätigt.

    „Lohnt sich ein Eilantrag beim Gericht überhaupt?"

    In der aktuellen Rechtslage kaum. Eilanträge setzen eine besondere Dringlichkeit voraus – und Gerichte sehen diese bei chronischen Erkrankungen wie Adipositas oder PCOS nicht als gegeben an, solange keine unmittelbare Lebensgefahr besteht. Ein reguläres Widerspruchs- und Klageverfahren kann mehr Spielraum bieten, ist aber ebenfalls mit wenig Erfolgsaussicht verbunden. Ein Sozialrechtsanwalt kann das im Einzelfall besser einschätzen.


    Quellenangaben

    1. Jastreboff, A. M. et al. (2022): Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity (SURMOUNT-1). New England Journal of Medicine. DOI: 10.1056/NEJMoa2206038
    2. Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 28.04.2026, Az. L 16 KR 161/26 B ER – Mounjaro (Tirzepatid) als Lifestyle-Medikament außerhalb der Zulassung nicht erstattungsfähig. urteile.news
    3. § 34 Abs. 1 Satz 7 SGB V – Ausschluss von Lifestyle-Arzneimitteln aus dem GKV-Leistungskatalog. dejure.org – Gesetzestext SGB V
    4. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Pressemitteilung vom 21. März 2024 – G-BA vollzieht gesetzlichen Verordnungsausschluss für Wegovy® nach und listet Semaglutid in Anlage II (Lifestyle-Arzneimittel) der Arzneimittel-Richtlinie. G-BA
    5. Pharmazeutische Zeitung (2026): Bundesgesundheitsministerium bestätigt – Übergewichtige sollen Abnehmmedikamente weiterhin selbst zahlen. Pharmazeutische Zeitung

    💬 Fazit und Community-Frage

    Das Urteil des LSG Niedersachsen-Bremen ist unmissverständlich: Mounjaro bleibt für GKV-Versicherte in Deutschland Privatsache – solange kein Typ-2-Diabetes vorliegt. Für Menschen mit PCOS, Adipositas ohne Diabetes oder anderen Erkrankungen, bei denen Tirzepatid medizinisch sinnvoll wäre, bedeutet das: Hunderte Euro pro Monat aus eigener Tasche oder hoffen, dass der politische Druck irgendwann groß genug wird, um den § 34 SGB V zu ändern. Wann das passiert – wenn überhaupt – ist offen.

    Und jetzt interessiert mich eure Erfahrung: Habt ihr einen Antrag auf Kostenübernahme gestellt – und wie ist eure Kasse damit umgegangen? Habt ihr Widerspruch eingelegt? Schreibt es in die Kommentare, das hilft anderen in der gleichen Situation enorm.

    • Mounjaro Krankenkasse
    • Tirzepatid Kostenübernahme
    • Abnehmspritze GKV
    • Landessozialgericht Niedersach
    • PCOS Behandlung Kasse
    • Lifestyle-Medikament Urteil
    • Off-Label-Use GKV
    • Wegovy Erstattung
    • GKV Leistungskatalog Abnehmspr

    Über den Autor

    Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums

    Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.

    Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.

    Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.

    Matze Forenleitung

    Vorheriger Artikel Survodutide 2026: Der Wirkstoff mit Doppelwirkung liefert seine ersten großen Beweise

    Nächster Artikel Von der Spritze zur Pille: Wie viel Gewicht nimmst du beim Wechsel zu Foundayo wieder zu?

    Antworten 21

    Speedqueen
    12. Mai 2026 um 08:14

    Sollten wir uns hier vllt mal überlegen, was wir dagegen tun könnten?

    Ich finde diesen Widerspruch unerträglich, dass Adipositas eine anerkannte Erkrankung ist, dass die Medikamente ausdrücklich zur Behandlung zugelassen sind, dass wir ein so wirksames Medikament aber dennoch selbst zahlen sollen? Wie kann sowas denn sein?

    Es muss doch auch eine Lobby geben, die unsere Interessen vertritt, und falls nicht, wird es nicht Zeit, uns zu organisieren?

    Matze
    12. Mai 2026 um 09:06

    Einige Adipositas Verbände haben dagegen schon klage eingereicht. Es gab auch schon eine Petition das die Regierung dieses Gesetz kippt, aber bisher habe ich dazu noch nichts gehört.

    Speedqueen
    12. Mai 2026 um 09:11

    Naja an die Wirksamkeit von Petitionen glaube ich nur bedingt, das bringt in den meisten Fällen leider nix 😒

    Die Interventionen von Adipositasverbänden klingt da schon sinnvoller, aber vmtl müsste eine größere Lobby sich durch alle Instanzen klagen, was Zeit und vor allem Geld kosten würde.

    Dennoch finde ich, sollte die aktuelle Einstufung nicht hingenommen werden, zumal die Studienlage eindeutig die Wirksamkeit und Nutzen auf so vielen Ebenen belegt 😏

    Lianae
    12. Mai 2026 um 12:58

    Also auf EU-Ebene bringen die offiziellen Petitionen sehr viel, wenn sie denn entsprechend viele Stimmen erhalten (z.B. dass die Deckel jetzt nicht mehr von selbst von den Flaschen abgehen, sondern verbunden bleiben, ihr wisst bestimmt was ich meine, war eine EU-Petition mit sehr vielen Unterstützern und wurde daher umgesetzt), aber das hier ist ja kein EU-Problem.
    Ehrlich gesagt glaube ich auch ohnehin nicht, dass die Petition viele Stimmen bekommen würde. Die GKV spart vorne und hinten, das bekommt jedes Kind mit, und die Spritzen haben halt immer noch einen sehr schlechten Ruf in der breiten Bevölkerung. Ein Großteil der normalgewichtigen würde sagen: wieso soll ich ein schweineteures Medikament für Leute mitzahlen, die einfach nur zu faul sind, im Kino auf das Popcorn zu verzichten und die Treppe statt den Aufzug zu nehmen.
    Und auch wenn ich die Meinung nicht teile, so kann ich die Ansicht ein Stück weit verstehen. Wäre ich mein Leben lang normalgewichtig gewesen, würde dann aber stattdessen mitkriegen, was die GKV ebenfalls so alles mögliche nicht zahlt, würde ich wahrscheinlich auch nicht für unterschreiben.

    Was mich allerdings wirklich stört ist, dass die GKV immer noch OPs bezahlt und manche Ärzte das auch immer noch für den absoluten Goldstandard halten, aber die Abnehmspritze bei BMI über 40 wird verwehrt. Da gibt es für mich keine sinnvolle Erklärung für. Die Abnehmspritze wird immer noch mit reiner Faulheit mal die Treppe zu nehmen gleichgesetzt, aber bei OP ist das Verständnis in der Gesellschaft irgendwie viel größer, habe ich den Eindruck. Ich bin ja ehrlich gesagt überzeugt davon, dass auf lange Sicht Medikamente OPs weitestgehend überflüssig machen werden. Für mich erscheinen, im Licht der Medikamente (und wir sind ja erst am Anfang!) OPs schon fast wie eine Methode des vorletzten Jahrhunderts! Wie irgendeine aus heutiger Sicht völlig unverständliche Behandlung aus dem Mittelalter. Ich kann da nur noch den Kopf drüber schütteln, wer sich heute noch einer OP unterzieht, ohne Mounjaro eine echte Chance zu geben. Ja, ich habe sogar 2 Fälle im weiteren Familienkreis die sich in den letzten 12 Monaten einer solchen OP unterzogen haben. Ich glaube, Mounjaro wurde gar nicht in Erwägung gezogen (könnte auch finanzielle Gründe gehabt haben). Die sind bislang beide sehr glücklich über die Entscheidung, so ist das nicht, aber mir erscheint es eine veraltete Methode.

    Diane
    12. Mai 2026 um 13:27

    OP's werden langfristig leider eher bezahlt von der GKV als Alternativen.

    Mein Sohn leidet an einer sehr seltenen Augenkrankheit (Keratokonus). Das Verfahren (Crosslinking) zum "stoppen" mussten wir aus eigener Tasche bezahlen. Eine Nichtbehandlung führt zu 95 % zu einer Hornhauttransplantation. Die wird wiederum von der GKV übernommen.

    Speedqueen
    13. Mai 2026 um 09:51
    Zitat von Lianae

    Und auch wenn ich die Meinung nicht teile, so kann ich die Ansicht ein Stück weit verstehen. Wäre ich mein Leben lang normalgewichtig gewesen, würde dann aber stattdessen mitkriegen, was die GKV ebenfalls so alles mögliche nicht zahlt, würde ich wahrscheinlich auch nicht für unterschreiben

    ...und genau deshalb müssen wir "lauter" werden.

    Du hast völlig recht damit, dass das Bild in der breiten Öffentlichkeit noch immer sehr verzerrt ist, und ja, natürlich ist es schwer für Nichtbetroffene, ein komplexes Krankheitsbild nachvollziehen zu können, insbesondere, da jahrzehntelang überall der Irrglaube verbreitet war, dass es nur an der Disziplinlosigkeit und somit in der Verantwortung des Einzelnen läge. Inzwischen sind die Studienlagen ja sehr deutlich und es ist bewiesen, dass es so einfach eben nicht ist, zumal Stoffwechselprozesse wirklich individuell sehr verschieden zu sein scheinen.

    Speedqueen
    13. Mai 2026 um 09:56
    Zitat von Diane

    OP's werden langfristig leider eher bezahlt von der GKV als Alternativen.

    Mein Sohn leidet an einer sehr seltenen Augenkrankheit (Keratokonus). Das Verfahren (Crosslinking) zum "stoppen" mussten wir aus eigener Tasche bezahlen. Eine Nichtbehandlung führt zu 95 % zu einer Hornhauttransplantation. Die wird wiederum von der GKV übernommen.

    Das tut mir leid für deinen Sohn 🍀

    Und ja, diese "Politik" der Kassen ist ein Irrsinn, dass man immer erst die Leistungen erhält, wenn eine Erkrankung bereits manifest ist, während die Prävention nicht unterstützt wird. Das ist ja mit den GLP1 Medikamenten dasselbe (sobald du Diabetes hast, wird es bezahlt, aber zur Vermeidung, selbst wenn es hochgradige Risikofaktoren wie eben Adipositas, Insulinresistenz usw gibt, guckt man in die Röhre und darf schlimmstenfalls "warten", bis es soweit ist, dass der Diabetes dann wirklich da ist 😠)

    kAthi
    13. Mai 2026 um 12:05
    Zitat von Lianae

    wieso soll ich ein schweineteures Medikament für Leute mitzahlen, die einfach nur zu faul sind, im Kino auf das Popcorn zu verzichten und die Treppe statt den Aufzug zu nehmen.

    Wenn’s danach geht, wieso soll ich die ganzen Untersuchungen und Medikamente für Menschen, die sich tot-rauchen, mit bezahlen? Wenn ich in der Lungenklinik bin, für meine Untersuchungen- hab Sarkoidose in der Lunge, und die Menschen (Patienten) mit Sauerstoffgeräten in der Raucherecke stehen sehe, könnte ich jedes Mal…. 😡 Oder was interessiert mich der Tankrabatt, als Nichtautofahrer. Aber diese 1,6 Milliarden müssen wir alle refinanzieren . Es gibt viel Ungerechtigkeit, wenn man genauer hinschaut. Aber so ist das in einer Demokratie und einem Sozialstaat.
    Und das ist wahrscheinlich auch gut so.

    Das Thema Adipositas müsste viel mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden. Bis vor kurzem wusste ich ehrlich gesagt auch nicht so genau, was es damit auf sich hat. Ich war „nur“ leicht adipös. Und ja, selbst ich hatte gewisse Vorurteile. Die macht man sich ja schnell. Eben aus Unwissenheit. Aufklärung ist das a und o.

    Aber seien wir mal ehrlich, wenn die kk die glp1 Medikamente bezahlen würden, wären sie bald bankrott. Der run darauf wäre zu doll und zu teuer.
    (wo sie doch jetzt schon so „arm“ dran sind)
    Ich hoffe, dass in ein paar Jahren, wenn Patente auslaufen, es mehr Hersteller gibt, größerer Konkurrenzkampf und die Preise sinken, sich mehr Menschen diese Medikamente leisten können. (Auch hier wird eine 2 Klassengesellschaft sehr deutlich . )

    Aufgrund der Gesetze, an die sich die kk halten müssen, ist Prävention nicht ihr Ziel. Sie handeln, wenn der Schaden entstanden ist. Das fängt ja schon mit Vorsorgeuntersuchungen an. Das ist leider so. Da müssten die Gesetze geändert werden. Allgemein. Aber das wird nicht passieren. Geld! Geld! Geld! 💶 Die Politik wird sich hüten… Wenn man sieht, wo alles eingespart werden soll, auf Kosten der Schwächsten - Senioren, Menschen mit Behinderung, Kinder- kann einem nur übel werden…

    Aber wie Lianae schon sagte, könnte man etwas umdenken/ umverteilen. Warum eine Magen Verkleinerung in einem überfüllten Krankenhaus, mit unterbesetztem Personal und völlig überforderten Ärzten finanzieren und nicht die Glp1 Medikamente … Aber, auch hier wieder ein aber 😉 der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was jahrelang so gemacht wurde, wird nicht mehr hinterfragt und stur weitergemacht. Veränderung, Optimierung- doof. Ich hoffe auf eine Verjüngung in vielen Bereichen (*politik-hust*) und damit einhergehenden Verbesserungen. 🙌

    Melli
    13. Mai 2026 um 15:37

    Es wäre vielleicht ja schon ein Anfang bei der medikamentösen Behandlung für die Kostenübernahme die gleichen Voraussetzungen zu schaffen wie beispielsweise für eine OP. Soweit ich weiß, müssen die Patienten hier auch gewisse Punkte erfüllen (BMI, Abnahme, Ernährungsberatung usw.) bevor die Krankenkasse überhaupt die Kosten übernimmt.

    Dass die Krankenkassen die finanzielle Belastung derzeit nicht stemmen könnten, ist wohl klar. Das hilft natürlich niemandem, aber man muss es auch realistisch sehen.

    Für mich persönlich ist es definitiv eine große finanzielle Belastung. Ich hab zwar auch ohne MJ schon einiges abgenommen, aber es ist ein ständiger nicht enden wollender Kampf und das halte ich auf Dauer nicht durch, vom Jo-Jo Effekt ganz zu schweigen. Und trotzdem zähle ich mich selbst nicht zu den Fällen, bei denen eine Kostenübernahme angebracht wäre.

    Zitat von kAthi

    Das Thema Adipositas müsste viel mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden

    Und noch mehr die Ursachen. Es ist schön einfach, alles nur auf die Eigenverantwortung des Einzelnen zu schieben, ohne dabei die Lebensmittelindustrie, die Werbung und unsere gesamte Gesellschaft und Lebensrealität miteinzubeziehen.

    Lianae
    13. Mai 2026 um 19:32
    Zitat von kAthi

    Wenn’s danach geht, wieso soll ich die ganzen Untersuchungen und Medikamente für Menschen, die sich tot-rauchen, mit bezahlen? Wenn ich in der Lungenklinik bin, für meine Untersuchungen- hab Sarkoidose in der Lunge, und die Menschen (Patienten) mit Sauerstoffgeräten in der Raucherecke stehen sehe, könnte ich jedes Mal…. 😡 Oder was interessiert mich der Tankrabatt, als Nichtautofahrer. Aber diese 1,6 Milliarden müssen wir alle refinanzieren . Es gibt viel Ungerechtigkeit, wenn man genauer hinschaut. Aber so ist das in einer Demokratie und einem Sozialstaat.

    Ja, da hast du völlig recht. Sobald es mal wieder irgendwo um die bekannte Schuldfrage geht, ganz egal ob über die Flüchtlinge, die sich angeblich in unsere Sozialsysteme einschleichen, über die faulen Sozialhilfeempfänger oder um die kranken selbst geht (um die Alkoholiker, die Raucher, die Adipösen, die Skifahrer, die Ungeimpften, die die während Corona heimlich Partys gefeiert haben, die... setze es bis ins Unendliche fort) kommen wir ganz schnell an einen Punkt, an dem die GKV eigentlich nur noch für Neugeborene irgendwas zahlen dürfte, alle anderen wären dann nur noch für die Finanzierung zuständig. Ganz offensichtlich keine Lösung mit der irgendjemand, der in die GKV einzahlt, zufrieden sein dürfte.
    Und weil man für so ziemlich alle Krankheiten, sofern man es wirklich darauf anlegt und nur lange genug sucht, einen "Schuldigen" finden würde, muss man halt im Umkehrschluss nahezu alle Krankheiten irgendwie finanzieren. Denn da irgendwie eine Abwägung zu treffen, dass der Skifahrer mit schwersten Verletzungen jetzt irgendwie "weniger Schuld" hat als der Raucher oder der Adipöse und das eine daher finanziert wird und das andere nicht, das lässt sich ethisch nicht klären. Bzw. eigentlich müsste man dann die Abnehmspritze erst recht zahlen, denn das sind immerhin Menschen, die offensichtlich etwas tun wollen und sich nicht damit abfinden wollen. Finde ich, müsste dann ja eigentlich besonders honoriert werden.

    Zitat von kAthi

    Und ja, selbst ich hatte gewisse Vorurteile. Die macht man sich ja schnell. Eben aus Unwissenheit.

    Ja, vor sowas ist glaube ich niemand gefeit. Gehört wahrscheinlich zur Natur des Menschen. Man schließt auch einfach immer so gerne von sich auf andere, denn das ist einfach das einfachste.

    Ja, die GKV ist halt einfach so oder so pleite. Daher sollten wir es auch nicht "persönlich" gegen uns Übergewichtige sehen, wenn es als "Lifestylemedikament" abgestempelt wird. Sie ist halt einfach nur völlig überlastet und muss deswegen für alles Ausreden finden.

    Zitat von kAthi

    Aufgrund der Gesetze, an die sich die kk halten müssen, ist Prävention nicht ihr Ziel. Sie handeln, wenn der Schaden entstanden ist. Das fängt ja schon mit Vorsorgeuntersuchungen an. Das ist leider so. Da müssten die Gesetze geändert werden. Allgemein. Aber das wird nicht passieren. Geld! Geld! Geld! 💶 Die Politik wird sich hüten… Wenn man sieht, wo alles eingespart werden soll, auf Kosten der Schwächsten - Senioren, Menschen mit Behinderung, Kinder- kann einem nur übel werden…

    Stimmt! Daran habe ich gar nicht gedacht, aber das ist wohl wirklich ein wichtiger Punkt. Ist vermutlich auch wieder ein finanzieller Punkt. Wenn das Geld vorne bis hinten nicht ausreicht, kann man halt nur noch Schadensbegrenzung machen. Wenn mein Haus gerade brennen würde, würde ich mir ja auch keine Gedanken darüber machen, wie ich das Feuer in Zukunft vermeiden kann, sondern in erster Linie würde ich meine Sachen retten und das Feuer löschen wollen. Blöd ist dann nur, wenn es dann reihenweise quasi überall brennt und man deswegen eben nie Kapazität hat, sich über Brandprävention Gedanken zu machen. Sobald man ein Feuer gelöscht hat, brennt es woanders.

    Zitat von kAthi

    Warum eine Magen Verkleinerung in einem überfüllten Krankenhaus, mit unterbesetztem Personal und völlig überforderten Ärzten finanzieren und nicht die Glp1 Medikamente … Aber, auch hier wieder ein aber 😉 der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Was jahrelang so gemacht wurde, wird nicht mehr hinterfragt und stur weitergemacht.

    Ja. Kann man wahrscheinlich auch nicht mal eben spontan ändern, wenn es bisher eben so gemacht wird und na ja, für größere Änderungen gibt es keine Kapazität, wenn halt das Haus jetzt gerade brennt.

    Zitat von Melli

    Für mich persönlich ist es definitiv eine große finanzielle Belastung. Ich hab zwar auch ohne MJ schon einiges abgenommen, aber es ist ein ständiger nicht enden wollender Kampf und das halte ich auf Dauer nicht durch, vom Jo-Jo Effekt ganz zu schweigen. Und trotzdem zähle ich mich selbst nicht zu den Fällen, bei denen eine Kostenübernahme angebracht wäre.

    Ja, so geht es mir auch. Es ist für mich so ein krasser lebenslanger Kampf, ich halte es für aussichtslos, den irgendwann mal dauerhaft zu gewinnen. Und es ist ja irgendwie auch kein Leben, wenn man das Gefühl hat, 24/7 gegen seinen Körper kämpfen zu müssen. Bei aller Disziplin und Willenskraft, das kann ich einfach nicht jeden Tag durchhalten. Trotzdem glaube auch ich nicht, dass bei mir persönlich eine Kostenübernahme angebracht wäre (mein höchster BMI war halt auch noch deutlich unter 35).
    Aber würde diie Kassen die Kosten zumindest für einige Menschen mit Adipositas übernehmen, würden die Kosten vermutlich auch allgemein von den Herstellern reduziert werden. Sieht man ja glaube ich schon bei Ozempic und Wegovy. Ist doch meine ich das selbe Produkt, nur unterschiedliches Etikett und andere Preise (?). Wir würden dann also wahrscheinlich trotzdem indirekt von profitieren.

    Diskutiere mit! 11 weitere Antworten

    Über diesen Artikel

    Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und dem Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen. Sie ersetzen keinesfalls die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und stellen keine medizinische Diagnose, Therapieempfehlung oder Dosierungsanleitung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden, Fragen zur Dosierung oder Veränderungen deiner Therapie konsultiere ausschließlich fachkundiges medizinisches Personal.

    Quellen & Aktualität: Alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen sind am Artikelende mit vollständiger Quellenangabe aufgeführt und verlinkt. Die Inhalte werden bei relevanten neuen Erkenntnissen aktualisiert. Trotz sorgfältiger Recherche übernehme ich keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und dauerhafte Aktualität.

    KI-Unterstützung: Dieser Beitrag sowie ein oder mehrere Bilder wurden mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

    Kategorien

    1. Info 163
    2. Nahrungsmittel 8
    3. Nahrungsergänzungsmittel 14
    4. Ernährung 23
    5. Gesundheit 44
    6. News 69
    7. Filter zurücksetzen
    Über den Artikel diskutieren 21 Antworten, zuletzt: 15. Mai 2026 um 22:49

    Interne Links

      Impressum

      Nutzungsbedingungen

      Kontakt

      Forumsregeln

      Datenschutzerklärung

      Haftungsausschluss

      Über uns

      Über mich

      Medizinischer Disclaimer

      Forenübersicht

    Weitere Links

      Adipositas Gesellschaft

      Deutsche Diabetes Gesellschaft

      NetDoktor

      BfArM

      Paul-Ehrlich-Institut

      Das Diabetesinformationsportal

    Was wir sind

      Das GLP-1 Forum ist die größte deutschsprachige Community zum Austausch über GLP-1-Rezeptor-Agonisten. Der sogenannten Abnehmspritze. Dazu zählen Medikamente wie Ozempic, Wegovy und Mounjaro, die bei Typ-2-Diabetes und Adipositas eingesetzt werden.


      Im Forum teilen Mitglieder Erfahrungen zur "Abnehmspritze", informieren sich über Wirkung und Nebenwirkungen und unterstützen sich gegenseitig.

    Execution time: 0.0541s (69,69% PHP, 30,31% SQL) | SQL queries: 143 | Memory-Usage: 8,33 MB
    Stil: Aconic Multi by GrischaMedia
    Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.5
    GLP-1 Forum: Erfahrungen mit Ozempic, Wegovy & Mounjaro in der WSC-Connect App bei Google Play
    GLP-1 Forum: Erfahrungen mit Ozempic, Wegovy & Mounjaro in der WSC-Connect App im App Store
    Download