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  1. GLP-1 Forum: Erfahrungen mit Ozempic, Wegovy & Mounjaro
  2. GLP-1 Artikel & News – Ozempic, Wegovy, Mounjaro Erfahrungen
  3. Info
  • Dosiserhöhung bei GLP-1: Wann wirklich erhöhen – und wann besser nicht?

    • Matze
    • 31. Mai 2026 um 12:34
    • 269 Mal gelesen
    • 7 Antworten
    • Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2026 um 13:51
    Dosiserhöhung GLP-1 – Stufenplan mit Mounjaro und Wegovy im Vergleich Bildprompt: Wide landscape editorial illustration, 3:2 aspect ratio, golden ratio composition. A bold typographic centerpiece reads "Wann erhöhen?" in large white sans-serif headline on
    Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Dosiserhöhung bei GLP-1-Medikamenten wie Mounjaro oder Wegovy – und wann sollte man lieber auf der aktuellen Stufe bleiben? Was Hersteller im Titrationsplan vorschreiben und was biologisch wirklich sinnvoll ist, sind zwei verschiedene Dinge. Dieser Artikel erklärt den Unterschied – ehrlich, aus eigener Erfahrung und auf Basis aktueller Studienlage.
    Lesezeit: 9 Minuten

    🔄 Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 – Inhalte auf Basis aktueller Fachliteratur und Zulassungsdaten von EMA und FDA geprüft; Quellenstand vollständig.

    Wann sollte man die Dosis bei GLP-1-Medikamenten wie Mounjaro oder Wegovy tatsächlich erhöhen – und wann lieber nicht? Diese Frage nach der Dosiserhöhung bei GLP-1-Rezeptor-Agonisten taucht im Forum fast täglich auf, meist verknüpft mit dem Gefühl, die aktuelle Dosis „wirkt nicht mehr" oder Food Noise und Hunger kehren zurück.

    📋 Auf einen Blick

    • Der Hersteller-Titrationsplan ist primär auf Verträglichkeit ausgelegt – nicht auf maximale Wirkung
    • Solange die aktuelle Dosis Gewicht bewegt oder Food Noise dämpft, gibt es keinen biologischen Grund zur Erhöhung
    • Zu schnelles Hochtitrieren verbraucht den Spielraum nach oben – und erhöht Nebenwirkungsrisiken
    • Höchstdosis bedeutet: kein weiterer Puffer mehr vorhanden
    • Jede Off-Label-Anpassung gehört mit dem behandelnden Arzt besprochen
    📋 Inhaltsverzeichnis ▲
    1. Warum gibt der Hersteller einen festen Titrationsplan vor?
    2. Wann macht eine Dosiserhöhung wirklich Sinn?
    3. Was passiert, wenn man zu schnell erhöht?
    4. Meine persönliche Erfahrung: 15 Monate, 5 mg Mounjaro
    5. Off-Label-Strategien: Slowing Down und Zwischenschritte
    6. FAQ aus der Community
    7. Quellenangaben

    Warum gibt der Hersteller einen festen Titrationsplan vor?

    Eli Lilly (Mounjaro/Zepbound) und Novo Nordisk (Wegovy/Ozempic) schreiben in ihren Zulassungsunterlagen sehr klare Steigerungsintervalle vor – in der Regel eine neue Dosisstufe alle vier Wochen.[1] Der offizielle Grund: Der Körper soll Zeit bekommen, sich an die veränderte Magenentleerung und die GLP-1-Rezeptoraktivierung zu gewöhnen, um Übelkeit, Erbrechen und Durchfall möglichst gering zu halten.[2]

    Was dabei aber gern unerwähnt bleibt: Ein Teil des wirtschaftlichen Interesses liegt natürlich darin, dass Patienten möglichst zügig auf höhere – und damit teurere – Dosisstufen gelangen. Höhere Dosispens haben schlicht einen höheren Listenpreis. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern einfache Pharmakonomie. Die Titration schützt tatsächlich vor Nebenwirkungen – sie treibt aber gleichzeitig den Verbrauch nach oben.

    Was der Plan wirklich leisten soll – und was nicht

    Der Titrationsplan wurde in klinischen Studien auf Verträglichkeit optimiert, nicht darauf, die kleinstmögliche effektive Dosis zu finden.[3] Das bedeutet: Er ist ein Sicherheitsnetz, kein Wirksamkeitsfahrplan. Wer nach vier Wochen auf 2,5 mg Tirzepatid fantastico abnimmt, keinerlei Nebenwirkungen mehr hat und Food Noise kaum noch spürt – der hat laut Beipackzettel dennoch die Pflicht zur Erhöhung auf 5 mg. Biologisch ergibt das oft schlicht keinen Sinn.

    In der klinischen Praxis berichten viele Ärzte und Diabetologinnen, dass sie die Steigerung individuell anpassen – insbesondere wenn eine niedrigere Dosis gut toleriert wird und die Therapieziele bereits erreicht werden.[4] Das ist dann formal Off-Label, aber medizinisch begründet.


    Wann macht eine Dosiserhöhung bei GLP-1 wirklich Sinn?

    Die entscheidende Frage ist nicht: „Bin ich schon vier Wochen auf dieser Dosis?" – sondern: „Leistet diese Dosis noch das, wofür ich sie nehme?" Es gibt zwei klare Signale, die für eine Erhöhung sprechen.[5]

    Signal 1: Die Wirkung lässt spürbar nach

    Wenn du merkst, dass der Hunger zurückkommt, die Gedanken um Essen kreisen (Food Noise), die Portionen wieder größer werden oder das Gewicht über mehrere Wochen trotz unveränderter Ernährung stagniert oder steigt – dann könnte eine Anpassung der Dosis sinnvoll sein. Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit an einen bestimmten Wirkstoffspiegel, und die Rezeptorsensitivität kann sich verändern.

    Merkregel: Wenn Gewicht und Hunger sich über 4–6 Wochen trotz guter Compliance nicht mehr bewegen, kann eine Erhöhung eine Option sein – aber erst nach Ausschluss anderer Ursachen (Schlaf, Stress, Kalorienkreisel).

    Signal 2: Keine Nebenwirkungen mehr unter der aktuellen Dosis

    Wer noch regelmäßig Übelkeit, Sodbrennen oder Magendrücken auf der aktuellen Stufe erlebt, sollte definitiv nicht erhöhen. Der Körper sagt dir damit: Ich bin noch nicht fertig mit der Anpassung. Eine Erhöhung in diesem Zustand verstärkt die Beschwerden in aller Regel massiv.[2] Erst wenn die aktuelle Dosis wirklich ruhig ist – also keine oder nur sehr minimale Restbeschwerden – ist der Boden für eine Erhöhung bereitet.

    Was kein guter Grund zur Erhöhung ist

    • „Ich habe online gelesen, dass höhere Dosen besser wirken." – Stimmt für manche, aber nicht pauschal. Die effektive Dosis ist individuell.
    • „Ich nehme seit vier Wochen dieselbe Dosis, also muss ich ja jetzt erhöhen." – Der Kalender ist kein Indikator für Biologie.
    • „Ich will schneller abnehmen." – Verständlich, aber eine höhere Dosis bedeutet nicht zwangsläufig schnellere Abnahme, wohl aber mehr Risiko für Nebenwirkungen.

    Was passiert, wenn man die GLP-1-Dosis zu schnell erhöht?

    Das ist der Teil, den viele am Anfang unterschätzen – und den man leider oft erst versteht, wenn man ihn selbst erlebt hat. Eine zu schnelle Dosissteigerung hat konkrete, gut dokumentierte Konsequenzen.[6]

    Akute Nebenwirkungen: Der Magen-Darm-Trakt streikt

    GLP-1-Rezeptor-Agonisten verlangsamen die Magenentleerung (Gastroparese-ähnlicher Effekt). Zu hohe Dosen tun das zu stark und zu abrupt. Die Folgen: Übelkeit und Erbrechen, die über Tage anhalten können, krampfartige Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung im Wechsel und in einigen Fällen so starke Erschöpfung, dass Alltag und Arbeit kaum mehr funktionieren. In seltenen Fällen besteht auch ein erhöhtes Risiko für eine Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), das bei Überdosierung theoretisch zunimmt.[7]

    Das „Spielraumsproblem": Kein Puffer mehr nach oben

    Das ist das strategisch wichtigere Problem, das langfristig ins Gewicht fällt. Jede Dosisstufe hat eine gewisse Wirkdauer – irgendwann gibt der Körper nach, die Rezeptoren gewöhnen sich, das Gewicht stagniert erneut. Dann braucht man die nächste Stufe. Wer zu früh zu hoch dosiert, steht schnell vor der Situation: Höchstdosis erreicht, Plateau, keine Option mehr nach oben. Die maximale Dosis bei Tirzepatid liegt bei 15 mg pro Woche.[1] Wer in Monat vier schon bei 10 mg ist und dort plateaut, hat keinen Spielraum mehr.

    Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Jede Anpassung der Dosierung sollte mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin abgesprochen werden. Bei starken Beschwerden nach einer Dosissteigerung bitte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.


    Meine persönliche Erfahrung: 15 Monate, 5 mg Mounjaro

    Matze, Gründer von glp-1forum.de – persönlicher Erfahrungsbericht

    Ich bin jetzt seit 15 Monaten auf Tirzepatid (Mounjaro) und stecke aktuell auf der 5-mg-Stufe. Was sich im Rückblick seltsam anhört: Das war nicht immer so. Ich war bereits auf 7,5 mg – und bin bewusst wieder runter.

    Am Anfang habe ich aus purer Unwissenheit zu schnell erhöht. Nicht weil mir jemand gesagt hat, es wäre schlau – sondern weil ich dachte: mehr hilft mehr, und der Plan sagt vier Wochen, also mache ich vier Wochen. Ich habe es gut vertragen, keine Frage, kaufen bis kaum Nebenwirkungen. Klassisches zu-schnell-zu-hoch-Szenario.

    Auf 7,5 mg lief es dann, aber irgendwann habe ich mich gefragt: Wofür? Das Gewicht bewegte sich auf 5 mg genauso. Der Food Noise war auf beiden Stufen weg. Ich bin in Absprache mit meinem Arzt zurückgegangen auf 5 mg – und bin da bis heute geblieben. Die Abnahme läuft. Der Alltag ist entspannt. Und ich habe noch Stufen vor mir, falls ich sie irgendwann wirklich brauche.

    Das ist keine Empfehlung, das genauso zu machen. Aber es ist die ehrlichste Antwort, die ich auf die Frage „Soll ich erhöhen?" geben kann: Erst prüfen, ob die aktuelle Dosis wirklich nichts mehr leistet.

    Was mir rückblickend gefehlt hat

    Ich hatte damals keine Quelle, die mir klar sagte: Der Titrationsplan ist ein Mindestrahmen, kein Fahrplan für maximale Wirkung. Niemand hatte mir erklärt, dass eine Dosis, die gut wirkt, schützenswert ist. Dass der Körper Zeit braucht – nicht vier Wochen, sondern manchmal Monate – um ein neues Gleichgewicht zu finden. Und dass das Plateau, das ich nach wenigen Wochen spürte, oft gar kein echtes Wirkungsplateau war, sondern ein vorübergehender Anpassungseffekt.[5]

    Genau deshalb gibt es diesen Artikel – und dieses Forum.


    Off-Label-Strategien: Slowing Down und Zwischenschritte bei GLP-1

    In der Praxis – und in offenen Gesprächen mit Ärzten und Diabetologinnen – haben sich zwei Ansätze herauskristallisiert, die vom Standard-Titrationsschema abweichen. Beide sind formal Off-Label und müssen individuell abgewogen werden.[4]

    Strategie 1: Slowing Down – länger auf einer Stufe bleiben

    Der Grundgedanke ist einfach: Wenn eine Dosis noch wirkt und gut vertragen wird, gibt es keinen biologisch sinnvollen Grund zur Erhöhung. Man bleibt so lange auf der aktuellen Stufe, bis entweder a) die Wirkung spürbar nachlässt oder b) ein neues Therapieziel eine Anpassung erfordert. Das schont den Spielraum nach oben und reduziert Nebenwirkungen langfristig.

    In der SURMOUNT-1-Studie, der zentralen Zulassungsstudie für Tirzepatid, wurden Teilnehmende systematisch auf die Höchstdosis titriert – das war Studienprotokoll, kein klinisches Gebot.[3] Die Realwelt funktioniert anders: Wer mit 2,5 mg oder 5 mg sein Ziel erreicht, muss nicht auf 15 mg.

    Strategie 2: Zwischenschritte – sanftere Übergänge

    ⚠️ Wichtiger Hinweis vor dem Weiterlesen: Die folgenden Informationen beschreiben eine Off-Label-Anwendung, die ausschließlich in Absprache mit einem Arzt erfolgen darf. Eigenmächtige Anpassungen der Dosierung – auch nach unten – können medizinische Risiken bergen. Bitte besprich jede Abweichung vom Hersteller-Titrationsplan mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem Arzt.

    Manche Menschen reagieren auf die definierten Dosissprünge sehr sensibel. Bei Tirzepatid sind das z. B. die Schritte von 2,5 mg auf 5 mg oder von 5 mg auf 7,5 mg. In diesen Fällen können Zwischendosen (durch angepasstes Aufziehen oder Abzählen von Pen-Klicks) helfen, den Übergang verträglicher zu gestalten. Das ist ausdrücklich Off-Label und setzt voraus, dass Arzt und Patient das gemeinsam durchdenken – aber es ist ein Ansatz, der in der Praxis vorkommt und für manche einen echten Unterschied macht.

    Grundprinzip: So wenig wie nötig, so viel wie sinnvoll. Eine Dosis, die leistet, was sie soll, ist schützenswerter als eine höhere Dosis, die man vermeintlich „haben müsste".

    Was niemals ohne Arzt passieren sollte

    Über die vom Hersteller zugelassene Höchstdosis hinaus zu gehen, ist nicht nur Off-Label – es ist medizinisch nicht abgedeckt und kann ernsthaft schaden. Bei Tirzepatid liegt das Maximum bei 15 mg/Woche.[1] Bei Semaglutid (Wegovy) verschiebt sich die Grenze gerade: Die bisherige Höchstdosis von 2,4 mg/Woche wird durch eine neue, höhere Erhaltungsdosis ergänzt.[7]

    Neu: Wegovy 7,2 mg – was steckt dahinter?

    Die Europäische Kommission hat eine höhere Erhaltungsdosis von 7,2 mg Semaglutid (Wegovy) für alle 27 EU-Länder zugelassen. Sie ist indiziert für Erwachsene mit Adipositas, die nach mindestens vier Wochen auf 2,4 mg eine zusätzliche Gewichtsreduktion bei gleichzeitigem Erhalt der Muskelmasse benötigen.[8]

    In der STEP-UP-Studie erzielten Teilnehmende mit dieser Dosis eine mittlere Gewichtsabnahme von 21 %; jede dritte Person verlor über 25 % des Ausgangsgewichts – ein Ergebnis, das bisher nur Tirzepatid 15 mg und bariatrischer Chirurgie vorbehalten war.[8]

    Wichtig: Der neue Einzeldosis-Pen (7,2 mg in einer Injektion, wie er in UK und USA verfügbar ist) hat vom EMA-Ausschuss CHMP im Mai 2026 eine positive Empfehlung erhalten und soll voraussichtlich im dritten Quartal 2026 in Europa auf den Markt kommen.[8] Bis dahin gilt: keine Eigenmächtigkeit beim Überschreiten der aktuell gültigen Dosisgrenzen.


    FAQ aus der Community

    „Ich spüre gar nichts mehr auf meiner aktuellen Dosis – liegt das an mir?"

    Nicht unbedingt. Was sich manchmal wie „keine Wirkung" anfühlt, ist oft einfach der neue Normalzustand: kein extremer Hunger mehr, kein Food Noise – und genau das ist die Wirkung. Wenn du aber wirklich merkst, dass Hunger und Essensgedanken messbar zurückgekehrt sind und das Gewicht über 4–6 Wochen trotz guter Ernährung steigt, dann ist es ein gutes Gespräch mit dem Arzt wert.

    „Viele erhöhen schon, ich bin noch auf der Startdosis – mache ich etwas falsch?"

    Nein. Wenn deine Startdosis dir das gibt, was du brauchst – Gewichtsabnahme, weniger Hunger, stabilere Blutzuckerwerte – dann machst du alles richtig. Vergleiche auf Social Media sind verführerisch, aber jeder Körper reagiert anders. Manche Menschen sprechen auf sehr niedrige Dosen hervorragend an. Das ist kein Versagen, das ist Glück.

    „Mein Arzt will mich laut Plan erhöhen, aber ich möchte lieber warten. Darf ich das sagen?"

    Ja, und du solltest es sagen. Du bist kein passiver Empfänger einer Therapie, sondern aktiver Teil davon. Erkläre deinem Arzt konkret, was du wahrnimmst: „Die Dosis wirkt noch gut, ich nehme weiter ab, ich vertrage sie gut – kann ich noch vier Wochen abwarten?" Ein guter Arzt wird das mit dir besprechen, nicht einfach übergehen.


    Quellenangaben

    1. Eli Lilly and Company (2023): Mounjaro (tirzepatide) – Prescribing Information / Fachinformation. European Medicines Agency (EMA)
    2. Drucker, D. J. (2022): Mechanisms of Action and Therapeutic Application of Glucagon-like Peptide-1. Cell Metabolism / PubMed Central
    3. Jastreboff, A. M. et al. (2022): Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity (SURMOUNT-1). New England Journal of Medicine
    4. Müller, T. D. et al. (2022): Glucagon-like peptide 1 (GLP-1). Molecular Metabolism / PubMed Central
    5. Wilding, J. P. H. et al. (2021): Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity (STEP 1). New England Journal of Medicine
    6. Davies, M. et al. (2021): Semaglutide 2·4 mg once a week in adults with overweight or obesity, and type 2 diabetes (STEP 2). The Lancet
    7. Novo Nordisk (2023): Wegovy (semaglutid) – Fachinformation. European Medicines Agency (EMA)
    8. Europäische Kommission / EMA CHMP (2026): Zulassung Wegovy 7,2 mg Semaglutid als höhere Erhaltungsdosis bei Adipositas; STEP-UP-Studiendaten. European Medicines Agency (EMA)

    Fazit

    Die Frage „Soll ich erhöhen?" ist eigentlich die falsche Frage. Die richtige lautet: „Leistet meine aktuelle Dosis noch, was sie soll?" Solange die Antwort Ja ist – kein Hunger, kein Food Noise, Gewicht bewegt sich – gibt es keinen biologisch sinnvollen Grund zur Erhöhung. Der Titrationsplan des Herstellers ist ein Sicherheitsrahmen, kein Pflichtfahrplan. Wer zu früh zu hoch geht, verschenkt Spielraum und riskiert Nebenwirkungen, die die Therapie schwer machen. Das habe ich selbst erlebt – und genau deshalb bin ich nach 15 Monaten noch gut aufgestellt auf 5 mg.

    Und du? Wie gehst du mit dem Thema Dosiserhöhung um – bleibst du lieber lange auf einer Stufe oder folgst du strikt dem Herstellerplan? Schreib es in die Kommentare.

    Über den Autor

    Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums

    Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.

    Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.

    Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.

    Matze Forenleitung
    Essenzielle Aminosäuren als Schutzschild für Muskelmasse während der GLP-1-Therapie

    Vorheriger Artikel Essenzielle Aminosäuren unter GLP-1-Therapie: So schützt du deine Muskeln beim Abnehmen

    Gewichts-Plateau bei GLP-1 Therapie mit Protein und Maßband überwinden

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    Antworten 7

    Netti
    31. Mai 2026 um 13:48

    Ich nehme weit November 2025 Wegovy. Bin auf Anraten meiner Hausärztin mit 0.5 eingestiegen. Fing gut an, aber nach 3 Wochen kamen Hunger und vor allem foodnoise wieder, daher habe ich auf 1.0 erhöht. Da bin ich dann 15 Wochen geblieben. Die letzten 3/4 Wochen lief es dann nicht mehr so gut, das Gewicht schwankte hoch und runter, ich hab mehr und wieder ungehindert Sachen gegessen. So richtig konnte ich das nicht einordnen, aber nach der Zeit die nicht so gut lief, habe ich hoch dosiert.

    Von 1.0 auf 1.7 erschien mir zuviel auf einmal, daher habe ich auf 1.35 erhöht, also die halbe Dosis. Damit läuft es wieder gut und ich bleibe erstmal da, solange es funktioniert.

    Danke für den.tollen Artikel, Matze. Finde vieles aus meinen Monaten mit Wegovy wieder.

    LG Netti

    TanBe
    31. Mai 2026 um 13:52

    Vielen lieben Dank für diesen tollen Artikel!
    Ich weiß, jetzt wie ich weiter machen werde!

    kAthi
    31. Mai 2026 um 14:29

    Auch wieder mein Thema heute. Heute ist Spritzentag. Bin so verunsichert, weil meine Ärztin mir riet auf 2,5mg zu gehen und wenn das auch gut klappt sogar auf 5mg. Erst ab dieser Dosis hat es , neben der Abnahme, wirklich positive Effekte für den gesamten Körper. Hab das Wort dafür vergessen.

    - aktuelle Dosis 2,0mg, seit insgesamt 21 Wochen nehme ich Mounjaro. Und habe schon 16% , 13 Kilo, abgenommen. Gute 9 Kilo müssen noch runter.

    Ebony
    31. Mai 2026 um 16:02

    CHAPEAU! Danke für den Artikel :!:

    Stefab B
    1. Juni 2026 um 12:50

    Lieber Matze,

    noch einmal vielen lieben Dank für deinen Artikel und die Arbeit die du damit hast, wirklich großartig! Ich bin euch hier allen unglaublich dankbar für diese tolle Seite und den Austausch. Gerade weil ich noch ganz am Anfang stehe, hilft mir das unglaublich weiter.

    Ich habe vor vier Wochen mit Mounjaro in der Einstiegsdosis von 2,5 mg begonnen. Die Rezepte für den nächsten Pen mit 5 mg habe ich schon bekommen, weil ich im Adipositas‑Zentrum alle drei Monate meinen Termin habe.

    Aber aktuell läuft es für mich wirklich richtig gut: Ich habe in den vier Wochen knapp 3,5 kg verloren, ich habe überhaupt keinen Hunger, fühle mich satt, stabil und einfach rundum wohl. Deshalb habe ich für mich entschieden, die Dosis erst einmal nicht zu erhöhen, sondern den Pen so zu klicken, dass ich weiterhin bei ungefähr 2,5 mg bleibe. Beim nächsten Arzttermin werde ich das natürlich offen ansprechen.

    Was mich total interessiert – und vielleicht geht es ja anderen genauso:

    Verschreiben eure Ärztinnen und Ärzte trotzdem die höhere Dosis (z. B. 10 mg oder 15mg ), obwohl ihr niedriger klickt? Oder sagen sie eher: „Wenn Sie niedriger bleiben wollen, dann brauchen Sie auch ein Rezept für die niedrigere Dosis“?

    Und falls eure Ärzte das nicht unterstützen: Holt ihr euch dann die höhere Dosis über einen Online‑Arzt, um flexibel bleiben zu können?

    Ich bin einfach neugierig, wie das bei euch gehandhabt wird. Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und bin richtig glücklich über meine ersten Erfolge – und hoffe, dass es so positiv weitergeht.

    VG Stefan

    tomcat
    1. Juni 2026 um 13:26
    Zitat von Stefab B

    Verschreiben eure Ärztinnen und Ärzte trotzdem die höhere Dosis (z. B. 10 mg oder 15mg ), obwohl ihr niedriger klickt?

    Hallo Stefan, mein Arzt hat mir zu Beginn den 2,5er verschrieben. 4 Wochen später war ich schon etwas besser informiert über die ganze Thematik, Klicken u.s.w. Beim 2. Arzttermin habe ich direkt nach dem 15er gefragt und das Thema Kosten sparen angeführt. Er hatte Verständnis dafür und hat mir darauf hin ein Rezept für den 15er ausgestellt. Erst bei meinem dritten Termin habe ich ihm mitgeteilt, das ich das nächste Rezept wohl erst in einigen Monaten benötige, da ich nicht nur bei der Einstiegsdosis geblieben bin, sondern die Dosis weiter verringert habe. Er hat interessiert zugehört und es ohne viel Worte zur Kenntnis genommen. Er gab auch keine Belehrungen wegen der Haltbarkeit des Pens, MHD, Kühlung u.s.w. Ich hatte den Eindruck, das er sehr wohl gut über das Thema Bescheid wusste und er mir vertraut, dass ich gewisse Regeln beachte.

    Karoma
    1. Juni 2026 um 19:38

    Hallo,


    ich hab von Anfang an geklickt. Meine Ärztin wusste Bescheid.

    Mein 1.Pen war ein 5er..... Meine Einstiegs Dosis war 1,67. Ich hab jetzt einen 15er Pen und klicke auf 5 runter.

    Ich habe auch gemerkt, dass es angenehmer ist, 20 Klicks zu spritzen als zb 40 Klicks.....das ist aber nur meine Wahrnehmung.

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