• Anmelden
  • Registrieren
  •  Stil ändern
  • Suche
Info
  • Alles
  • Info
  • Artikel
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Erweiterte Suche
  1. Start
    1. Über uns
    2. Über mich
  2. Forum
    1. Unerledigte Themen
  3. Artikel
  4. Lexikon
  5. Tools
    1. Klick-Rechner
    2. Kalorienrechner
    3. KFA Rechner
    4. Trinkmenge
    5. Tagebuch
    6. Blutwerte
    7. Reiseattest
  6. FAQ
  7. News Archiv
  8. Unterstützung
  1. GLP-1 Forum: Erfahrungen mit Ozempic, Wegovy & Mounjaro
  2. GLP-1 Artikel & News – Ozempic, Wegovy, Mounjaro Erfahrungen
  3. Info
  • GLP-1-Nebenwirkungen: Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden gezielt lindern

    • Matze
    • 1. Juni 2026 um 19:09
    • 481 Mal gelesen
    • 9 Antworten
    • Zuletzt aktualisiert: 2. Juni 2026 um 14:39
    Natürliche Hilfsmittel wie Ingwer und Wasser zur Symptom-Linderung bei GLP-1-Nebenwirkungen.
    Die ersten Wochen mit einer GLP-1-Spritze sind für viele Betroffene der härteste Teil der Adipositas-Therapie – nicht wegen mangelnder Motivation, sondern wegen der Übelkeit. Wer weiß, warum der Magen so reagiert und welche Handgriffe wirklich helfen, kommt deutlich leichter durch die Eingewöhnungsphase.
    Lesezeit: 7 Minuten
    🔄 Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 – Alle Inhalte wurden anhand aktueller klinischer Leitlinien und Fachliteratur sorgfältig geprüft; die Quellenangaben spiegeln den Stand 2024–2025 wider.

    Wer mit einer GLP-1-Spritze beginnt, erlebt in den ersten Wochen oft eine Magen-Darm-Achterbahn: Übelkeit, Völlegefühl, Sodbrennen und manchmal Schwindel gehören für viele Betroffene zum ungeliebten Startpaket der Adipositas-Therapie. Die gute Nachricht ist, dass du mit den richtigen Alltagsstrategien die schlimmsten GLP-1-Nebenwirkungen gezielt abmildern kannst – und dass die Beschwerden bei den meisten Menschen mit jeder Woche merklich nachlassen.

    ⚡ Auf einen Blick: Sofortmaßnahmen bei Beschwerden

    • Portionen halbieren – der verlangsamte Magen braucht deutlich weniger Volumen.
    • Fett & Zucker reduzieren – beides bremst die ohnehin träge Magenentleerung zusätzlich aus.
    • Mindestens 2 Liter täglich trinken – Dehydration verstärkt Übelkeit und Kopfschmerzen erheblich.
    • Ingwer & Pfefferminze – natürliche Erste Hilfe gegen akute Übelkeitswellen.
    • Langsame Dosissteigerung – jede überstürzte Erhöhung bringt die Nebenwirkungen zurück.
    📋 Inhaltsverzeichnis ▲
    1. Warum der Magen verrückt spielt: die biologischen Ursachen
    2. Ernährung als erstes Werkzeug gegen Übelkeit
    3. Sodbrennen und Reflux aktiv bekämpfen
    4. Wann zum Arzt – Warnzeichen ernst nehmen
    5. Häufige Fragen (FAQ)
    6. Quellenangaben

    Warum der Magen verrückt spielt: die biologischen Ursachen

    Viele Menschen zweifeln in den ersten Tagen nach der ersten Injektion daran, ob sie die richtige Entscheidung getroffen haben. Das ist absolut verständlich – aber hier ist das Entscheidende: Die Übelkeit ist kein Zeichen dafür, dass dein Körper das Medikament nicht verträgt. Sie ist ein direkter Beweis dafür, dass die Substanz genau das tut, wofür sie entwickelt wurde. GLP-1-Rezeptor-Agonisten simulieren ein Sättigungshormon, das tief in deine Verdauungssteuerung eingreift – und das braucht eine Eingewöhnungszeit.[1]

    Verzögerte Magenentleerung: der Haupttäter

    Der physiologische Kern des Problems ist die sogenannte Magenentleerungsverzögerung, auf Englisch „gastric emptying delay".[1] Das Medikament drosselt die Geschwindigkeit, mit der verarbeitete Nahrung vom Magen in den Dünndarm weitergeleitet wird. Das ist im Grunde genial: Wer länger satt ist, isst automatisch weniger. Das Problem ist, dass dein Magen kurz nach der Injektion schon „voll" signalisiert, selbst wenn du nur eine Kleinigkeit zu dir genommen hast. Isst du dann eine Portion in alter Gewohnheitsgröße, läuft das System über – und das Druckgefühl entlädt sich als Übelkeit oder Würgereiz.

    Das Gehirn lernt, die neuen Sättigungssignale zu verarbeiten

    Ein zweiter, oft unterschätzter Mechanismus spielt sich im Zentralnervensystem ab. GLP-1-Rezeptoren sitzen nicht nur im Magen und Darm, sondern auch direkt im Hirnstamm – unter anderem in der Nähe der Areale, die Übelkeit und Erbrechen steuern.[2] Dein Gehirn deutet die plötzlich hohe Konzentration des Hormons zunächst als Warnsignal um. Es braucht schlicht Zeit, die neuen Sättigungsimpulse korrekt einzuordnen. Genau deshalb sind die Beschwerden nach Dosiserhöhungen besonders intensiv und werden danach wieder ruhiger.

    Was die Daten sagen: Klinische Langzeitdaten zeigen, dass Magen-Darm-Beschwerden bei der großen Mehrheit der Studienteilnehmer vorübergehend sind und primär in der Eindosierungsphase auftreten.[2] Mit jeder Woche der Gewöhnung nehmen Intensität und Häufigkeit kontinuierlich ab.


    Ernährung als erstes Werkzeug gegen Übelkeit bei GLP-1

    Wer die Nebenwirkungen seiner GLP-1-Therapie aktiv managen will, kommt an einer Anpassung der Ernährungsgewohnheiten nicht vorbei. Das ist keine Empfehlung aus dem Lehrbuch, sondern das, was im Alltag tatsächlich den Unterschied macht. Die Art, was und wie viel du isst, hat einen direkten und sofortigen Einfluss darauf, wie dein Magen auf das Medikament reagiert.[3]

    Fettarm essen und Portionen radikal verkleinern

    Fett ist der stärkste natürliche Verlangsamer der Magenentleerung, den wir kennen. Kombinierst du ihn mit dem medikamentösen Effekt, bleibt die Nahrung gefühlt stundenlang im Magen liegen – fermentiert, drückt, macht Übelkeit. Setze deshalb in den ersten Wochen konsequent auf leicht verdauliche, fettarme Kost: trockenes Knäckebrot, gekochter Reis, weißes gedünstetes Fleisch, gedämpftes Gemüse. Halbiere deine bisherigen Portionsgrößen und verteile die Nahrungsmenge auf vier bis fünf kleine Mahlzeiten über den Tag. Sobald du das erste Sättigungssignal spürst, legst du das Besteck sofort weg – jeder weitere Bissen wird sich rächen.[3]

    Natürliche Mittel: Ingwer und Pfefferminze gegen akute Übelkeit

    Bevor du zur Apotheke läufst, lohnt sich der Griff in die Küche. Frischer Ingwertee in kleinen, gleichmäßigen Schlucken über den Tag verteilt ist eine der am besten belegten natürlichen Maßnahmen gegen Übelkeit – mehrere randomisierte Studien bestätigen die Wirksamkeit von Ingwer bei verschiedenen Formen der Übelkeit.[4] Auch zuckerfreie Pfefferminzbonbons oder das kurze Einatmen von Pfefferminzöl kann die akute Übelkeitswelle dämpfen. Kalte, stille Getränke werden in dieser Phase fast immer besser vertragen als warme oder kohlensäurehaltige Flüssigkeiten.

    Elektrolyte und Flüssigkeit: unterschätzter Hebel

    Weil du unter GLP-1-Therapie deutlich weniger isst und trinkst als sonst, rutscht du schnell in einen Dehydrationszustand. Dehydration verstärkt Übelkeit, verursacht Kopfschmerzen und kann den Blutdruck destabilisieren – ein klassischer Teufelskreis. Halte täglich mindestens zwei bis zweieinhalb Liter stilles Wasser oder ungesüßten Kräutertee als festes Ziel. Wenn du mehrere Tage kaum gegessen hast, greife zusätzlich zu Elektrolytpräparaten ohne Zuger, um den Natrium- und Kaliumhaushalt stabil zu halten.

    Aus eigener Erfahrung: Die größte Verbesserung brachte nicht ein Medikament, sondern die Entscheidung, die Mahlzeiten auf mehrere kleine Portionen mit zwei Stunden Abstand aufzuteilen. Der Magen hatte plötzlich Zeit zum Durchatmen.


    Sodbrennen und Reflux bei GLP-1-Therapie aktiv bekämpfen

    Übelkeit ist das bekannteste Problem, aber Sodbrennen und Reflux sind für viele Betroffene auf Dauer belastender – weil sie die Nacht stören. Der Mechanismus ist derselbe wie bei der Übelkeit: Die verlangsamte Magenentleerung lässt Magensäure länger im Magen stehen, der durch das gestiegene Volumen nach oben drückt.[3] Mit einigen klaren Verhaltensregeln lässt sich das erheblich entschärfen.

    Drei-Stunden-Regel vor dem Schlafengehen

    Die einfachste und effektivste Regel lautet: mindestens drei bis vier Stunden vor dem Hinlegen nichts mehr essen. Klingt trivial, macht aber einen enormen Unterschied. Ein halb gefüllter, verlangsamter Magen in Horizontallage ist das perfekte Rezept für Reflux. Dazu: Abends keine Kohlensäure trinken, die treibt die Säure mechanisch nach oben. Wer regelmäßig nachts brennende Schmerzen hinter dem Brustbein hat, sollte das Kopfteil des Betts um etwa acht bis zehn Zentimeter erhöhen oder ein Keilkissen nutzen – Schwerkraft schlägt jedes Hausmittel.

    Magenentleerung aktiv anschieben: Bewegung nach dem Essen

    Ein kurzer Spaziergang von zehn bis zwanzig Minuten nach dem Essen regt die Darmperistaltik an und hilft dem Mageninhalt, sich nach unten zu verlagern. Damit reduzierst du den Rückflussdruck spürbar. Die Alternative – sich nach dem Essen flach hinlegen – ist einer der häufigsten Fehler in der Startphase. Wähle stattdessen eine aufrechte oder leicht zurückgelehnte Position, bis das Essen weitergezogen ist.

    Wichtiger Hinweis zu Säureblockern: Greife nicht eigenmächtig und dauerhaft zu rezeptfreien Protonenpumpenhemmern wie Omeprazol oder Pantoprazol. Diese Mittel verändern das Magenmilieu und können die Resorption wichtiger Nährstoffe sowie möglicherweise die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen.[5] Kurze Episoden in Absprache mit dem Arzt sind eine andere Sache – aber als Dauerlösung eignen sie sich nicht.


    Wann du sofort zum Arzt musst – Warnzeichen ernst nehmen

    Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen unangenehmen, aber harmlosen Anlaufbeschwerden und medizinischen Warnsignalen, die eine sofortige Abklärung erfordern. GLP-1-Medikamente greifen tief in das Stoffwechselsystem ein; die meisten Nebenwirkungen sind vorübergehend, aber einige seltene Komplikationen können ernsthaften Schaden anrichten, wenn sie ignoriert werden.[6]

    Pankreatitis – das wichtigste Warnsignal

    Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) ist eine bekannte, wenn auch seltene Komplikation unter GLP-1-Therapie.[6] Das Leitsymptom: plötzlich einsetzende, sehr starke Schmerzen im mittleren oder linken Oberbauch, die oft gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen. Anders als normale Übelkeit helfen Schonhaltung und Hausmittel hier nicht – die Schmerzen bleiben konstant intensiv und werden von anhaltendem Erbrechen begleitet. Bei diesem Muster gehst du sofort in die Notaufnahme, nicht erst am nächsten Morgen in die Praxis.

    Dehydration und Nierenfunktion im Blick behalten

    Wer über mehrere Tage anhaltend erbricht oder unter starkem Durchfall leidet, verliert gefährlich viel Flüssigkeit. Für Menschen mit Typ-2-Diabetes oder vorbestehenden Nierenproblemen kann eine akute Dehydration zu einem Nierenversagen führen.[7] Konkrete Warnsignale: deutlich dunklerer Urin als üblich, Schwindel beim Aufstehen, spürbar geringere Urinmenge über den Tag. Wenn sich das Bild innerhalb von 24 Stunden nicht bessert, muss die Dosis ärztlich angepasst oder pausiert werden.

    Nebenwirkungen dokumentieren – eine unterschätzte Gewohnheit

    Halte in den ersten Wochen kurz fest, wann du gespritzt hast, was du gegessen hast und wann welche Symptome aufgetreten sind. Drei Sätze im Handy reichen völlig. Diese Dokumentation hilft dir, eigene Auslöser zu erkennen (manche vertragen z. B. Eier oder fettige Speisen deutlich schlechter) und gibt deiner Ärztin oder deinem Arzt beim nächsten Termin eine viel bessere Grundlage für Anpassungsentscheidungen.


    Häufige Fragen (FAQ)

    Ich habe kaum Nebenwirkungen – wirkt das Medikament dann überhaupt?

    Ja, absolut. Es ist ein hartnäckiger Mythos in vielen Communities, dass starke Nebenwirkungen für eine bessere Wirkung stehen. Klinisch bestätigt ist das nicht – es gibt Menschen, die kaum Beschwerden haben und trotzdem sehr erfolgreich abnehmen. Wer wenig spürt, hat schlicht das Glück eines robusteren Verdauungstrakts.

    Darf ich Vomex oder Metoclopramid auf eigene Faust nehmen?

    Kurzfristig und nach Rücksprache mit dem Arzt kann Dimenhydrinat (Vomex) bei akuten Spitzen helfen. Es macht aber müde und behandelt nur das Symptom. Metoclopramid (MCP) solltest du nie ohne Rücksprache einnehmen, weil es gezielt die Magenentleerung beschleunigt und so die medikamentöse Wirkung beeinflusst. Die sicherere Langfriststrategie bleibt immer die Ernährungsanpassung.

    Wie lange dauert es, bis die Übelkeit wirklich besser wird?

    Das ist individuell, aber die Mehrheit der Betroffenen berichtet nach zwei bis vier Wochen auf einer stabilen Dosis eine deutliche Besserung. Nach jeder Dosiserhöhung startet der Anpassungsprozess kleiner neu. Wer nach sechs Wochen auf einer Dosisstufe noch täglich unter starker Übelkeit leidet, sollte das mit der Praxis besprechen – gelegentlich ist ein langsameres Eindosierungsschema die bessere Lösung.


    Quellenangaben

    1. Nauck, M. A. et al. (2021): GLP-1 receptor agonists in the treatment of type 2 diabetes – state-of-the-art. The Lancet Diabetes & Endocrinology
    2. Wilding, J. P. H. et al. (2021): Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity. New England Journal of Medicine
    3. Wharton, S. et al. (2022): Managing the gastrointestinal side effects of GLP-1 receptor agonists in obesity: recommendations for clinical practice. Postgraduate Medicine
    4. Anh, N. H. et al. (2020): Ginger on Human Health: A Comprehensive Systematic Review of 109 Randomized Controlled Trials. Nutrients
    5. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) (2024): Rote-Hand-Brief zu GLP-1-Rezeptoragonisten: Risiko von Wechselwirkungen und Dehydration. BfArM Publikationen
    6. European Medicines Agency (EMA) (2025): Update on the safety monitoring of GLP-1 receptor agonists – risk of pancreatitis and thyroid effects. EMA Official Reports
    7. American Diabetes Association (ADA) (2024): Standards of Care in Diabetes – 2024. Diabetes Care

    💬 Deine Erfahrung zählt

    Welche Strategie hat dir in den ersten Wochen am meisten geholfen, die Übelkeit in den Griff zu kriegen – und ab wann wurde es bei dir spürbar besser? Schreib es in die Kommentare: Deine konkreten Tipps können dem nächsten Einsteiger die härteste Phase deutlich leichter machen.

    Über den Autor

    Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums

    Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.

    Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.

    Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.

    MatzeForenleitung
    Gewichts-Plateau bei GLP-1 Therapie mit Protein und Maßband überwinden

    Vorheriger Artikel Gewichts-Plateau bei GLP-1: Was wirklich dahintersteckt und wie du es überwindest

    Mounjaro Dosierung Stufenplan von 2,5 mg bis 15 mg Tirzepatid wöchentlich

    Nächster Artikel Mounjaro Dosierung: Offizieller Plan und individuelle Anpassungen im Vergleich

    Antworten 9

    Waldgeist
    5. Juli 2026 um 01:17

    Hallo Ihr Lieben,

    eines vorweg: ich nehme (noch?) kein GLP-1.
    Aber mit Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden habe ich
    nähere Bekanntschaft geschlossen in meinem bisherigen Leben.

    • feuchtwarme Leberwickel (lernte ich bei einer Leberkur kennen und schätzen). Sehr angenehm und entspannend. Und das wichtigste: es hilft der Leber.
    • Fenchel-Anis-Kümmel-Tee (wurde mir von einem TCM-Doc empfohlen, der ihn täglich selber trank) Ich mag die einzelnen Bestandteile als Kräuter im Essen - der Tee ist nicht sooo meins, aber er wirkt entkrampfend und verdauungsfördernd. Viele Mütter haben ihn vermutlich als Still-Tee kennengelernt > damit die Zwerge nicht so unter Bähungen leiden sollten, tranken ihre Mütter diesen Tee.
    • Kissen mit Dinkelspelzen (kann man erwärmen, hilft mir aber auch ohne; meines ist fast 40 x 80 cm groß).
      Wenn mir nicht gut ist (Übelkeit, Völlegefühl, rumpeln + pumpeln im Bauch), dann lege ich mir das Kissen auf den Unterleib. Hilft wirklich gefühlt fast immer. Ich schätze es auch als normales Kopfkissen 😉
    • Ringelblüten-Tee (Vorsicht bei Allergie gegen Korbblütler!)
      Die Salbe lernte ich als Jugendliche kenne, über den Tee bin ich erst gestolpert, als ich eine Halsentzündung hatte. Allerdings fand nicht nur ich den Duft verführerisch. Meine beiden Waldgeister Motte und Flummi waren nicht nur angetan, sondern haben auch probiert und für gut befunden. Immer wenn ich in Zukunft diesen Tee trank waren die beiden zur Stelle ;) (Bei Motte habe ich mich nicht gewundert: die mochte auch Sauerkraut und Grünkohl ... bei ihr habe ich schnell gelernt auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen. Flummi hatte damals eine leichte Zahnfleischentzündung durch den Zahnwechsel - und auch dafür ist der Tee gut, wie ich damals bei Recherchen feststellte). Unter anderem auch gut bei Sodbrennen und Verdauungsproblemen.
    • Ingwer
      Nehme ich gerne zum Würzen (frisch lieber wie getrocknet), aber auch als Tee super gegen Übelkeit (wie Matze schon erwähnt hat).
    • Scharfgarbe
      kann man gut zum Würzen nutzen, aber auch als Tee.
      Die enthaltenen Bitterstoffe helfen bei der Verdauung, wenn die innere Beschwerdestelle meckert, weil das Essen zu schwer oder zu fettig war. Auch Blähungen und Völlegefühl können gemildert werden.
      Knabbere ich auch so mal gerne ein paar Blätter, wenn ich im Garten bin ;)
    • Süssholzwurzel (> auch in Lakritze, die aber leider oft viel Zucker enthält)
      In "normalen" Tees finde ich es lästig, weil es immer durchschmeckt. Aber dafür ist es u.a.bekannt für seine Einsätze bei Verdauungsschwäche, Bauchschmerzen. Mir tut es in Form von Lakritze auch gut bei Übelkeit (Ne, keine milden weichen Bonbons: Sallos Original ;)
    • Schwedenkräuter groß (ursprünglich werden sie in hochprozentigem Alkohol angesetzt, aber letztes Jahr
      bin ich über einen Tipp gestolpert, es mit Apfelessig zu probieren. Gemacht, getan: Schwedenkräuter besorgt, mit Apfelessig (+ Essigmutter) aufgegossen und ziehen lassen - ab und zu mal umrühen. Da die Kräutermischung diverse "Stöffchen" enthält, guckt sie euch bitte genau an. Kann ja immer sein, daß man etwas davon nicht verträgt. Von dem fertigen Ansatz nehme ich für einen großen Becher 1 EL und fülle ihn mit warmen Wasser auf(keinem heißen - das würde zumindest die Wirkstoffe des Essigs kaputt machen).
    • Zimt
      Seufz - das ist eines der Gewürze, denen ich schon ewig verfallen bin ...
      Kann den Blutzuckerspiegel in seine Schranken schubsen, gut für die Verdauung, Blähungen, zur Stärkung der Mitte ...

      Es gibt mit Sicherheit noch viel mehr, was ich jetzt nicht aufgeführt habe.
      Vor diversen Jahren hat ein Kräuter- und Gewürzbuch seinen Platz in meiner Sammlung eingenommen,
      in dem u. a. auch Infos bezüglich der Wirkstoffe enthalten sind.

      „Eure Nahrung sei eure Medizin, und eure Medizin sei eure Nahrung“ wie schon Hippokrates sagte.

    jovis
    5. Juli 2026 um 01:38

    Danke für die vielen Infos! Wenn es meinem Magen nicht gut geht hilft mir auch einfach heißes Wasser zu trinken. Das beruhigt den Magen-Darm-Trakt enorm.

    Netti
    5. Juli 2026 um 07:06

    Waldgeist wow, was für eine tolle Zusammenstellung. Vielen Dank dafür 😁👍

    Enyola
    5. Juli 2026 um 10:14

    Meine Symptome waren nicht wie Verdauungsprobleme im allgemeinen Sinn, sondern eher direkte biochemische Wirkung der Wirkstoffe. Die Übelkeit hat mich an Reiseübelkeit erinnert, auch von den Modalitäten her: Geholfen hat, was die Raumverhältnisse im Bauch ändert: Blase entleeren und v.a.: Essen 🙄. Auch Spritzen auf nicht-nüchternen Magen war bei mir besser als auf nüchternen.

    Für Symptome, die auf Probleme durch verlangsamte/verschlechterte Verdauung zurückzuführen sind, habe ich kürzlich eine Empfehlung gelesen, Verdauungsenzyme einzunehmen, dass das jemandem in der Situation sehr gut geholfen hat. Das schwere Geschütz wäre ein Kombipräparat mit Betain HCl (für Proteinverdauung), Pancreatin (Mischung aus Amylase, Lipase, Protease), Ochsengalle (für Fettverdauung) und Enzyme aus Obst wie Papain und Bromelain. Direkt nach dem Frühstück einnehmen, nicht auf leeren Magen.

    Für Schwefelrülpser hat jemandem die Einnahme von Acidophilus geholfen.

    Habe selbst keine Erfahrung damit, habe auch diese Probleme nicht, aber vielleicht möchte jemand von euch experimentieren.

    Zu Süßholz noch ein CAVEAT: kann bei höheren Dosen Bluthochdruck fördern, Ödeme und Kaliummangel entstehen lassen. Es gibt auch Wechselwirkungen mit manchen Medikamenten.

    Edit: Habe gerade gesehen, es gibt in Apotheken DGL-Präparate (Deglycyrrhiziniertes Süßholz). Das hat die magenschützende Wirkung ohne die erwähnten Nebenwirkungen.

    Sausebärin
    5. Juli 2026 um 10:41
    Zitat von Enyola

    Für Symptome, die auf Probleme durch verlangsamte/verschlechterte Verdauung zurückzuführen sind, habe ich kürzlich eine Empfehlung gelesen, Verdauungsenzyme einzunehmen, dass das jemandem in der Situation sehr gut geholfen hat. Das schwere Geschütz wäre ein Kombipräparat mit Betain HCl (für Proteinverdauung), Pancreatin (Mischung aus Amylase, Lipase, Protease), Ochsengalle (für Fettverdauung) und Enzyme aus Obst wie Papain und Bromelain. Direkt nach dem Frühstück einnehmen, nicht auf leeren Magen.

    Achtung:

    Wer Blutverdünner nimmt wie zb. Xarelto, Eliquis sollte kein Bromelain verwenden, da es zu vermehrter Blutungsneigung kommen kann.

    Waldgeist
    5. Juli 2026 um 10:57

    Guten Morgen Enyola,

    Zitat von Enyola

    Zu Süßholz noch ein CAVEAT: kann bei höheren Dosen Bluthochdruck fördern, Ödeme und Kaliummangel entstehen lassen. Es gibt auch Wechselwirkungen mit manchen Medikamenten.

    danke für den Hinweis.
    Ich nehme z. B. Lakritze nur selten - wenn ich gerade nichts anderes zu Hand habe 1 Stück.
    Süßholz habe ich als wirksamen Bestandteil in medizinischen TCM-Tees kennengelernt (zusammengestellt von
    erfahrenen Ärzten nach einer ausführlichen Anamnese).
    Es ist letztendlich ganz einfach: zuviel von irgendwas tut selten gut.

    Waldgeist
    5. Juli 2026 um 11:20
    Zitat von Waldgeist

    „Eure Nahrung sei eure Medizin, und eure Medizin sei eure Nahrung“ wie schon Hippokrates sagte.

    Vielleicht noch einen Nachsatz zu meiner Erfahrungen gegen Übelkeit:
    Ich suche gerne nach Hilfsmitteln, ohne gleich in den Medizinschrank zu greifen.
    Dabei habe ich im allgemeinen für meine Baustellen ein gutes Händchen.
    Aber ganz klar: mich kenne ich gut, euch nicht.
    Empfehlungen anderer sollte man stets prüfen, ob sie in Verbindung
    mit den eigenen gesundheitlichen Problemen (und der dazugehörigen Medikation) kritisch sein können.

    Lach - ich war so neugierig, daß ich selbst Recherche betrieben habe nach den einzelnen Bestandteilen
    meiner medizinischen TCM-Tees (weil ich gerne wissen wollte, was wozu gut ist und wie wirkt).
    Recherche ist etwas, was mir sehr viel Spaß macht und ich sehr verinnerlicht habe.
    Dabei vergesse ich manchmal, daß das nichts allgemein selbstverständliches ist.

    Waldgeist
    5. Juli 2026 um 12:02

    Als ich gestern Nacht auf der Suche nach Akupressur gegen Übelkeit war,
    bin ich darüber gestolpert, daß Akupressur gegen Übelkeit auch in der Krebsbehandlung empfohlen wird.
    Akupressur habe ich gegen Übelkeit noch nicht ausprobiert, werde es demnächst aber testen.
    Der Vorteil: Wenn man nichts bei sich hat, außer sich selbst, ist es einen Versuch wert.

    Helios Gesundheit > Onkologie
    https://www.google.com/url?sa=t&sourc…Yx3jK_5hiI5e78Q

    Selbsthilfe durch Akupressur bei Übelkeit, Würgereiz & Schluckauf
    https://kompetenznetz-kokon.de/assets/infozept-akupressur-uebelkeit,wuergereiz,schluckauf.pdf

    Akupressur gegen Übelkeit und Erbrechen
    symptomnavi.ch | Akkupressur gegen Übelkeit

    Ätherisches Pfefferminzöl hatte ja Matze auch erwähnt.
    Hier emfehlen Sie Zitronenöl.

    Duftstick mit Zitronenöl (Röhreninhalator)
    https://kompetenznetz-kokon.de/assets/Infozept-Duftstick-Zitronenol.pdf

    Mit Manderine und Orange habe ich gute Erfahrungen gemacht bei innerer Unruhe, aber auch "einfach so", weil mir der Duft zusagt.

    Waldgeist
    8. Juli 2026 um 15:22

    Nachsatz zum Thema Akupressur: bei mir half es heute morgen🥳

    Diskutiere mit!

    Über diesen Artikel

    Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und dem Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen. Sie ersetzen keinesfalls die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und stellen keine medizinische Diagnose, Therapieempfehlung oder Dosierungsanleitung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden, Fragen zur Dosierung oder Veränderungen deiner Therapie konsultiere ausschließlich fachkundiges medizinisches Personal.

    Quellen & Aktualität: Alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen sind am Artikelende mit vollständiger Quellenangabe aufgeführt und verlinkt. Die Inhalte werden bei relevanten neuen Erkenntnissen aktualisiert. Trotz sorgfältiger Recherche übernehme ich keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und dauerhafte Aktualität.

    KI-Unterstützung: Dieser Beitrag sowie ein oder mehrere Bilder wurden mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

    Redaktionelle Richtlinien: Wie unsere Artikel entstehen, welche Quellen wir nutzen und wie wir KI einsetzen, erklären wir transparent in unseren Redaktionellen Richtlinien →

    Kategorien

    1. Info 185
    2. Nahrungsmittel 9
    3. Nahrungsergänzungsmittel 14
    4. Ernährung 24
    5. Gesundheit 51
    6. News 78
    7. Filter zurücksetzen
    Über den Artikel diskutieren 9 Antworten, zuletzt: 8. Juli 2026 um 15:22

    Interne Links

      Impressum

      Nutzungsbedingungen

      Kontakt

      Forumsregeln

      Datenschutzerklärung

      Haftungsausschluss

      Über uns

      Über mich

      Redaktionelle Richtlinien

      Medizinischer Disclaimer

      Forenübersicht

    Weitere Links

      Adipositas Gesellschaft

      Deutsche Diabetes Gesellschaft

      NetDoktor

      BfArM

      Paul-Ehrlich-Institut

      Das Diabetesinformationsportal

      Diabetiker Niedersachsen e.V.

      Nakos

    Was wir sind

      Das GLP-1 Forum ist die größte deutschsprachige Community zum Austausch über GLP-1-Rezeptor-Agonisten. Der sogenannten Abnehmspritze. Dazu zählen Medikamente wie Ozempic, Wegovy und Mounjaro, die bei Typ-2-Diabetes und Adipositas eingesetzt werden.


      Im Forum teilen Mitglieder Erfahrungen zur "Abnehmspritze", informieren sich über Wirkung und Nebenwirkungen und unterstützen sich gegenseitig.

    Stil: Aconic Multi by GrischaMedia
    Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.6
    Betreut durch LOTSWERK
    GLP-1 Forum: Erfahrungen mit Ozempic, Wegovy & Mounjaro in der WSC-Connect App bei Google Play
    GLP-1 Forum: Erfahrungen mit Ozempic, Wegovy & Mounjaro in der WSC-Connect App im App Store
    Download