UPDATE: Mounjaro Erfahrungen nach 18 Monaten: 44,5 Kilogramm weniger und ein langsameres, aber stabiles Tempo
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Matze -
11. August 2026 um 14:56 -
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Zuletzt aktualisiert: 11. August 2026 um 14:56
Lesezeit: 11 Minuten
🔄 Zuletzt aktualisiert: August 2026 – Dieses Update entstand genau sechs Monate nach meinem ersten Erfahrungsbericht und spiegelt meinen persönlichen Stand nach 18 Monaten Tirzepatid-Therapie wider.
Meine Mounjaro Erfahrungen nach 18 Monaten sehen heute anders aus als vor einem halben Jahr: 44,5 Kilogramm weniger, ein spürbar langsameres Tempo und trotzdem eine Ruhe im Kopf, die selbst einen Trauerfall in der Familie überstanden hat. Genau sechs Monate nach meinem letzten Bericht ziehe ich Bilanz, ehrlich wie immer.
⚠️ Wichtiger medizinischer Hinweis
Dieser Erfahrungsbericht schildert meinen persönlichen Verlauf mit Tirzepatid und ersetzt kein Arztgespräch zur Dosisanpassung oder zum Umgang mit einem Gewichtsplateau.
Wenn deine Waage über Wochen stillsteht oder du deine Dosis verändern möchtest, sprich das immer zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
📌 Auf einen Blick
- Therapiedauer: 18 Monate, seit Februar 2025
- Gesamter Gewichtsverlust: 44,5 kg, davon 7 kg in den letzten sechs Monaten
- Aktuelle Dosis: 5 mg wöchentlich, zwischenzeitlich 7,5 mg getestet und wieder verworfen
- Tempo: deutlich langsamer als im ersten Jahr, aber weiterhin rückläufig
- Größte Belastung: ein Trauerfall in der Familie, ohne Rückfall in alte Essmuster
- Größter Gewinn: Der Kopf bleibt aus, auch unter Stress und in neuen Lebensphasen
- Alltag: normale Konfektionsgrößen, beschwerdefreies zweites Knie, keine Atemnot mehr bei Belastung
📑 Inhaltsverzeichnis▼
Mounjaro Erfahrungen nach 18 Monaten: 44,5 Kilogramm weniger und ein langsameres, aber stabiles Tempo
Nach 18 Monaten mit Tirzepatid habe ich insgesamt 44,5 Kilogramm abgenommen, seit meinem letzten Bericht vor sechs Monaten also weitere 7 Kilogramm. Das Tempo hat sich deutlich verlangsamt, meine Dosis liegt weiterhin bei 5 Milligramm wöchentlich. Für mich ist das kein Rückschritt, sondern ein Zeichen, dass mein Körper einen neuen Gleichgewichtspunkt gefunden hat.
Genau auf den Tag genau ist es jetzt anderthalb Jahre her, dass ich mir mit BMI 45,2 und als Hochrisikopatient vor einer Knie-OP den ersten Mounjaro-Pen gesetzt habe. Wer die ersten zwölf Monate meiner Reise nachlesen möchte, findet sie in meinem Bericht zu meinen ersten zwölf Monaten mit Tirzepatid. Damals waren es 37,5 Kilogramm. Heute, sechs Monate weiter, sind es 44,5 Kilogramm – und ich habe gelernt, dass ein langsameres Tempo nicht gleichbedeutend mit Stillstand ist.[1]
Warum es nach 12 Monaten langsamer wurde
Wer nach einem Jahr Therapie plötzlich weniger Fortschritt auf der Waage sieht, denkt schnell: Das Medikament wirkt nicht mehr. Bei mir war das nicht der Fall – es wurde einfach langsamer, wie es die Studienlage auch erwarten lässt. In der zulassungsrelevanten SURMOUNT-1-Studie lag der durchschnittliche Gewichtsverlust nach 72 Wochen unter 5 Milligramm Tirzepatid bei rund 15 Prozent des Ausgangsgewichts, unter 10 Milligramm bei knapp 20 Prozent und unter 15 Milligramm bei etwa 21 Prozent – gegenüber gut 3 Prozent unter Placebo.[1] Was das bedeutet: Auch die niedrigste Erhaltungsdosis liegt weit vor Placebo, aber der größte Teil des Gewichtsverlusts passiert in den ersten Monaten, danach flacht die Kurve bei allen Dosierungen spürbar ab. Genau das erlebe ich gerade.
5 mg als mein Sweet Spot: Warum mehr nicht mehr gebracht hat
Vor etwa sieben Monaten habe ich testweise noch einmal auf 7,5 Milligramm erhöht, in der Hoffnung, das Plateau schneller zu durchbrechen. Das Ergebnis: kein spürbarer Unterschied, dafür wieder ein leicht flauerer Magen. Also bin ich zurück auf 5 Milligramm gegangen – meinen Sweet Spot. Laut Fachinformation gelten 5, 10 oder 15 Milligramm gleichermaßen als anerkannte Erhaltungsdosis, es gibt also keine medizinische Pflicht, die Höchstdosis anzustreben.[2] Mehr über den Wechsel zwischen den Dosisstufen, das war für mich schon im ersten Jahr entscheidend, liest du in meinem Beitrag zur Mounjaro Klicktechnik mit dem KwikPen.
Kurz gesagt: Auch bei stabiler 5-mg-Dosis bleibt Tirzepatid deutlich wirksamer als Placebo, auch wenn das Tempo mit der Zeit nachlässt. Ein langsameres Jahr zwei ist kein Zeichen für Wirkungsverlust, sondern ein normaler Teil der Langzeittherapie.
Trauerfall und neue Projekte: Wie ich stabil geblieben bin, ohne den Kopf zu verlieren
Die letzten sechs Monate waren emotional alles andere als ruhig. Ein Trauerfall in der Familie hat mich hart getroffen, gleichzeitig sind neue, aufregende Projekte dazugekommen: ein eigenes Nebengewerbe und die Entwicklung einer eigenen App. Genau die Art von Ausnahmezustand, in der ich früher automatisch zu Essen gegriffen hätte, um mit Stress, Trauer oder Überforderung klarzukommen.
Der Kopf bleibt aus, auch wenn das Leben chaotisch wird
Genau das ist nicht passiert. Der Food Noise, dieses ständige gedankliche Kreisen ums Essen, ist ausgeblieben, obwohl mich der Trauerfall emotional stark belastet hat. Studien zu GLP-1-Wirkstoffen zeigen, dass sie Hunger- und Sättigungssignale im Gehirn beeinflussen und die Nahrungsaufnahme unabhängig von der Stimmungslage reduzieren können.[3] Was das für mich bedeutet: Die Therapie hat mir nicht die Trauer genommen, aber sie hat verhindert, dass ich sie wie früher mit Essen betäube. Wäre das nicht möglich gewesen, wäre ich nach eigener Einschätzung nicht so stark geblieben.
Neue Projekte als Kraftquelle statt Ablenkung durchs Essen
Parallel zur Trauer sind das Nebengewerbe und die App-Entwicklung entstanden – Projekte, die viel Energie fordern, mir aber auch viel zurückgeben. Früher hätte ich in stressigen Projektphasen wahrscheinlich zu Chips oder Fast Food gegriffen, um kurz durchzuatmen. Diesmal war der Griff zum Essen als Belohnung oder Ausgleich einfach nicht mehr da. Stattdessen habe ich gemerkt, dass mir die neue Klarheit im Kopf auch beim konzentrierten Arbeiten hilft.
Gerade an langen Abenden, wenn nach der Schicht im Hafen noch Code geschrieben oder an der App-Idee gefeilt werden wollte, hätte früher spätestens gegen 22 Uhr der Kühlschrank gelockt. Diese Automatik ist einfach weg. Ich sitze am Rechner, bin konzentriert, und irgendwann merke ich, dass ich seit Stunden nicht ans Essen gedacht habe. Das war für mich früher unvorstellbar, weil Arbeit und Stress bei mir früher fast immer mit Snacken verknüpft waren. Heute trennt sich beides sauber, und das gibt mir zusätzlich Energie für die neuen Projekte, statt dass sie mich auffressen.
Der Trauerfall selbst hat mich trotzdem nicht kaltgelassen. Es gab Abende, an denen ich einfach nur still dagesessen habe, ohne Antrieb für irgendetwas. Aber selbst in diesen Momenten war der erste Impuls nicht mehr, den Kühlschrank zu öffnen. Das war neu für mich, und im Rückblick vermutlich einer der klarsten Beweise dafür, wie tief Food Noise früher mit meinem emotionalen Erleben verwoben war.
„Ich bin stark geblieben und habe der Versuchung der Leckereien nicht nachgegeben. Sonst wäre das alles so nicht möglich gewesen. Der Kopf ist aus."
Körperliche Veränderungen nach 18 Monaten: Vom zweiten Knie bis zur Kleidergröße
Die Zahl auf der Waage ist das eine. Was sich im Alltag verändert hat, ist für mich fast eindrücklicher. Ich kann heute wieder ganz normal im Geschäft Kleidung kaufen, einfach von der Stange, ohne vorher im Internet nach Big-Size-Anbietern zu suchen.
Das erste Knie ist eingelebt, das zweite gibt endlich Ruhe
Mein neues Kniegelenk hat sich in den 18 Monaten gut eingelebt. Interessant ist für mich das andere Knie, das laut Vorbesprechung irgendwann ebenfalls operiert werden müsste: Es gibt inzwischen Ruhe, keine Schmerzen mehr. Jedes Kilogramm weniger bedeutet für ein Kniegelenk beim Gehen ein Vielfaches an weniger Belastung, das war schon bei der Indikation zu meiner ersten OP der zentrale Punkt.[4] Was das bedeutet: Ein entlastetes Gelenk heilt dadurch nicht automatisch, aber weniger mechanischer Druck kann Beschwerden spürbar lindern, ohne dass gleich eine zweite Operation ansteht. Wie GLP-1-Medikamente bei anderen aus der Community eine zweite Knie-OP hinausgezögert oder überflüssig gemacht haben, beschreibt auch der Erfahrungsbericht zu gesünderen Knien durch weniger Gewicht.
Hitze, Höhe und Alltag: Was der Körper heute leistet, ohne zu kämpfen
Auch bei den aktuell hohen Temperaturen gehe ich lange Spaziergänge, ohne ins Schwitzen zu geraten. Beruflich bin ich als Hafenfacharbeiter viel auf Arbeitsgeräten unterwegs, die Leiter auf mein Gerät in 16 Metern Höhe steige ich mittlerweile ohne Probleme hoch, oben angekommen ohne Schnaufen. Schuhe zubinden, in die Hocke gehen, sich bücken – alles Dinge, die ich vor 18 Monaten kaum noch geschafft habe, ohne aus der Puste zu kommen.
Alltagssituationen: Vorher und heute im Vergleich
| Situation | Vor 18 Monaten | Heute |
|---|---|---|
| Kleidung kaufen | Nur online, gezielte Big-Size-Anbieter | Normale Konfektionsgröße im Geschäft |
| Leiter in 16 m Höhe | Schnaufen, spürbare Anstrengung | Ohne Probleme, kein Schnaufen |
| Spaziergang bei Hitze | Starkes Schwitzen, kurze Strecken | Lange Strecken ohne starkes Schwitzen |
| Zweites Kniegelenk | Schmerzen, weitere OP im Raum | Beschwerdefrei, keine akute OP-Notwendigkeit |
Selbstbewusstsein und Umfeld: Wie sich die Wahrnehmung verändert hat
Das unbeschreiblichste Gefühl der letzten Monate war für mich nicht die Zahl auf der Waage, sondern wie sich mein Selbstbild verändert hat. Ich ertappe mich nicht mehr bei dem Gedanken „ach, das bin ja nur der Dicke". Das ist komplett anders geworden, und das hat spürbar mit meinem Selbstbewusstsein zu tun.
Vom Vorurteil zur Anerkennung: Was sich im Umfeld verändert hat
Mein Umfeld akzeptiert die Therapie mittlerweile, ganz ohne das „ach, du hast es dir ja leicht gemacht", das mir am Anfang so wehgetan hat. Stattdessen freuen sich Menschen mit mir und zollen mir Respekt. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Laut der aktuellen S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas berichten 16,2 Prozent der Frauen und 4,6 Prozent der Männer mit Adipositas von einer ausgeprägten Selbststigmatisierung, also davon, die gesellschaftlichen Vorurteile über die eigene Figur zu verinnerlichen.[5] Was das bedeutet: Das Vorurteil, Abnehmspritzen seien Schummeln, sitzt nicht nur im Außen, sondern nistet sich oft auch im eigenen Kopf ein. Wer das Vorurteil selbst schon gehört hat, findet in meinem Beitrag Abnehmspritze und das Schummeln-Vorurteil mehr Hintergrund.
Warum ich mein Selbstbild neu schreiben musste
Fachliteratur beschreibt, dass Menschen mit Adipositas häufig unter einem geringeren Selbstwertgefühl leiden, das eng mit gesellschaftlichen Schlankheitsidealen zusammenhängt.[6] Was das für mich bedeutet: Der körperliche Gewichtsverlust allein hat mein Selbstbild nicht automatisch repariert, ich musste bewusst umdenken. Die neue Zurückhaltung des Food Noise hat mir dabei geholfen, weil ich nicht mehr ständig gegen mich selbst ankämpfen musste. Wie sich diese mentale Verschiebung anfühlt, wenn der innere Lärm ums Essen verstummt, beschreibe ich ausführlicher im Beitrag zur mentalen Umstellung, wenn der Food Noise verstummt.
Am deutlichsten spüre ich den Unterschied im Beruf. Als Hafenfacharbeiter bin ich früher oft davon ausgegangen, dass Kolleginnen und Kollegen mich zuerst über mein Gewicht wahrnehmen, bevor sie meine Arbeit sehen. Dieses Gefühl ist inzwischen fast verschwunden. Ich gehe heute anders auf Menschen zu, auch beruflich, weil ich nicht mehr ständig im Kopf mit einer vermeintlichen Schwäche beschäftigt bin. Das hat nichts mit Eitelkeit zu tun, sondern damit, wie viel mentale Energie früher allein durch dieses Grübeln verloren ging.
Plateaus bei Mounjaro: Meine Erfahrung und mein Rat nach 18 Monaten
Ein Gewichtsplateau bei Mounjaro bedeutet nicht, dass die Therapie nicht mehr wirkt. Es zeigt, dass sich dein Körper an eine neue Stoffwechsellage angepasst hat. Mein Rat aus 18 Monaten Erfahrung: Nicht sofort die Dosis erhöhen, sondern abwarten, solange der Kopf ruhig bleibt und du dich insgesamt wohlfühlst.
Warum ich die Dosis nicht dauerhaft erhöht habe
Auch nach 18 Monaten und mehreren Plateauphasen bleibe ich bei meiner Linie aus dem ersten Jahr: Solange der Kopf aus ist, also kein Food Noise zurückkommt, sehe ich keinen Grund, die Dosis zu erhöhen. Das ist meine persönliche Off-Label-Entscheidung, kein offizielles Schema, und sie ersetzt kein Arztgespräch. Eine große Studie zur Langzeittherapie mit Tirzepatid zeigt zumindest, dass eine kontinuierliche Behandlung entscheidend für den Erhalt des Gewichtsverlusts ist – wichtiger als eine möglichst hohe Dosis.[2] Was das bedeutet: Dranbleiben zählt offenbar mehr als draufsatteln.
Was wirklich hilft, wenn die Waage stillsteht
Was mir über die Plateauphasen hinweggeholfen hat, war vor allem Geduld und ein ehrlicher Blick auf die eigenen Werte. Statt jede Woche panisch auf die Waage zu starren, hilft es, den Verlauf über Wochen zu dokumentieren. Unser Tagebuch für Injektionen und Gewichtsverlauf zeigt mir dabei den Trend über Monate, statt mich von einzelnen schlechten Wochen verunsichern zu lassen. Wer noch unsicher bei den Zwischendosen zwischen 5 und 7,5 Milligramm ist, dem hilft unser Klick-Rechner zur Injektionsdosis, den passenden Schritt zu finden.
Drei Dinge haben mir persönlich am meisten geholfen, ein Plateau auszuhalten, ohne in Aktionismus zu verfallen:
- Den Wochendurchschnitt statt der Tageswerte betrachten, weil Wasser- und Hormonschwankungen einzelne Messungen leicht verzerren.
- Den Fokus zwischenzeitlich weg von der Waage lenken und stattdessen auf Alltagsfähigkeiten schauen, etwa wie leicht mir Treppen oder die Leiter am Arbeitsgerät fallen.
- Erst nach mehreren Wochen ohne jede Veränderung überhaupt über eine Dosisanpassung nachdenken, und diese dann ärztlich absprechen statt sie allein zu entscheiden.
Aus Frust über ein Plateau die Dosis eigenmächtig und schnell zu erhöhen, kann mehr Nebenwirkungen bringen, ohne das Plateau sicher zu durchbrechen. Bespreche Dosisänderungen deshalb immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Häufige Fragen aus der Community
Ist 44,5 kg in 18 Monaten ein normales Tempo mit Mounjaro?
Es gibt kein einzelnes normales Tempo, dafür ist die Reaktion auf Tirzepatid zu individuell. Bei mir war das erste Jahr deutlich schneller als das zweite, das deckt sich mit dem, was Studiendaten zum Verlauf über die Zeit zeigen. Wichtiger als Tempo ist für mich, dass es kontinuierlich weiter nach unten geht und ich mich dabei gut fühle.
Muss ich die Dosis erhöhen, wenn ich ein Plateau habe?
Nein, nicht automatisch. Ich habe es selbst getestet und mit 7,5 statt 5 Milligramm keinen Unterschied gemerkt, dafür mehr Nebenwirkungen. Solange der Food Noise ausbleibt, sehe ich für mich persönlich keinen Grund zur Erhöhung. Ob das für dich passt, solltest du trotzdem mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen.
Wie schaffst du es, in stressigen Phasen nicht rückfällig zu werden?
Ehrlich gesagt hätte ich mir die Frage vor der Therapie selbst nicht zugetraut zu beantworten. Der große Unterschied ist, dass Essen für mich aktuell einfach kein automatischer Reflex auf Stress oder Trauer mehr ist. Der Kopf bleibt aus, auch wenn drumherum viel los ist. Das nehme ich niemandem als Selbstverständlichkeit ab, bei mir war es aber genau das, was mich durch die letzten Monate getragen hat.
Quellenangaben
- Jastreboff AM, Aronne LJ, Ahmad NN et al. (2022): Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity. New England Journal of Medicine. SURMOUNT-1-Studienzusammenfassung der Falk Foundation
- Aronne LJ, Sattar N, Horn DB et al. (2024): Continued Treatment With Tirzepatide for Maintenance of Weight Reduction in Adults With Obesity. The SURMOUNT-4 Randomized Clinical Trial. JAMA. 2024;331(1):38-48. SURMOUNT-4-Studienzusammenfassung der Falk Foundation
- Blundell J, Finlayson G, Axelsen M et al. (2017): Effects of once-weekly semaglutide on appetite, energy intake, energy expenditure, gastric emptying and blood glucose. Diabetes, Obesity and Metabolism. DOI 10.1111/dom.12891
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) (2023): Leitlinie Gonarthrose – Indikation zur endoprothetischen Versorgung. AWMF-Leitlinie 033-004
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) / Deutsche Adipositas-Gesellschaft (2024): S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas. AWMF-Leitliniendokument zur Adipositastherapie
- Deutsches Ärzteblatt (2024): Psychotherapie der Adipositas. Archivbeitrag im Deutschen Ärzteblatt
Fazit: 18 Monate Mounjaro bedeuten für mich 44,5 Kilogramm weniger, ein spürbar langsameres, aber weiterhin stabiles Tempo bei 5 Milligramm, einen Trauerfall, den ich ohne Rückfall in alte Essmuster überstanden habe, und ein Selbstbewusstsein, das ich lange nicht kannte. Das größte Geschenk bleibt für mich die Ruhe im Kopf, gerade dann, wenn im Leben drumherum vieles laut ist.
Frage an die Community: Wie geht es dir in Phasen, in denen privater Stress oder Trauer auf deine Therapie treffen? Bleibt bei dir der Kopf auch aus, oder meldet sich der Food Noise in solchen Momenten wieder zurück? Schreib es in die Kommentare.
Über den Autor
Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums
Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.
Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.
Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.
Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.
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