Schlank, aber freudlos: Warum GLP-1-Medikamente emotionale Apathie auslösen können
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Matze hat einen neuen Artikel veröffentlicht:
ArtikelSchlank, aber freudlos: Warum GLP-1-Medikamente emotionale Apathie auslösen können
Immer mehr Menschen verlieren durch Abnehmspritzen wie Ozempic, Wegovy oder Mounjaro zwar rasant an Gewicht, spüren aber plötzlich eine unerwartete emotionale Leere in ihrem Alltag. Finde heraus, warum diese modernen Medikamente neben dem Hungergefühl auch deine Lebensfreude dämpfen können und welche bewährten Strategien dir aus der Antriebslosigkeit helfen.Matze22. Februar 2026 um 10:24 ZitatImmer mehr Menschen verlieren durch Abnehmspritzen wie Ozempic, Wegovy oder Mounjaro zwar rasant an Gewicht, spüren aber plötzlich eine unerwartete emotionale Leere in ihrem Alltag. Finde heraus, warum diese modernen Medikamente neben dem Hungergefühl auch deine Lebensfreude dämpfen können und welche bewährten Strategien dir aus der Antriebslosigkeit helfen. -
Achtsamkeit (Aufmerksamkeit) oder auch bewusstes Wahrnehmen ist ein wichtiges Thema, aber nicht nur unter Medikamenten.
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Das ist ein sehr wichtiges Thema!
Dass insbesondere nach Adipositaschirurgie die stark erhöhte Suizidrate auffällig ist, ist ja lange bekannt (https://www.aerzteblatt.de/news/adiposita…fc-9a86707eca7b).
Auch wenn ich selbst bisher immer weit entfernt von BMIs war, bei denen eine Adipositaschirurgie ernsthaft in Betracht gezogen worden wäre, so ist das ein Thema, welches mich schon länger sehr beschäftigt.
Und mich dann ehrlich gesagt in der neuesten Zeit auch ernsthaft aufregte, dass die Krankenkasse immer noch relativ "leichtfertig" die Kosten für eine OP bezahlt, aber nicht die für Wegovy oder Mounjaro. Dadurch gibt es einfach viele Menschen, die schlicht aus Geldgründen zur bezahlten OP gezwungen werden, obwohl die Abnehmspritzen wahrscheinlich zum gleichen Erfolg führen würden (zumindest bei guter Begleitung mit Ernährungsberatung etc. und einer Off-Label-Anwendung, wo nicht pauschal jeden Monat um 2,5mg erhöht wird).Ich finde das unverantwortlich und frage mich auch, ob über diese erhöhte Suizidrate überhaupt ordentlich aufgeklärt wird, in den Vorgesprächen der OPs.
Ich bin keine Psychologin, aber für mich klang das schon immer völlig logisch. Ich und sehr viele andere Menschen sind Stressesser. Du beschreibst das ja auch gut in deinem Artikel. Es gibt einfach Situationen im Leben, dagegen "hilft" quasi nur noch Schokolade. Zumindest wenn man da keinen Weg rausfindet. Aber das ist sicher kein Prozess von heute auf morgen. Wenn ich mir vorstelle, dass es mir gerade so richtig dreckig geht, mein Gehirn schreit laut nach Essen, ich will essen, aber es geht nicht, weil irgendjemand an meinem Magen rumgeschnippelt hat, das klingt für mich nach einer Horrorstory. Das wäre, wie wenn mir jemand meine gesunden Beine amputiert, weil ich in irgendeinem Schockmoment vor irgendetwas weggerannt bin, wovor ich nicht hätte wegrennen sollen und was auch objektiv nicht die schlaueste Idee war.
Die Wirkstoffe hier ist aus meiner Sicht eine Revolution, weil man zwar essen kann, aber nicht will. Ganz unabhängig davon, dass die Abnehmspritze natürlich zusätzlich nicht invasiv ist und jederzeit abgesetzt werden kann. Für mich ein sehr großer Unterschied.Ein bisschen schade, aber auch hier irgendwie logisch, dass leider auch die Abnehmspritze bei manchen Menschen zu einem leereren und freudlosen Leben führt. Tatsächlich habe ich mir darüber auch schon vor meiner ersten Dosis Gedanken gemacht: was mache ich entspannendes mit der gesparten Zeit, in der ich vorher das Zeug in mich reingestopft habe, quasi außerplanmäßig zum Supermarkt oder sonntags zur Tankstelle oder zum Hauptbahnhof gegangen bin?
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In Deutschland sind ein Viertel der Erwachsenen stark übergewichtig (adipös; BMI ≥30 kg/m2), das sind 23% der Männer und 24% der Frauen.
Ich würde es mir ja auch sehr wünschen, dass die Krankenkasse die Kosten für die GLP-1 Medikamente übernehmen würde, glaube aber nicht das es dazu kommen wird. Wenn alle die oben beschriebenen adipösen Erwachsenen, plus die nur leicht Übergewichtigen sich dann die Spritze auf Kassenrezept holen würden, dann kann das System der gesetzlichen Krankenkassen es nicht mehr stemmen. Es würde kolabieren. Daher kommt vermutlich die bisherige Zurückhaltung🤔
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Ich meinte ja gar nicht, dass die Krankenkassen von jedem adipösen die Kosten übernehmen sollte. Das ist Wunschdenken mit dem ich auch zur Zeit nicht rechne und was ich (leider) auch nachvollziehen kann.
Aber ab einem bestimmten BMI (ab 40, meine ich? 🤔) werden ja auch die OP-Kosten übernommen und die ist mit Sicherheit auch nicht billig. Ich finde, wenn die Kosten für die OP übernommen werden würden, könnte man auch alternativ die Kosten für die Spritzen übernehmen. Man sollte aus meiner Sicht die Patienten mit den entsprechenden BMI zur Wahl stellen, ob Spritze oder OP.
Dass ich, die zu Höchstzeiten "nur" einen BMI von 32 hatte, sowohl OP als auch Spritze selbst zahlen müsste bzw. muss, das kann ich leider schon nachvollziehen. Auch wenn ich mich rein egoistisch natürlich darüber freuen würde, es wäre anders.
Die Zahl derer mit BMI über 40 (oder ab wann auch immer eine OP üblicherweise übernommen wird) ist dann doch deutlich geringer als alle über BMI 30. -
- Offizieller Beitrag
Es wird ja aktuell diskutiert, die Ausschlussliste für bestimmte Patienten mit gewissen Grunderkrankungen aufzuheben. Aber das dauert noch.
Und nein, GLP1-RA sind nicht zwangsläufig günstiger als bariatrische Eingriffe…. Die Kosten zu Lasten der GKV sind - dank Fallpauschale - deutlich geringer als Selbstzahlerleistung, für die die GOÄ veranschlagt wird.
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- Offizieller Beitrag
und einer Off-Label-Anwendung, wo nicht pauschal jeden Monat um 2,5mg erhöht wird
Das hat nichts mit Off-Label-Use zu tun. Das ist Non Compliance des Patienten. Ein Off-Label-Use setzt voraus, dass das Präparat vom Arzt außerhalb der Zulassung und Indikation eingesetzt wird. Das betrifft aber nicht die Dosierung.
Die abweichende Dosierung ist lediglich ein Abweichen vom Therapieschema. Es hat medizinisch-pharmakologische Gründe, weshalb die Dosierung bzw. das Schema in dieser Form zugelassen und festgelegt wurde.Und was die Therapiewahl angeht:
Der Kassenpatient hat (leider) keinen Anspruch auf Behandlung nach Wunsch.
Für Kassenpatienten gilt in der Behandlung nach wie vor das WANZ-Prinzip - durch das SGB vorgegeben. Die besagt, dass die Behandlung wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig sein muss. Nicht mehr, nicht weniger.Das wird sich auch in der Zukunft nicht ändern - im Gegenteil, da wird sicherlich noch einiges kommen.
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Es wird ja aktuell diskutiert, die Ausschlussliste für bestimmte Patienten mit gewissen Grunderkrankungen aufzuheben. Aber das dauert noch.
Und nein, GLP1-RA sind nicht zwangsläufig günstiger als bariatrische Eingriffe…. Die Kosten zu Lasten der GKV sind - dank Fallpauschale - deutlich geringer als Selbstzahlerleistung, für die die GOÄ veranschlagt wird.
Ich habe nirgends geschrieben, dass Medikamente günstiger wären, sondern lediglich, dass der Chirurg und die Assistenz mit Sicherheit auch nicht für Mindestlohn operiert und entsprechend auch einige Kosten anfallen.
Aber egal, ich weiß jetzt gar nicht, warum wir so weit ins OT geschlittert sind. Mein Punkt war ja nur peripher die Übernahme der Kosten. Ich würde eigentlich gerne den Threadtitel, nämlich Freudlosigkeit, (Verstärkung von vorhandener?) Depressionen, erhöhte Suizidraten etc. beim Gewichtsverlust (wird dann ja nicht nur baratrische OPs und GLP1-Medikamente betreffen, sondern auch der reguläre Gewichtsverlust ohne Unterstützung). Ich empfinde das einfach als sehr wichtiges Thema, die erhöhte Suizidrate durch bariatrische OPs empfinde ich als Katastrophe und zu unbekannt in der Bevölkerung. Ich bin hier wirklich sehr gespannt, wie die Statistik in Zukunft bei Medikamenten sein wird. Ich hoffe, deutlich besser als bei OPs und angesichts dessen, dass man beim einen essen kann, aber nicht will, beim nächsten essen will, aber nicht kann, halte ich das auch für realistisch. Aber in die Zukunft blicken kann ich nicht. Gerne würde mich hierzu eure Meinung und "Prognose" interessieren.
Die Übernahme der Krankenkasse stört mich zwar auch, aber auf diesem Nebenthema wollte ich trotzdem nicht rumreiten. Ist jetzt sowieso wie es ist, und für mich persönlich rechne ich da in den nächsten 10 Jahren ohnehin nicht mit einer relevanten Änderung.
Aber eine erhöhte Suizidrate und Freudlosigkeit mit fällt mir schwer, einfach mit "is so" abzuhaken. Darüber muss gesprochen werden. Ich werde bei Zeiten mal nach Statistiken dazu bei regulärer Abnahme suchen. Mal sehen ob es sowas gibt.
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