Beiträge von LowLimit2025

    Sehr starker Artikel! 👍 Novo Nordisk erhöht mit den 7,2 mg Wegovy massiv den Druck und schließt die Lücke zur bisherigen Überlegenheit von Mounjaro.

    Spannend wird jetzt die Reaktion von Eli Lilly: Setzen sie alles auf die Karte Retatrutid, oder sehen wir bald frische Studien zu den bereits patentierten 20 mg und 25 mg Dosierungen von Mounjaro? Der Kampf um die 25%-35% Gewichtsverlust-Marke ist damit offiziell eröffnet. 💪🏻 😂 Ich bin gespannt, ob am Ende eher auf die Triple-Hormon-Wirkung RETA oder auf die schiere Dosisleistung gesetzt wird. Das wird vielleicht auch der Preis bestimmen. Oder sind später die Tbl. Rybelsus, Orforglipron, oder Danuglipron die heimlichen Winner? 😁

    Weiß man da schon irgendwas über die Preisgestaltung der hohen Dosis?

    da die 7,2 mg hier ja noch nicht raus sind, gibt’s auch noch keine deutschen Preise. Aber der Blick rüber nach UK könnt etwas spannend sein:

    Dort kosten 7,2 mg Wegovy wohl so um die £250 bis £330, was umgerechnet etwa 295 € - 390 € sind. Im Vergleich dazu liegt Mounjaro15 mg in den UK bei ca. £280 bis £335 (also grob 330 € - 395 €). Es wirkt, als dass zumindest drüben kaum noch ein nennenswerter Unterschied im Preis besteht. Ob das bei uns dann auch so eins zu eins kommt, muss man abwarten, aber es deutet darauf hin, dass die sich preislich nicht mehr viel nehmen werden.

    Hallo Matze,

    guter Artikel. 👍

    woher nimmst du die 24 Monate für die Fettzellen-Verblassung? aus der ETH Zürich Studie der Magen-OPs oder hast du da noch was anderes? Vielleicht meinst du diese Studie aus dem Nature-Journal, oder es gibt noch was anderes dazu. das finde ich sehr spannend.

    Ich habe mal gelesen, dass Fettzellen bis zu 12 Jahre brauchen, bis sie vollständig verschwunden sind. 🙈

    👍 Spannender Artikel, sehr gut geschrieben . Er trifft meines Erachtens einen Nerv, weil viele Menschen das Gefühl haben, dass die alten Ernährungsempfehlungen ihr zentrales Versprechen („macht gesund“) nicht eingelöst haben.

    Zur Frage: Heiliger Gral oder Risiko? Meine fachliche Antwort wäre: Weder noch.

    Tierische Fette sind kein Feind, aber auch kein Zaubertrick. Entscheidend ist der Kontext: Isst jemand wenig Zucker, wenig Ultra-Processed Food und ausreichend Protein → meist unproblematisch - aber- Kombiniert jemand Butter, Steak und Zucker, Weißmehl, Snacks → problematisch

    Zur Gegenüberstellung USA vs. DGE: Das ist interessant, aber auch hier stehen zwei unterschiedliche Zielsetzungen im Raum:

    DGE: Klima + Bevölkerungsebene versus USA (aktuell): Stoffwechsel + Krankheitslast
    Beides schließt sich nicht zwangsläufig aus, wird aber politisch oft gegeneinander ausgespielt.

    Der Artikel ist ein prima und gelungener Denkanstoß. Er räumt mit alten Mythen auf, erzeugt aber neue Vereinfachungen. 👍 Wer ihn liest, sollte ihn nicht als „neue Wahrheit“, sondern als Korrektur der alten Extreme verstehen.

    Die drei Empfehlungen am Ende sind tatsächlich der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich fast alle Lager einigen können: 1. weniger Zucker 2. weniger stark verarbeitete Fette und 3. mehr echtes Essen. Alles darüber hinaus ist individuell – Stoffwechsel, Lebensstil und Ziele entscheiden mehr als jede Pyramide. 🤗

    Ich nutze Shotsy im Grunde aus einem ganz einfachen Grund:

    Es ist am Ende „nur“ eine Tracking-App wie viele andere – aber sie verbindet mehrere Dinge sinnvoll miteinander.

    Was ich daran mag: Shotsy kombiniert Daten aus Yazio, Withings, Apple Health usw. an einem Ort. Wenn man ohnehin digital trackt, hat man so Kalorien, Gewicht, BMI, Proteinaufnahme und das Ganze direkt im Verhältnis zum geschätzten Wirkspiegel im Körper. Genau diese Verknüpfung finde ich spannend.

    Für mich ist das weniger „medizinisch notwendig“ und mehr ein spielerisches Analyse-Tool. Ich kann z. B. variieren, an welchem Tag oder zu welcher Uhrzeit ich spritze, und sehe recht gut, bei welchem Wirkspiegel der Heißhunger oder Food Noise zurückkommt. Das hilft mir, Muster zu erkennen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Am Ende ist es natürlich Geschmacksache und sicher kein Muss. Man kann auch komplett ohne App gut klarkommen. Für mich ist es eher ein Gimmick mit Mehrwert, mit dem ich persönlich gut arbeiten kann. Muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Ich bin gerade über eine sehr spannende Pressemeldung von Eli Lilly gestolpert, die schon am 8. Januar 2026 veröffentlicht wurde und meiner Meinung nach viel Potenzial hat – auch über die Psoriasis-Arthritis hinaus. Vielleicht habt ihr das schon gelesen

    Quelle (Eli Lilly Investor News): https://investor.lilly.com/news-releases/…e-used-together

    Worum geht es in der Studie?

    In der Phase-3b-Studie TOGETHER-PsA wurde erstmals untersucht, was passiert, wenn man bei Erwachsenen mit aktiver psoriatischer Arthritis (PsA) und gleichzeitigem Übergewicht oder Adipositas zwei Therapien kombiniert:

    Taltz (Ixekizumab) → ein IL-17A-Biologikum gegen Entzündung (auch von Eli)

    Zepbound (Tirzepatid I also Mounjaro) → GLP-1/GIP-Agonist zur Gewichts- und Stoffwechseltherapie

    Verglichen wurde die Kombinationstherapie mit Taltz allein. Sehr interessant, finde ich


    Die wichtigsten Ergebnisse aus dem Release in schneller Kurzform:

    Nach 36 Wochen erreichten deutlich mehr Patient:innen unter der Kombination
    - eine mindestens 50 %ige Verbesserung der PsA-Aktivität (ACR50)

    - und gleichzeitig ≥ 10 % Gewichtsverlust

    - Unter Taltz allein wurde dieses kombinierte Ziel fast gar nicht erreicht.

    - Das Nebenwirkungsprofil entsprach den bekannten Effekten der Einzelmedikamente, es traten keine neuen Sicherheitssignale auf.


    Warum das interessant ist:

    Die Studie zeigt sehr eindrücklich, dass Entzündung und Stoffwechsel zusammen gedacht werden müssen. Übergewicht verschlechtert viele entzündliche Erkrankungen – wenn man beides gleichzeitig adressiert, sind die klinischen Ergebnisse offenbar deutlich besser als mit einer reinen Entzündungstherapie. Für mich ist das ein weiterer Hinweis darauf, dass GLP-1-Medikamente wie Tirzepatid (MJ) nicht „nur Abnehmspritzen“ sind, sondern eine systemische Wirkung auf Entzündung, Stoffwechsel und Krankheitslast haben können.

    Mich würde interessieren, wie ihr das seht – gerade auch im Hinblick auf andere chronisch-entzündliche Erkrankungen und mögliche Kombinationsansätze in Zukunft. Die Vielseitigkeit von GLP1 ist immer wieder neu spannend. Vielleicht habt ihr andere Erfahrungen oder Sichtweisen dazu.

    Toller Artikel. 👍 Sehr gut zusammengefasst und vor allem differenziert dargestellt. In Europa wird das Potenzial der Kombination aus Mounjaro und Metformin meiner Meinung nach noch immer stark unterschätzt, während sie in den USA längst bei vielen als etablierte Strategie gilt – nicht nur aus Kostengründen, sondern wegen der echten pharmakologischen Synergie.

    Besonders positiv finde ich, dass der Artikel klar macht, dass diese Kombination kein Selbstläufer und kein DIY-Hack ist. Themen wie Nierenfunktion, Vitamin-B12-Status, GI-Verträglichkeit, Muskelverlust und Hypoglykämien werden hier realistisch und ehrlich benannt – das liest man sonst viel zu selten.

    Auch die Beschreibung der schleichenden Metformin-Einschleichung (häufig 500–1000 mg morgens und abends, über Wochen gesteigert, idealerweise retardiert) ist praxisnah und deckt sich mit dem, was viele Ärzte empfehlen.

    Ich selbst habe mit der Kombination gute Erfahrungen gemacht und empfand die Mounjaro-Wirkung insgesamt ruhiger und stabiler als ohne Metformin. Der einzige Wermutstropfen bleibt für mich tatsächlich das tägliche Tablettenschlucken. Für meine Erhaltungsphase werde ich mich mit diesem Thema ganz sicher noch einmal intensiv beschäftigen und eine mögliche Dosisreduktion von Mounjaro bewusst mit Metformin begleiten – natürlich mit Monitoring.

    Danke für diesen fundierten, ehrlichen und verantwortungsvollen Artikel. Genau solche Beiträge helfen, weg von Mythen und hin zu durchdachten Therapiestrategien zu kommen. 😃

    Vielen Dank für die ausführliche Klarstellung und vor allem für die sachlich richtige Darstellung und diesem guten Artikel. Leider sorgen viele Halbwahrheiten im Netz und Panikmache und verkürzte Aussagen immer wieder für unnötige Angst – gerade beim Thema Krebs. Mir ist bis heute keine einzige belastbare Studie oder ein Nachweis bekannt, in dem ein Krebsgeschehen beim Menschen eindeutig auf GLP-1-Medikamente zurückgeführt werden konnte.

    Die oft zitierte Ratten- und Nagetier-Thematik ist absolut korrekt eingeordnet . Diese Tiere haben auf den C-Zellen der Schilddrüse eine ganz andere Rezeptordichte als Menschen, weshalb dort Effekte auftreten können, die beim Menschen biologisch gar keinen Ansatzpunkt haben.

    Warum wird dann trotzdem an Nagetieren getestet? Ganz einfach: Ratten und Mäuse sind der gesetzlich vorgeschriebene erste Schritt, weil diese Studien vergleichsweise schnell, reproduzierbar und wirtschaftlich durchführbar sind. Sie dienen der Risikoabschätzung – nicht der 1:1-Übertragung auf den Menschen. Erst in späteren Phasen folgen Studien mit höher entwickelten Spezies wie Hunden oder Primaten, und davon dann auch deutlich weniger Tiere.

    Aus genau diesem Grund gibt es die Warnhinweise im Beipackzettel: nicht weil beim Menschen ein reales Risiko nachgewiesen wäre, sondern weil regulatorisch jede Auffälligkeit aus frühen Tierstudien aufgeführt werden muss. Daraus ist über die Jahre leider ein Krebs-Mythos entstanden, der wissenschaftlich so nicht haltbar ist.

    Umso wichtiger sind Beiträge oder Artikel wie dieser, die das Thema einordnen und auf Fakten statt auf Angst setzen. Danke dafür 🙏🏻

    👍 Sehr gelungener Artikel – verständlich, logisch aufgebaut und wohltuend fern von dem üblichen „iss weniger, reiß dich zusammen“-Narrativ. Besonders gut gefällt mir, dass hier endlich erklärt wird, warum permanentes Hungern langfristig nicht funktioniert und wie wichtig es ist, den Körper zu versorgen statt ihn zu bekämpfen.

    Die Erklärung von Grundumsatz, Leistungsumsatz und dem sinnvollen Defizit ist anschaulich und auch für Nicht-Fachleute gut nachvollziehbar. Gerade der Abschnitt zu Stoffwechselanpassung, Muskelabbau und hormonellen Reaktionen trifft einen Punkt, den viele aus eigener Erfahrung kennen, aber selten so klar erklärt bekommen.

    Sehr wertvoll finde ich auch den Hinweis auf GLP-1-Medikamente: Dass weniger Hunger nicht gleich weniger Bedarf bedeutet, wird oft unterschätzt – hier wird das ruhig und ohne Panikmache eingeordnet.

    Insgesamt ein Artikel, der Mut macht, klüger statt härter abzunehmen, und der Verständnis für den eigenen Körper fördert. Genau solche Beiträge braucht es mehr, um weg von Mythen und hin zu nachhaltigem Umgang mit Gewicht und Gesundheit zu kommen. Danke für diesen Artikel. 🤗

    😃 Spannende Frage, weil Wasser im Abnehmkontext oft entweder überschätzt oder missverstanden wird. Die mir bekannten Studien zeigen recht klar: Es gibt keine magische Trinkmenge, die direkt die Fettverbrennung ankurbelt. Wasser ist kein Turbo für den Gewichtsverlust – aber ein sinnvoller Unterstützer.

    Gut untersucht ist derEffekt von Wasser vor den Mahlzeiten. In einer randomisierten Studie von Vij & Joshi (aus 2013) tranken übergewichtige Menschen über acht Wochen jeweils 0,5l Wasser vor den Hauptmahlzeiten. Im Vergleich zur Kontrollgruppe kam es zu einer signifikanten Reduktion von Körpergewicht, BMI und Körperfett. Der Effekt erklärt sich vor allem über geringere Kalorienaufnahme durch frühere Sättigung, nicht durch eine direkte Fettverbrennung.

    Auch ein Review von Dennis et al. (Älter, schon in 2010) sowie spätere Übersichtsarbeiten im American Journal of Clinical Nutrition zeigen: Wasser kann die Energieaufnahme senken, wenn es gezielt vor Mahlzeiten eingesetzt wird – der Effekt ist real, aber moderat und stark vom Gesamtkontext abhängig.

    Häufig wird außerdem die sogenannte wasserinduzierte Thermogenese erwähnt. Kleinere physiologische Studien - die man so öffentlich findet oder zumindest ich irgendwann mal gefunden hab, unter anderem von Boschmann et al., zeigen einen kurzfristigen, leichten Anstieg des Energieumsatzes nach dem Trinken von Wasser. Dieser Effekt ist messbar, aber viel zu gering, um allein relevant für den Gewichtsverlust zu sein. Leider 😕

    Was sich durch die mir bekannten Studien zieht: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt den Abnehmprozess indirekt – etwa durch bessere Unterscheidung von Hunger und Durst, stabilere Verdauung und bessere Leistungsfähigkeit im Alltag und beim Training. Die oft genannten zwei Liter sind dabei eher ein grober Richtwert. Fachlich sinnvoller sind individuelle Empfehlungen von etwa 30–35 ml pro Kilogramm Körpergewicht (so, wie Matze auch schon erwähnt), plus zusätzlicher Bedarf bei Sport oder Hitze. usw…

    Aus meiner persönlicher Erfahrung: Ich trinke täglich etwa 3–4 Liter Wasser 💦, komme damit gut klar, muss mich aber seit Mounjaro deutlich öfter selbst daran erinnern und aktiv motivieren. Früher war das einfacher, da habe ich problemlos vier Liter „nebenbei“ getrunken. Das reduzierte Durstgefühl unter GLP-1 ist real – deshalb gehört bewusstes Trinken für mich inzwischen einfach zur Routine.

    Mein Fazit aus der mir bekannten und sicher nicht vollständigen Studiensicht:

    Wasser ist kein Wundermittel, aber ein wichtiger Rahmenfaktor, der hilft, ein Kaloriendefizit besser durchzuhalten. Mich würde interessieren, ob ihr weitere Studien kennt – gern auch neuere oder aus anderen Ländern. Ich finde das Thema weiterhin spannend und bin neugierig auf zusätzliche Perspektiven. 😊

    Spannendes Thema! Finde ich gut. In der klassischen Diskussion „Low Carb versus Low Fat“ geht aus meiner Sicht aber oft der wichtigste Punkt unter: die Rolle von Protein. Viele Vergleiche konzentrieren sich stark auf Fett und Kohlenhydrate, dabei entscheidet Protein maßgeblich darüber, wie gut ein Kaloriendefizit im Alltag funktioniert. ☺️

    Unabhängig davon, ob jemand eher fett- oder kohlenhydratbetont isst, zeigt die Studienlage recht klar, dass eine ausreichende Proteinzufuhr entscheidend für Sättigung, Muskelerhalt und den Grundumsatz ist. Ist Protein zu niedrig, steigt meist der Hunger, Muskelmasse geht verloren und das Defizit wird schwer durchzuhalten. Ist Protein ausreichend hoch, relativieren sich viele Unterschiede zwischen Low Carb und Low Fat deutlich.

    Fett und Kohlenhydrate erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen. Fette sind sehr energiedicht, tragen meines Wissens zur Hormonproduktion bei und erhöhen bei vielen Menschen die Sättigung, können aber das Kaloriendefizit schneller „auffressen“, wenn man sie nicht bewusst dosiert. Kohlenhydrate liefern schneller verfügbare Energie (Energieschub), unterstützen Leistungsfähigkeit und Training und sind für viele Menschen leichter in größere Essensmengen integrierbar, ohne sofort sehr viele Kalorien zu liefern. Ob jemand mit mehr Fett oder mehr Kohlenhydraten besser zurechtkommt, ist stark individuell und hängt unter anderem von Aktivitätslevel, Insulinsensitivität, Alltag und persönlichen Vorlieben ab.

    Aus fachlicher Sicht ist deshalb weniger die Frage entscheidend, ob Fett oder Kohlenhydrate „besser“ sind, sondern ob die Ernährung insgesamt praktikabel ist. Ein moderates Kaloriendefizit, ausreichend Protein, eine sinnvolle Verteilung von Fett und Kohlenhydraten je nach Lebensstil und eine langfristige Umsetzbarkeit sind deutlich wichtiger als die Wahl eines bestimmten Makro-Lagers. Genau deshalb funktionieren so unterschiedliche Ernährungsansätze – nicht weil Fett oder Kohlenhydrate per se überlegen sind, sondern weil sie individuell gut eingehalten werden können.👋🏻

    Es gibt doch zahlreiche Research Peptides und Angebote im Netz, die Reta bereits im Graumarkt (kein Schwarzmarkt) vertreiben. kein Mensch weiß, was da wirklich drin ist und wie es wirkt totaler Müll . Aber in der Bodybuilding-Szene scheint es mega beliebt zu sein. Da findet man auch vieles bei YouTube.

    Mounjaro bekam man j auch schon monatelang vor der ersten Zulassung als Research Peptide in vial Application.


    Also alles nichts neues und nur etwas für echt lebensmüde Freaks

    Nein Du warst schneller. Ich habe hier keine Hoheitsgebiete, ich bin einer von euch, wir sind hier alle gleich.
    Versuchte es einfach mit den Artikeln. Es ist nicht schwer.

    Ich wollte dich auch nicht auf einen Sockel „hieven“, aber ich mag deine Artikel und dein Interesse an diesen Themen sehr. Ich glaube aber, dass wir (noch) eine kleine Gruppe sind, die sich nerdig an Studien und Neuerungen erfreuen - trotzdem finde ich es sehr gut. Gerne probiere ich mich irgendwann mal daran.

    Ich habe mich schon am Anfang darauf eingestellt, das Medikament dauerhaft zu nehmen. Viel zu oft wurde ich zuvor mit dem JoJo-Effekt "belohnt". Da die meisten Anwender der Spritze chronisch krank sind würde das Gewicht nach Absetzen wieder steigen.

    So sehe ich das auch und mein Medikamentenkühlschrank ist gut gefüllt, um langfristig versorgt zu sein. 😁 Trotzdem bin ich immer wieder beeindruckt, wie viele Menschen diese Therapie nur als Kurzzeit-Hilfsmittel zum Abnehmen nutzen (wollen) und schon zum Start ihr absetzen wieder planen. Egal, ob im deutsch- oder englischsprachigen Raum. Eine Vielzahl von Kommentaren zielt darauf ab - das ist sicher nicht repräsentativ - trotzdem spannend. Ich denke auch: chronische Krankheit = Langzeittherapie.

    Oh sorry… ich hab deinen Artikel nicht gesehen gesehen. 🥹 dann hätte ich das nicht gedoppelt hier.

    Ich dachte, dass Artikel dein Hoheitsgebiet sind, grafisch und inhaltlich immer top - da weiß ich nicht, ob ich da fachlich mithalten kann.

    Guten Morgen zusammen,

    leider keine sensationellen News, eher so Kategorie „ach ja, stimmt ja“ – aber trotzdem für Studienfans ganz interessant.

    Ganz frisch ist im British Medical Journal eine neue Übersichtsarbeit erschienen, die sich angeschaut hat, was passiert, wenn man Medikamente zur Gewichtsreduktion (u.a. GLP-1) wieder absetzt.

    Link für alle, die gern selbst lesen: https://www.bmj.com/content/392/bmj-2025-085304

    Kurzfassung der Ergebnisse:

    Nach dem Absetzen kommt das Gewicht im Schnitt ziemlich zuverlässig zurück. Etwa 0,4 kg pro Monat. Hochgerechnet sind viele Menschen nach rund eineinhalb bis zwei Jahren wieder beim Ausgangsgewicht. Parallel verschwinden auch die positiven Effekte auf Blutdruck, Blutfette und andere Stoffwechselwerte nach und nach. Leider ist der Effekt schneller, als bei anderen konservativen Gewichtsreduktionen im direkten Vergleich: Also haben die Probanden der Studie nach dem Absetzen schneller zugenommen, als diejenigen, die konservativ über Ernährungsumstellung abgenommen haben.

    Das ist kein Skandal und auch kein „Seht ihr, alles Gift!“. Die Studie sagt ausdrücklich nicht, dass die Medikamente schlecht oder gefährlich sind. Sie zeigt einfach sehr nüchtern: Der Körper vergisst nichts. Und Adipositas ist leider kein Projekt, das man einmal abschließt und abhakt.

    Für mich ist das eher eine Bestätigung als eine Überraschung: Medikamente können helfen, manchmal sogar sehr gut. Aber wenn man sie absetzt, ohne ein langfristiges Konzept zu haben, holt sich der Stoffwechsel ziemlich konsequent zurück, was er verloren hat.

    Also nichts Neues unter der Sonne – aber sauber ausgewertet und gut belegt. Für alle, die gern mit Daten statt mit Bauchgefühl diskutieren, definitiv lesenswert.

    Hallo Matze,

    dein Artikel ist wirklich stark und angenehm anders als vieles, was man aktuell zu Retatrutide liest. Mir gefällt besonders, dass du komplett auf Hype verzichtest und stattdessen sauber erklärst, warum die Effekte so stark sind – und wo die Grenzen liegen. Das liest sich sachlich, reflektiert und zeigt, dass du dich wirklich mit der Biochemie und den Studiendaten auseinandergesetzt hast.

    Die Erklärung des Triple-Agonismus fand ich richtig gut gelungen. GLP-1, GIP und Glukagon sind verständlich erklärt, ohne zu stark zu vereinfachen. Gerade der Glukagon-Part und der „Heizung-Effekt“ sind anschaulich beschrieben, aber trotzdem fachlich korrekt eingeordnet – das kriegen viele nicht hin.

    Auch der Vergleich zu Tirzepatide ist fair und differenziert. Kein „besser/schlechter“, sondern eine logische Einordnung, warum Retatrutide biochemisch noch einmal aggressiver auf Gewichtsreduktion ausgelegt ist. Dass du dabei auch klar sagst, dass das Nebenwirkungen und Abbruchraten beeinflussen kann, macht den Text sehr glaubwürdig.

    Besonders positiv fand ich den Abschnitt zu den Studiendaten. Der Hinweis, dass Diabetiker grundsätzlich weniger Gewicht verlieren und Retatrutide trotzdem starke Effekte zeigt, ist wichtig und wird oft unterschlagen. Auch der Leber-Effekt ist gut eingeordnet – als großes Potenzial, aber nicht als fertige MASH-Therapie verkauft.

    Wenn man überhaupt etwas ergänzen möchte, dann vielleicht an zwei Stellen:

    • ganz klar trennen, was harte Phase-2-Daten sind und was Hochdosis- bzw. Hochrechnungen (24 vs. 29 %),
    • und beim Leberthema kurz erwähnen, dass es sich bisher um Leberfett-Reduktion (Surrogatmarker) handelt und nicht um histologische Endpunkte.

    Aber das ist maximal ein kleiner Feinschliff auf hohem Niveau. Insgesamt ein sehr ausgewogener, gut recherchierter und wohltuend nüchterner Artikel – ich danke dir sehr dafür.

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