😃 Spannende Frage, weil Wasser im Abnehmkontext oft entweder überschätzt oder missverstanden wird. Die mir bekannten Studien zeigen recht klar: Es gibt keine magische Trinkmenge, die direkt die Fettverbrennung ankurbelt. Wasser ist kein Turbo für den Gewichtsverlust – aber ein sinnvoller Unterstützer.
Gut untersucht ist derEffekt von Wasser vor den Mahlzeiten. In einer randomisierten Studie von Vij & Joshi (aus 2013) tranken übergewichtige Menschen über acht Wochen jeweils 0,5l Wasser vor den Hauptmahlzeiten. Im Vergleich zur Kontrollgruppe kam es zu einer signifikanten Reduktion von Körpergewicht, BMI und Körperfett. Der Effekt erklärt sich vor allem über geringere Kalorienaufnahme durch frühere Sättigung, nicht durch eine direkte Fettverbrennung.
Auch ein Review von Dennis et al. (Älter, schon in 2010) sowie spätere Übersichtsarbeiten im American Journal of Clinical Nutrition zeigen: Wasser kann die Energieaufnahme senken, wenn es gezielt vor Mahlzeiten eingesetzt wird – der Effekt ist real, aber moderat und stark vom Gesamtkontext abhängig.
Häufig wird außerdem die sogenannte wasserinduzierte Thermogenese erwähnt. Kleinere physiologische Studien - die man so öffentlich findet oder zumindest ich irgendwann mal gefunden hab, unter anderem von Boschmann et al., zeigen einen kurzfristigen, leichten Anstieg des Energieumsatzes nach dem Trinken von Wasser. Dieser Effekt ist messbar, aber viel zu gering, um allein relevant für den Gewichtsverlust zu sein. Leider 😕
Was sich durch die mir bekannten Studien zieht: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt den Abnehmprozess indirekt – etwa durch bessere Unterscheidung von Hunger und Durst, stabilere Verdauung und bessere Leistungsfähigkeit im Alltag und beim Training. Die oft genannten zwei Liter sind dabei eher ein grober Richtwert. Fachlich sinnvoller sind individuelle Empfehlungen von etwa 30–35 ml pro Kilogramm Körpergewicht (so, wie Matze auch schon erwähnt), plus zusätzlicher Bedarf bei Sport oder Hitze. usw…
Aus meiner persönlicher Erfahrung: Ich trinke täglich etwa 3–4 Liter Wasser 💦, komme damit gut klar, muss mich aber seit Mounjaro deutlich öfter selbst daran erinnern und aktiv motivieren. Früher war das einfacher, da habe ich problemlos vier Liter „nebenbei“ getrunken. Das reduzierte Durstgefühl unter GLP-1 ist real – deshalb gehört bewusstes Trinken für mich inzwischen einfach zur Routine.
Mein Fazit aus der mir bekannten und sicher nicht vollständigen Studiensicht:
Wasser ist kein Wundermittel, aber ein wichtiger Rahmenfaktor, der hilft, ein Kaloriendefizit besser durchzuhalten. Mich würde interessieren, ob ihr weitere Studien kennt – gern auch neuere oder aus anderen Ländern. Ich finde das Thema weiterhin spannend und bin neugierig auf zusätzliche Perspektiven. 😊