Im Gegensatz zum klassischen Diabetes Typ 1 entwickelt sich LADA jedoch deutlich langsamer. Viele Betroffene produzieren zu Beginn der Erkrankung noch ausreichend Insulin und benötigen zunächst keine Insulintherapie. Deshalb wird LADA häufig fälschlicherweise als Diabetes Typ 2 diagnostiziert.
Typische Hinweise auf einen LADA sind:
- Diabetesdiagnose im Erwachsenenalter
- Schlanke oder normalgewichtige Betroffene (nicht immer)
- Anfangs gute Blutzuckereinstellung mit Tabletten
- Zunehmender Insulinmangel innerhalb weniger Jahre
- Nachweis bestimmter Autoantikörper im Blut (z. B. GAD-Antikörper)
Zu den Beschwerden gehören die typischen Symptome eines Diabetes:
- Starker Durst
- Häufiges Wasserlassen
- Müdigkeit
- Gewichtsverlust
- Verschwommenes Sehen
Zur Sicherung der Diagnose werden neben dem HbA1c häufig spezielle Blutuntersuchungen durchgeführt. Dazu zählen der Nachweis von Autoantikörpern sowie die Bestimmung des C-Peptids, das Rückschlüsse auf die körpereigene Insulinproduktion zulässt.
Im weiteren Krankheitsverlauf benötigen die meisten Menschen mit LADA eine Insulintherapie, da die Insulinproduktion kontinuierlich abnimmt.
Je nach individueller Situation können anfangs auch andere Diabetesmedikamente eingesetzt werden. GLP-1-Rezeptoragonisten wie Ozempic oder GIP/GLP-1-Dualagonisten wie Mounjaro können in ausgewählten Fällen zusätzlich sinnvoll sein, beispielsweise wenn gleichzeitig Übergewicht oder eine Insulinresistenz vorliegen. Sie ersetzen jedoch nicht das notwendige Insulin, sobald die körpereigene Produktion nicht mehr ausreicht.
Eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, damit die Behandlung rechtzeitig angepasst und eine stabile Blutzuckereinstellung erreicht werden kann.