Was bedeutet Insulinresistenz?
Bei einer Insulinresistenz reagieren die Körperzellen schlechter auf Insulin. Die Bauchspeicheldrüse muss deshalb zunächst mehr Insulin ausschütten, damit der Blutzucker in die Zellen gelangen kann. Das kann lange unbemerkt bleiben. Der Blutzucker ist möglicherweise noch normal, während die Insulinwerte bereits erhöht sind.
Wie wird der HOMA‑IR berechnet?
Für den HOMA‑IR werden zwei Nüchternwerte benötigt:
- Nüchternblutzucker
- Nüchterninsulin
Je höher der HOMA‑IR, desto eher kann eine Insulinresistenz vorliegen. Einen einheitlichen Grenzwert gibt es allerdings nicht: Die Bewertung hängt unter anderem vom Labor, den verwendeten Einheiten und der individuellen Situation ab.
Warum ist der Wert bei Übergewicht relevant?
Ein erhöhter HOMA‑IR kann auf ein erhöhtes Risiko für Prädiabetes, Diabetes Typ 2 und das Metabolische Syndrom hinweisen. Gewichtsabnahme, Bewegung und eine Verbesserung der Ernährung können die Insulinempfindlichkeit häufig verbessern. Auch GLP‑1-Medikamente können den Stoffwechsel positiv beeinflussen.
Der HOMA‑IR ist aber nur ein Puzzleteil und sollte immer ärztlich eingeordnet werden.