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  1. GLP-1 Forum: Erfahrungen mit Ozempic, Wegovy & Mounjaro
  2. GLP-1 Artikel & News – Ozempic, Wegovy, Mounjaro Erfahrungen
  3. Info
  • Wechsel von Mounjaro zu Wegovy. Was Sie wissen müssen.

    • Matze
    • 20. Oktober 2025 um 18:43
    • 496 Mal gelesen
    • 0 Antworten
    • Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2026 um 09:14
    Zwei Injektionspens nebeneinander symbolisieren den Wechsel von Mounjaro zu Wegovy
    Mounjaro und Wegovy wirken beide über das GLP-1-System – aber sie sind nicht dasselbe, und beim Wechsel gibt es einiges zu beachten. Egal ob du wegen Kosten, Nebenwirkungen oder auf Empfehlung deines Arztes umsteigst: Dieser Artikel zeigt dir Schritt für Schritt, was du vor dem ersten Wegovy-Pen wissen solltest. Kein Selbstversuch, keine Dosistabelle aus dem Internet – sondern das, was die Studienlage und die EMA-Fachinformation wirklich hergibt.
    Lesezeit: 11 Minuten
    🔄 Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 – Inhalte auf Basis aktueller EMA-Fachinformationen sowie der SURMOUNT-5- und STEP-UP-Studiendaten geprüft; Quellenstand entspricht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand.

    Du überlegst, von Mounjaro auf Wegovy zu wechseln – vielleicht wegen gestiegener Kosten, anhaltender Nebenwirkungen oder weil dein Abnehmerfolg mit Tirzepatid ins Stocken geraten ist. Dieser Artikel erklärt dir, was Mounjaro und Wegovy wirklich unterscheidet, wann ein Wechsel zu Semaglutid sinnvoll sein kann und wie der Umstieg konkret abläuft – damit du informiert in das Gespräch mit deinem Arzt gehst.

    ⚠️ Wichtiger medizinischer Hinweis

    Dieser Artikel ersetzt kein Arztgespräch zur konkreten Umstellungsentscheidung – er erklärt den Wechsel von Mounjaro zu Wegovy allgemein, gibt aber keine Empfehlung für deinen individuellen Fall.

    Sprich jeden geplanten Präparatewechsel immer zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab – Dosierung, Wartezeit und Titration müssen individuell angepasst werden.

    📋 Auf einen Blick

    • Mounjaro (Tirzepatid) und Wegovy (Semaglutid) sind keine austauschbaren Medikamente – unterschiedliche Wirkmechanismen, keine 1:1-Dosisumrechnung
    • Der empfohlene Abstand beträgt in beide Richtungen 7 Tage – egal ob Mounjaro → Wegovy oder Wegovy → Mounjaro
    • Wegovy-Start immer mit der niedrigsten Titrationsdosis (0,25 mg/Woche) – unabhängig von der vorherigen Mounjaro-Dosis
    • Bis zur Erhaltungsdosis 2,4 mg dauert die Titration mindestens 16 Wochen (je 4 Wochen pro Dosisstufe)
    • Ein Wechsel funktioniert nur unter ärztlicher Begleitung – bitte nicht auf eigene Faust
    • Manche Menschen sprechen auf Semaglutid besser an als auf Tirzepatid – individuelle Unterschiede spielen eine große Rolle
    📋 Inhaltsverzeichnis [Anzeigen ➕]
    1. Warum überhaupt wechseln? Die häufigsten Gründe
    2. Was Tirzepatid und Semaglutid wirklich unterscheidet
    3. So läuft der Wechsel von Mounjaro zu Wegovy konkret ab
    4. Was dich nach dem Umstieg erwartet
    5. Häufige Fragen aus der Community
    6. Quellenangaben

    Warum von Mounjaro auf Wegovy wechseln? Die häufigsten Gründe

    Die meisten Menschen, die von Mounjaro auf Wegovy wechseln, tun das nicht, weil Tirzepatid schlecht wirkt – sondern weil äußere Umstände sie dazu zwingen oder weil der Körper einfach anders reagiert als erhofft. Das ist keine Niederlage, sondern eine pragmatische Entscheidung.

    Mounjaro-Kosten gestiegen: Wegovy als günstigere Alternative

    Eli Lilly hat den Preis für Mounjaro im Herbst 2025 deutlich angehoben, was besonders alle trifft, die das Medikament privat zahlen.[1] Wegovy ist seither für viele Betroffene die günstigere Alternative, ohne dass man komplett auf eine GLP-1-basierte Therapie verzichten muss. Das ist ein legitimer Grund – auch wenn die Studienlage zeigt, dass Tirzepatid im Schnitt stärker wirkt.

    Anhaltende Nebenwirkungen oder ausbleibendes Ansprechen auf Tirzepatid

    Nicht jeder Körper reagiert gleich auf Tirzepatid. Wer mit Mounjaro trotz korrekter Dosistitration kaum Gewicht verliert, monatelang unter starker Übelkeit leidet oder im Alltag mit den Nebenwirkungen kämpft, für den kann Semaglutid tatsächlich die bessere Option sein – trotz der im Studiendurchschnitt etwas niedrigeren Wirkstärke.[2] Wenn du auf einer Plateauphase steckst oder dich fragst, warum Mounjaro nicht mehr so wirkt wie am Anfang, lohnt sich zuerst ein Blick auf deinen Lebensstil, bevor du direkt auf ein anderes Präparat wechselst – was wirklich hinter schwindender Wirksamkeit steckt, haben wir in unserem Artikel Mounjaro wirkt schwächer - Plateau verstehen und überwinden ausführlich beleuchtet.

    Lieferengpässe, Schwangerschaft und ärztliche Empfehlung

    Manche Betroffenen wechseln schlicht, weil Mounjaro zeitweise nicht lieferbar ist oder weil ihr Arzt aus medizinischen Gründen – zum Beispiel bei geplanter Schwangerschaft – zu Wegovy rät. Wegovy hat in der EU eine spezifische Zulassung zur Gewichtsreduktion bei Adipositas, was je nach Kassenlage oder Kostenerstattungssituation relevant sein kann.[3]


    Mounjaro vs. Wegovy: Was Tirzepatid und Semaglutid wirklich unterscheidet

    Um zu verstehen, warum es beim Wechsel keine einfache Dosisumrechnung gibt, musst du verstehen, wie die beiden Wirkstoffe grundsätzlich arbeiten – denn sie setzen an verschiedenen Stellen im Körper an.

    Semaglutid: GLP-1-Agonist mit einer Angriffsfläche

    Semaglutid ist ein reiner GLP-1-Rezeptoragonist. Es ahmt das körpereigene Darmhormon GLP-1 nach, das nach dem Essen ausgeschüttet wird und dem Gehirn signalisiert: „Ich bin satt." Die Wirkung entfaltet sich über mehrere Kanäle: Appetithemmung, verlangsamte Magenentleerung und bessere Insulinfreisetzung nach dem Essen. In den STEP-Studien erreichten Betroffene damit im Schnitt rund 14–15 % Gewichtsreduktion über 68 Wochen.[4] Was das bedeutet: Diese Prozentzahlen sind Mittelwerte aus kontrollierten Studien – manche verlieren mehr, manche weniger. Mit der neuen, noch nicht in Deutschland zugelassenen 7,2-mg-Dosis zeigte die STEP-UP-Studie sogar im Schnitt rund 20,7 % Gewichtsreduktion über 72 Wochen.[5]

    Tirzepatid: Dualer GIP/GLP-1-Agonist mit doppelter Wirkfläche

    Tirzepatid ist ein sogenannter dualer Agonist: Es aktiviert gleichzeitig den GLP-1-Rezeptor und den GIP-Rezeptor (Glukoseabhängiges insulinotropes Peptid). Dieses zweite Hormon verstärkt die Wirkung auf Insulinsensitivität, Fettgewebe und Entzündungsparameter. In der SURMOUNT-5-Studie, dem bisher einzigen direkten Head-to-Head-Vergleich beider Wirkstoffe, verloren Teilnehmer über 72 Wochen im Schnitt 20,2 % ihres Körpergewichts mit Tirzepatid, verglichen mit 13,7 % mit Semaglutid (jeweils in der maximal tolerierten Dosis). Der Unterschied beim Taillenumfang betrug 18,4 cm vs. 13,0 cm.[6] Was das bedeutet: Ein Unterschied von knapp 7 Prozentpunkten beim mittleren Gewichtsverlust ist im Studienkontext erheblich – aber er beschreibt den Durchschnitt einer großen Gruppe, nicht deinen persönlichen Fall. Die Streuung in der Realwelt ist groß: Manche nehmen mit Wegovy genauso viel ab wie andere mit Mounjaro.

    Kurz gesagt: Tirzepatid hat im Studiendurchschnitt die stärkere Wirkung – aber das bedeutet nicht automatisch, dass es bei dir besser wirkt als Semaglutid. Genetik, Lebensstil und individuelle Reaktion entscheiden mit. Und: Weil beide Wirkstoffe an verschiedenen Rezeptoren wirken, gibt es keine direkte Dosisäquivalenz zwischen ihnen.

    Dosisvergleich: Unterschiedliche Zahlen, kein direkter Vergleich möglich

    Mounjaro ist in sechs Dosisstärken erhältlich: 2,5 mg / 5 mg / 7,5 mg / 10 mg / 12,5 mg / 15 mg (je einmal wöchentlich subkutan). Wegovy kommt in fünf zugelassenen Dosisstärken: 0,25 mg / 0,5 mg / 1,0 mg / 1,7 mg / 2,4 mg – zuzüglich der neuen 7,2-mg-Erhaltungsdosis, die in der STEP-UP-Studie untersucht wurde und in den USA bereits zugelassen ist, für D-A-CH aber noch aussteht.[5] Die unterschiedlichen Zahlenwerte täuschen: Zwei Milligramm Semaglutid lassen sich nicht mit X Milligramm Tirzepatid gleichsetzen, weil die Moleküle fundamental verschieden sind.


    Wechsel von Mounjaro zu Wegovy: So läuft der Umstieg konkret ab

    Das Gute: Der Wechsel ist machbar und bei vielen Menschen problemlos. Es gibt aber einige Punkte, die du unbedingt einhalten solltest – sowohl aus Sicherheitsgründen als auch, um die Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten.

    Schritt 1: Sieben Tage Pause zwischen letzter Mounjaro- und erster Wegovy-Injektion

    Nach deiner letzten Mounjaro-Injektion wartest du sieben Tage, bevor du die erste Wegovy-Spritze setzt – also genau eine Woche, im normalen Wochenrhythmus deines bisherigen Spritztages. Diese Wartezeit hilft, überlappende Effekte zu minimieren und die Magen-Darm-Belastung gering zu halten.[2]

    Das gilt übrigens in beide Richtungen gleich: Auch beim umgekehrten Wechsel von Wegovy zu Mounjaro beträgt die empfohlene Pause ebenfalls sieben Tage – du setzt einfach am nächsten regulären Spritztag mit dem neuen Präparat ein.[3] Eine längere Wash-out-Phase ist laut den aktuellen SmPCs für keine der beiden Richtungen vorgesehen. Die Halbwertszeit von Tirzepatid (~5 Tage) und Semaglutid (~7 Tage) erklärt, warum keine vollständige Auswaschung abgewartet werden muss – die Wirkstoffe interagieren nicht miteinander, sie dürfen nur nicht gleichzeitig angewendet werden.

    Schritt 2: Immer mit der niedrigsten Wegovy-Dosis starten - egal wie hoch die Mounjaro-Dosis war

    Egal auf welcher Mounjaro-Dosis du warst – 5 mg, 10 mg oder 15 mg: Wegovy beginnt standardmäßig bei 0,25 mg pro Woche. Das ist der offizielle Titrationsplan gemäß EMA-Zulassung, und es gibt bislang keine validierten Empfehlungen, diesen zu überspringen.[3]

    Bitte nicht selbst herumprobieren: Viele denken: „Ich war auf 10 mg Mounjaro, also kann ich sicher gleich auf 1,0 mg Wegovy einsteigen." Das ist riskant. Die Wirkstoffe sind pharmakologisch nicht vergleichbar. Dein Arzt entscheidet, ob eine angepasste Startdosis infrage kommt – das ist eine individuelle klinische Entscheidung, keine Faustregel.

    Schritt 3: 16 Wochen Titration bis zur Erhaltungsdosis - warum das kein Bürokratismus ist

    Die Steigerung von 0,25 mg auf die Erhaltungsdosis 2,4 mg dauert mindestens 16 Wochen – jeweils vier Wochen pro Dosisstufe (0,25 mg → 0,5 mg → 1,0 mg → 1,7 mg → 2,4 mg). Das hat einen Grund: Dein Körper muss sich an Semaglutid gewöhnen, auch wenn du bereits Erfahrung mit GLP-1-basierter Therapie hast. Wer zu schnell steigert, riskiert stärkere Nebenwirkungen – Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen – die sich oft wieder legen, wenn man die Titration verlangsamt.[3] Nach dem Wechsel sollte in den ersten Wochen engmaschige Kontrolle beim Arzt stattfinden, um Körpergewicht, Verträglichkeit und eventuelle Dosisanpassungen zu besprechen.

    Was ist, wenn dein Arzt den Wechsel nicht befürwortet?

    Es gibt legitime Fälle, in denen Ärzte abraten: zum Beispiel bei gutem Ansprechen auf Tirzepatid, bei bald geplanter Schwangerschaft (Mounjaro muss mindestens einen Monat, Wegovy zwei Monate vor Konzeption abgesetzt werden), oder wenn dein BMI oder deine Begleiterkrankungen für Tirzepatid sprechen. Wenn du dir unsicher bist, wie du das Gespräch angehst, findest du praktische Tipps in unserem Artikel Abnehmspritze beim Arzt ansprechen.


    Nach dem Wechsel zu Wegovy: Was dich in der Umstellungsphase erwartet

    Der Wechsel ist keine Nulllinie: Du startest nicht wieder bei null. Dein Körper hat bereits gelernt, auf eine GLP-1-Stimulation zu reagieren. Trotzdem wirst du in den ersten Wochen Veränderungen bemerken – manche unangenehm, manche überraschend.

    Appetit und Food Noise können sich nach dem Wechsel verändern

    Weil Tirzepatid den GIP-Rezeptor zusätzlich zum GLP-1-Rezeptor anspricht, empfinden manche Nutzer die Appetithemmung unter Mounjaro als stärker und direkter als unter Wegovy. Nach dem Wechsel berichten einige, dass der Food Noise zurückkehrt oder der Appetit zunimmt – insbesondere in der Titrationsphase auf niedrigen Semaglutid-Dosen. Das ist normal und kein Zeichen, dass Wegovy nicht wirkt. Warte, bis du die Erhaltungsdosis erreicht hast, bevor du ein Urteil fällst.

    Typische Übergangsnebenwirkungen und was die Studie dazu sagt

    Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung sind während des Wechsels häufig. Die SURMOUNT-5-Studie, der erste direkte Vergleich beider Wirkstoffe, zeigte: Gastrointestinale Nebenwirkungen führten bei Semaglutid-Anwendern in 8,0 % der Fälle zum Therapieabbruch, bei Tirzepatid-Anwendern in 2,7 %.[6] Was das bedeutet: Semaglutid führte also häufiger zu Abbrüchen wegen Magen-Darm-Beschwerden – aber die große Mehrheit hat die Therapie dennoch gut durchgehalten. Hilfreiche Tipps findest du in unserem Artikel GLP-1-Nebenwirkungen Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden lindern.

    Kein Entzug - aber eine spürbare Übergangsphase

    Mounjaro abzusetzen verursacht keine körperliche Abhängigkeit oder klassischen Kalten Entzug. Was viele jedoch merken: In den sieben Tagen zwischen letzter Mounjaro-Spritze und erster Wegovy-Injektion kann der Hunger spürbar zurückkehren. Das liegt daran, dass die appetithemmende Wirkung nachlässt. Das ist biologisch normal und kein Grund zur Panik. Einige berichten auch von einer vorübergehenden Gewichtsstagnation oder sogar einer leichten Zunahme in der Umstellungsphase – bevor Semaglutid auf Erhaltungsdosis seine volle Wirkung entfaltet.

    Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten beachten

    Beide Wirkstoffe verlangsamen die Magenentleerung, was die Aufnahme anderer Medikamente – etwa oraler Kontrazeptiva – beeinflussen kann. Wer die Pille nimmt, sollte beim Start von Wegovy einen Monat lang zusätzliche Verhütung verwenden – das ist in der offiziellen Fachinformation vermerkt.[3] Sprich unbedingt mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder der Apotheke über alle Dauermedikamente, die du nimmst.

    Kurz gesagt: Der Wechsel von Mounjaro zu Wegovy ist keine Nulllinie – aber eine Übergangsphase mit eigenen Tücken. Vier Punkte entscheiden: sieben Tage Pause, immer von 0,25 mg starten, 16 Wochen Titration einhalten, und den Arzt einbinden.


    Häufige Fragen aus der Community

    Ich war auf 10 mg Mounjaro - muss ich wirklich bei 0,25 mg Wegovy anfangen?

    Ja, in der Regel schon. Tirzepatid und Semaglutid sind chemisch so verschieden, dass man die Toleranz nicht einfach übertragen kann. Es gibt erste Hinweise aus kleinen Studien, dass ein Einsteigen auf einer höheren Tirzepatid-Dosis bei einem Wechsel in die andere Richtung (Semaglutid zu Tirzepatid) vertretbar sein kann – doch für den Weg von Mounjaro zu Wegovy gilt: Standardtitration, keine Abkürzungen, außer dein Arzt entscheidet explizit anders.

    Nehme ich mit Wegovy weniger ab als mit Mounjaro?

    Im Studiendurchschnitt ja – aber das sagt nichts über deinen Fall. Es gibt Menschen, die mit Semaglutid ähnlich viel abnehmen wie andere mit Tirzepatid, und umgekehrt. Genetische Faktoren, Ernährungsverhalten und Lebensstil beeinflussen das Ergebnis erheblich. Wenn Mounjaro bei dir gut gewirkt hat und du aus Kostengründen wechselst, ist es sinnvoll, die Erwartungen realistisch zu setzen – und nicht enttäuscht zu sein, wenn der Abnehmerfolg kurzfristig etwas abflacht.

    Kann ich nach einem Jahr mit Wegovy wieder zurück zu Mounjaro?

    Grundsätzlich ja – und die Wartezeit beim Rückwechsel von Wegovy zu Mounjaro ist dieselbe wie in die andere Richtung: sieben Tage, also dein nächster normaler Injektionstag. Eine verlängerte Wash-out-Phase ist laut SmPC nicht erforderlich. Was sich ändert: Du startest Mounjaro von vorne mit der niedrigsten Dosis (2,5 mg) und titrierst in 4-Wochen-Schritten hoch – auch wenn du vor dem Wegovy-Wechsel schon auf 10 oder 15 mg warst. Regelmäßige Wechsel hin und her sind aus medizinischer Sicht trotzdem nicht ideal – stabile Therapien bringen bessere Langzeitergebnisse. Wer grundsätzlich darüber nachdenkt, wie es nach der Spritze weitergeht, findet hilfreiche Informationen im Artikel Gewicht nach GLP-1-Absetzen - wie schnell kommt es zurück.


    Quellenangaben

    1. The Pharmaceutical Journal (2026): Switching between weight-loss medications. Royal Pharmaceutical Society. pharmaceutical-journal.com
    2. Second Nature (2025): How to switch from Mounjaro to Wegovy safely – clinical guidance. secondnature.io
    3. European Medicines Agency (2026): Wegovy – Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC). ema.europa.eu
    4. Wilding JPH et al.; STEP 1 Study Group (2021): Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity. New England Journal of Medicine, 384(11): 989–1002. nejm.org
    5. Wharton S et al.; STEP UP trial group (2025): Once-weekly semaglutide 7.2 mg in adults with obesity (STEP UP): a randomised, controlled, phase 3b trial. The Lancet Diabetes & Endocrinology, 13(11): 949–963. thelancet.com
    6. Aronne LJ et al.; SURMOUNT-5 Trial Investigators (2025): Tirzepatide as Compared with Semaglutide for the Treatment of Obesity. New England Journal of Medicine. nejm.org
    7. Jastreboff AM et al.; SURMOUNT-1 Investigators (2022): Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity. New England Journal of Medicine, 387(3): 205–216. nejm.org

    Fazit: Der Wechsel von Mounjaro zu Wegovy ist keine dramatische Entscheidung – aber eine, die du nicht ohne deinen Arzt treffen solltest. Vier Punkte sind entscheidend: kein direktes Dosisäquivalent, immer bei 0,25 mg starten, sieben Tage Pause einhalten und mindestens 16 Wochen für die Titration bis 2,4 mg einplanen. Wichtig: Die 7-Tage-Regel gilt in beide Richtungen – auch der Rückwechsel von Wegovy zu Mounjaro erfordert keine längere Wash-out-Phase, nur denselben normalen Wochenabstand. Wenn du dich gut informierst und realistische Erwartungen mitbringst, kann Wegovy eine sehr gute Alternative sein.

    Frage an die Community: Hast du schon mal zwischen Mounjaro und Wegovy gewechselt – und was hat dich dabei am meisten überrascht? Schreib es in die Kommentare oder teile deine Erfahrung im Forum.

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    Über den Autor

    Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums

    Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.

    Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.

    Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.

    Matze Forenleitung

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    Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und dem Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen. Sie ersetzen keinesfalls die individuelle Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und stellen keine medizinische Diagnose, Therapieempfehlung oder Dosierungsanleitung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden, Fragen zur Dosierung oder Veränderungen deiner Therapie konsultiere ausschließlich fachkundiges medizinisches Personal.

    Quellen & Aktualität: Alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen sind am Artikelende mit vollständiger Quellenangabe aufgeführt und verlinkt. Die Inhalte werden bei relevanten neuen Erkenntnissen aktualisiert. Trotz sorgfältiger Recherche übernehme ich keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und dauerhafte Aktualität.

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