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  • GLP-1 und Krebs: Was die Daten von ASCO 2026 und ADA 2026 wirklich zeigen

    • Matze
    • 15. Juni 2026 um 20:11
    • 80 Mal gelesen
    • 0 Antworten
    • Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2026 um 20:12
    GLP-1 Krebs Forschung ASCO ADA 2026 Daten Beobachtungsstudie Krebsrisiko
    Auf dem ASCO- und ADA-Kongress 2026 haben große Analysen ein unerwartetes Muster gezeigt: Menschen, die GLP-1-Medikamente nehmen, scheinen bei bestimmten Krebsarten anders dazustehen als vergleichbare Menschen ohne diese Therapie. Ob das ein direkter Schutzeffekt ist, ein Zufallsprodukt des Gewichtsverlusts – oder ein neues Forschungskapitel der Medizin – ist noch nicht entschieden. Was du jetzt wissen solltest, liest du hier.
    Lesezeit: 11 Minuten
    🔄 Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 – Dieser Artikel fasst aktuelle Kongressdaten von ASCO 2026 und ADA 2026 zusammen und verbindet sie mit dem bisherigen Forschungsstand aus Lancet, Nature Medicine und JAMA.

    Auf dem ASCO-Kongress 2026 und dem ADA-Kongress 2026 haben Forscherinnen und Forscher Daten präsentiert, die in der medizinischen Welt für Aufsehen sorgen: GLP-1-Medikamente wie Semaglutid und Tirzepatid könnten möglicherweise das Risiko bestimmter Krebsarten beeinflussen – ein Zusammenhang, der in Beobachtungsstudien immer deutlicher sichtbar wird, aber noch keinen bewiesenen ursächlichen Zusammenhang darstellt.

    ⚠️ Wichtiger medizinischer Hinweis

    Dieser Artikel informiert über einen frühen, noch laufenden Forschungsbereich – er ist keine Krebsdiagnose, keine Therapieempfehlung und kein Ersatz für eine onkologische Beratung.

    Wenn du konkrete Fragen zu Krebsrisiken oder laufenden Krebserkrankungen in Verbindung mit GLP-1-Therapie hast, kläre diese bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

    📋 Auf einen Blick

    • Auf ASCO 2026 und ADA 2026 wurden Analysen von Zehntausenden Patientinnen und Patienten vorgestellt, die GLP-1-Medikamente einnahmen.
    • Bei mehreren Krebsarten – darunter Brust-, Darm-, Lungen- und Leberkrebs – wurden in Beobachtungsstudien interessante Muster beobachtet.
    • Die Daten zeigen Korrelationen, aber keinen bewiesenen ursächlichen Zusammenhang (Kausalität).
    • Mögliche biologische Erklärungen: Gewichtsreduktion, weniger Insulinresistenz, geringere Entzündungsmarker.
    • GLP-1-Medikamente sind keine Krebstherapie – die Forschung steckt noch in den Anfängen.
    • Laufende randomisierte Studien sollen klären, ob die Zusammenhänge kausal sind.
    📋 Inhaltsverzeichnis [Anzeigen ➕]
    1. Was ASCO 2026 und ADA 2026 gezeigt haben
    2. Welche Krebsarten untersucht wurden
    3. Warum GLP-1 biologisch einen Einfluss haben könnte
    4. Korrelation ist kein Beweis: Was die Daten wirklich sagen
    5. Häufige Fragen aus der Community
    6. Quellen

    GLP-1 und Krebs: Was ASCO 2026 und ADA 2026 in Bewegung gebracht haben

    Zwei der wichtigsten Medizinkongresse des Jahres 2026 haben dasselbe Thema aufgegriffen – und das aus sehr unterschiedlichen Richtungen. Beim ASCO (American Society of Clinical Oncology), dem größten Onkologiekongress der Welt, wurden Auswertungen von Patientendaten vorgestellt, die ursprünglich gar nicht auf Krebs ausgerichtet waren. Und beim ADA (American Diabetes Association) kam aus diabetologischer Perspektive dasselbe Signal: Menschen, die GLP-1-Medikamente nehmen, scheinen in manchen Analysen ein anderes Krebsmuster zu zeigen als vergleichbare Menschen ohne diese Therapie.[1]

    Das klingt erstmal unglaublich. Und das sollte man auch nicht überstürzt glauben – aber ignorieren sollte man es auch nicht. Was genau wurden dort gezeigt, und was bedeutet das für uns als Betroffene?

    Beobachtungsstudien: Was das bedeutet, bevor du weiterliest

    Ein zentraler Begriff taucht in allen diesen Präsentationen auf: Beobachtungsstudie. Das bedeutet: Forschende schauen in großen Datenbanken nach, was mit Menschen passiert ist – und vergleichen Gruppen. Was es nicht bedeutet: dass irgendjemand gezielt GLP-1 gegeben wurde, um Krebs zu verhindern, und danach geschaut wurde, ob es klappt. Das wäre eine randomisierte kontrollierte Studie, und die gibt es für diese Frage noch nicht abgeschlossen.[2]

    Was das konkret heißt: Die Daten zeigen ein Muster. Sie beweisen noch keine Ursache. Aber sie sind groß genug – Zehntausende von Patientinnen und Patienten –, dass die Wissenschaft sie sehr ernst nimmt und jetzt gezielt nachforscht.

    Kurz gesagt: Die Kongressdaten 2026 sind kein Zufall – aber auch kein Beweis. Sie sind der Startschuss für eine neue Forschungsrichtung, die wir in den nächsten Jahren sehr aufmerksam beobachten werden.

    Brust, Darm, Lunge, Leber: Bei welchen Krebsarten forscht man gerade?

    Die Forschung ist nicht bei einer einzigen Krebsart hängengeblieben. Das ist tatsächlich einer der interessantesten Aspekte dieser Daten: Die Signale tauchen bei mehreren ganz verschiedenen Tumorarten auf. Das deutet darauf hin, dass es keinen einzelnen, sehr spezifischen Mechanismus geben könnte – sondern möglicherweise eher systemische Effekte, die GLP-1-Medikamente auf den gesamten Stoffwechsel haben.[3]

    Brustkrebs: Woher kommt das Signal?

    Beim Brustkrebs ist der mögliche Zusammenhang mit GLP-1 schon länger im Blick der Forschung. Der Hintergrund: Übergewicht ist ein bekannter Risikofaktor für bestimmte Brustkrebsformen, insbesondere nach den Wechseljahren. Fettgewebe produziert Östrogen – und mehr Fettgewebe bedeutet mehr Östrogen, was das Risiko für hormonrezeptor-positiven Brustkrebs erhöhen kann.[4]

    Was das bedeutet: Wenn GLP-1-Medikamente Menschen helfen, dauerhaft Gewicht zu verlieren – insbesondere Viszeralfett abzubauen –, dann reduziert das möglicherweise über diesen Umweg auch das Krebsrisiko. Die Frage ist nur: Wie viel davon ist der Gewichtsverlust, und wie viel ist die direkte Wirkung des Medikaments? Das ist noch offen. Ein separater Artikel geht speziell auf GLP-1-Medikamente und Brustkrebs ein.

    Darmkrebs und Leberkrebs: Metabolismus als Schlüssel

    Bei Darmkrebs und Leberkrebs sind die biologischen Zusammenhänge mit Insulinresistenz, Fettleber und chronischen Entzündungen schon länger gut belegt. Adipositas erhöht das Risiko für beide Erkrankungen messbar.[5] Die Frage, die Forscher jetzt stellen: Wenn GLP-1 all diese Risikofaktoren – Fettgewebe, Insulinspiegel, Entzündung – gleichzeitig verbessert, schlägt sich das langfristig auch in niedrigeren Krebsraten nieder?

    Die Daten aus den Kongress-Analysen zeigen hier Signale – aber man muss ehrlich sagen: Wer weniger wiegt und besser eingestellten Blutzucker hat, hat ohnehin ein anderes Gesundheitsprofil. Ob das Medikament selbst oder die metabolischen Verbesserungen den Unterschied machen, ist eine der zentralen Fragen, die laufende Studien klären sollen.

    Lungenkrebs: Das überraschendste Signal

    Beim Lungenkrebs war die Forschungsgemeinschaft wohl am überraschtesten – denn Lungenkrebs ist traditionell weniger stark mit Adipositas verknüpft als die anderen genannten Krebsarten. Dass sich auch hier Signale zeigen, hat zu intensiveren Diskussionen geführt. Einige Forschende vermuten direkte GLP-1-Rezeptoreffekte auf Tumorzellen, andere sehen es als möglichen Statistikeffekt in den Daten.[6] Klare Antworten gibt es hier noch am wenigsten.

    Kurz gesagt: Die Signale sind breiter als erwartet. Das macht sie interessant – und gleichzeitig schwieriger zu erklären. Genau das zeigt, warum jetzt intensive Folgeforschung nötig ist.

    Warum könnte GLP-1 biologisch auf Krebsrisiken wirken?

    Um zu verstehen, warum Forschende überhaupt in diese Richtung schauen, muss man ein bisschen in die Biologie eintauchen – aber ich verspreche, ich halte es kurz und alltagsnah. GLP-1-Medikamente tun nämlich einige Dinge, die man schon unabhängig von Krebs als günstig für den Körper kennt. Und genau diese Effekte könnten der Schlüssel sein.[7]

    Gewichtsverlust, Hormone und Entzündungen

    Wenn Körperfett sinkt – besonders das gefährliche Bauchfett –, dann sinken damit auch mehrere Faktoren, die als Krebsrisiko bekannt sind: chronische Entzündungsmarker wie CRP, Insulinspiegel, und bestimmte Hormone wie Östrogen und IGF-1 (ein Wachstumsfaktor). Klingt abstrakt, aber im Alltag bedeutet das: Ein Körper, der weniger entzündet ist und weniger Wachstumssignale aussendet, bietet möglicherweise schlechtere Bedingungen für unkontrolliertes Zellwachstum – also für Tumore.

    Das ist kein GLP-1-spezifischer Effekt – das wäre bei jedem dauerhaften Gewichtsverlust so. Aber GLP-1-Medikamente erreichen diesen Gewichtsverlust bei vielen Menschen, die ihn ohne medikamentöse Unterstützung nicht geschafft haben. Das macht den Unterschied in den Daten.[8] Mehr dazu, wie GLP-1 weit über das Abnehmen hinaus wirken kann, findest du im Artikel über GLP-1-Therapie: mehr als Gewichtsreduktion.

    Direkte Rezeptoreffekte: Was die Forschung noch untersucht

    Es gibt noch eine zweite mögliche Erklärung, die spekulativer ist, aber von Forschenden ernst genommen wird: GLP-1-Rezeptoren befinden sich nicht nur im Magen-Darm-Trakt und im Gehirn – sie wurden auch in verschiedenen anderen Geweben gefunden, einschließlich einiger Tumorgewebe. Könnte das Medikament direkt auf Krebszellen wirken? Das wird aktuell in Laborversuchen und frühen klinischen Studien untersucht.[9]

    Ich möchte hier sehr klar sein: Das ist noch weit davon entfernt, in irgendeiner Form klinisch relevant zu sein. Kein Arzt wird heute GLP-1 zur Krebsprävention verschreiben. Aber die Frage stellt sich – und das allein ist bemerkenswert für ein Medikament, das ursprünglich für Diabetes entwickelt wurde.

    Das metabolische Syndrom als Verbindungsglied

    Das metabolische Syndrom – also die Kombination aus Übergewicht, erhöhtem Blutzucker, Blutdruck und Blutfetten – ist ein bekannter Risikofaktor für mehrere Krebsarten. GLP-1-Medikamente verbessern fast alle Komponenten dieses Syndroms gleichzeitig. Das macht sie zu einem einzigartigen Instrument in der Stoffwechselmedizin und erklärt, warum Onkologen plötzlich aufhorchen.[10]

    Was das bedeutet: GLP-1-Medikamente greifen an mehreren Stellen des Stoffwechsels gleichzeitig ein. Wenn diese Eingriffe langfristig auch das Krebsrisiko beeinflussen – sei es direkt oder indirekt –, dann wäre das ein medizinischer Paradigmenwechsel. Noch ist es eine Frage. Aber es ist eine sehr gute Frage.

    Korrelation ist kein Beweis: Was die Kongressdaten wirklich sagen und was nicht

    Ich glaube, der wichtigste Abschnitt dieses Artikels ist dieser hier. Nicht weil die Daten nicht spannend wären – das sind sie. Sondern weil ich in den Foren und sozialen Netzwerken schon erste Missverständnisse sehe: „GLP-1 schützt vor Krebs!" Das stimmt so nicht – und das wäre auch eine gefährliche Vereinfachung.

    Was Beobachtungsstudien können – und was nicht

    Beobachtungsstudien schauen zurück – sie werten aus, was mit Menschen passiert ist, die ein Medikament bekommen haben. Das Problem: Menschen, die GLP-1 bekommen, sind oft in ärztlicher Betreuung, haben regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, ernähren sich bewusster und bewegen sich mehr. All diese Faktoren könnten die Krebsraten ebenfalls beeinflussen – unabhängig vom Medikament.[11]

    Forscher nennen das „Confounding" – störende Drittvariablen. Gute Studien versuchen, diese herauszurechnen. Aber vollständig ausschließen lassen sie sich in Beobachtungsstudien nie. Genau deshalb sind die nächsten Jahre entscheidend: Laufende randomisierte Studien werden Menschen per Zufallsprinzip GLP-1 oder ein Scheinmedikament zuordnen und dann langfristig vergleichen. Erst diese Daten werden belastbare Antworten liefern.

    Was wir jetzt schon wissen und was das für dich bedeutet

    Hier ist, was ich dir mit Sicherheit sagen kann: GLP-1-Medikamente haben nachgewiesene Vorteile für Herz, Niere, Leber und Blutdruck – das sind keine Spekulationen, sondern Ergebnisse großer randomisierter Studien. Wenn du sie aus diesen Gründen oder zur Gewichtsreduktion nimmst, gibt es keinen Anlass zur Sorge, dass du damit irgendwas Krebsförderndes tust. Im Gegenteil: Weniger Gewicht, weniger Entzündung, besserer Blutzucker – das sind alles Faktoren, die dein allgemeines Gesundheitsprofil verbessern.[12]

    Was du nicht tun solltest: GLP-1 als Krebsvorsorge betrachten oder Krebsvorsorgeuntersuchungen verschieben, weil du das Medikament nimmst. Die empfohlenen Vorsorgeprogramme – Mammographie, Darmspiegelung, Hautkrebs-Screening – gelten unverändert. Der aktuelle Stand der Forschung gibt keine Grundlage, daran etwas zu ändern. Einen guten Überblick über weitere Anwendungsfelder von GLP-1 jenseits des Abnehmens gibt es im Artikel über sieben potenzielle GLP-1-Anwendungsgebiete.

    Wichtig: GLP-1-Medikamente sind zugelassen für Adipositas und Typ-2-Diabetes – nicht zur Krebsprävention. Wer eine Krebserkrankung hat oder hatte, sollte mit seiner Ärztin oder seinem Arzt besprechen, ob und wie GLP-1-Therapie im eigenen Fall sinnvoll ist.

    ADA 2026: Die Einordnung aus diabetologischer Sicht

    Besonders interessant fand ich, dass auf dem ADA-Kongress 2026 die diabetologische Perspektive eine eigene Nuance eingebracht hat: Menschen mit Typ-2-Diabetes haben grundsätzlich ein erhöhtes Krebsrisiko – durch chronisch erhöhten Insulinspiegel, Entzündungsprozesse und oft begleitendes Übergewicht. Wenn GLP-1-Medikamente all diese Faktoren verbessern, könnte der beobachtete Effekt also besonders stark in dieser Gruppe sein.[13] Die Frage ist, ob und wie stark der Effekt auch bei Menschen ohne Diabetes gilt. Die Kongressdaten zu den neuesten Entwicklungen findest du auch im Artikel über ADA 2026: die wichtigsten GLP-1-Erkenntnisse.


    Häufige Fragen aus der Community

    Schützt meine Abnehmspritze mich jetzt vor Krebs?

    Nein – das wäre eine voreilige Schlussfolgerung aus dem aktuellen Forschungsstand. Die Daten zeigen interessante Muster in Beobachtungsstudien, aber keinen bewiesenen Schutzeffekt. GLP-1 ist kein Krebsmedikament und wird auch nicht als eines eingesetzt. Was stimmt: Die Effekte auf Gewicht, Blutzucker und Entzündung verbessern dein allgemeines Gesundheitsprofil – und das ist für sich genommen schon wertvoll.

    Kann ich wegen Mounjaro oder Wegovy auf Krebsvorsorge verzichten?

    Auf keinen Fall. Die Krebsvorsorge – Mammographie, Darmspiegelung, Hautkrebs-Screening, Gebärmutterhalskrebs-Abstrich – folgt eigenen Empfehlungen, die nichts mit GLP-1-Therapie zu tun haben. Bitte halte alle empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen ein, unabhängig davon, ob du ein GLP-1-Medikament nimmst oder nicht.

    Ich hatte eine Krebserkrankung – darf ich GLP-1 nehmen?

    Das ist eine Frage, die du unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen solltest. Es gibt keine pauschale Antwort – das hängt von der Art der Krebserkrankung, dem aktuellen Status, laufenden Therapien und vielen weiteren Faktoren ab. GLP-1-Medikamente sind nicht grundsätzlich kontraindiziert bei einer Krebsvorgeschichte, aber das muss individuell bewertet werden.


    Quellen

    1. ASCO Annual Meeting (2026): Abstract-Programm zu GLP-1 und onkologischen Endpunkten. asco.org
    2. Retrospective Observational Studies: Methodological Considerations in Cancer Research. JAMA Oncology (2024). jamanetwork.com
    3. Loomans-Kropp H.A. et al. (2024): GLP-1 receptor agonists and cancer incidence: observational data from large US cohorts. Nature Medicine. nature.com/nm
    4. World Cancer Research Fund / AICR (2023): Kontinuierliche Updates: Übergewicht und Brustkrebsrisiko. wcrf.org
    5. Calle E.E., Kaaks R. (2004): Overweight, obesity and cancer: epidemiological evidence and proposed mechanisms. Nature Reviews Cancer. nature.com/nrc
    6. ADA Scientific Sessions (2026): Symposium zu metabolischen Effekten von GLP-1 RA und onkologischen Beobachtungsdaten. professional.diabetes.org
    7. Drucker D.J. (2024): The biology of incretin hormones. Cell Metabolism. cell.com
    8. Jastreboff A.M. et al. (2022): Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity (SURMOUNT-1). New England Journal of Medicine. nejm.org
    9. Zhao H. et al. (2023): GLP-1 receptor expression in human cancer cell lines. Frontiers in Oncology. frontiersin.org
    10. Giovannucci E. et al. (2010): Diabetes and cancer: a consensus report. Diabetes Care. diabetesjournals.org
    11. Hernán M.A., Robins J.M. (2020): Causal Inference: What If. Chapman and Hall/CRC. hsph.harvard.edu
    12. Lincoff A.M. et al. (2023): Semaglutide and Cardiovascular Outcomes in Obesity without Diabetes (SELECT). New England Journal of Medicine. nejm.org
    13. Handelsman Y. et al. (2023): Diabetes and Cancer – Mechanisms and Clinical Implications. Endocrine Practice. endocrinepractice.org

    Fazit: Die Kongressdaten von ASCO 2026 und ADA 2026 sind real und ernst zu nehmen – aber sie sind erst der Anfang einer Forschungsrichtung, keine abschließende Antwort. GLP-1-Medikamente verbessern Stoffwechsel, Entzündungsmarker und Körpergewicht – alles Faktoren, die auch für das Krebsrisiko relevant sind. Ob das in einem direkten Schutzeffekt mündet, werden randomisierte Studien in den nächsten Jahren zeigen. Bis dahin gilt: weiter nehmen, wofür sie zugelassen sind, und die regulären Vorsorgeuntersuchungen nicht vernachlässigen.

    Frage an die Community: Habt ihr diese Meldungen von ASCO und ADA mitbekommen – und wie geht ihr damit um? Schreibt ihr solche Neuigkeiten eurem behandelnden Arzt gegenüber an, oder wartet ihr lieber ab, bis die Forschung klarer ist?

    Über den Autor

    Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums

    Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.

    Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.

    Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.

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