Vom Pen zur Pille: Eli Lillys neue Strategie für die Zeit nach der Abnehmspritze

  • Matze hat einen neuen Artikel veröffentlicht:

    Matze
    25. Dezember 2025 um 12:11

    Zitat
    Während die Welt noch über Lieferengpässe bei Injektionen diskutiert, arbeitet Pharma-Riese Eli Lilly bereits an der nächsten Revolution: einer täglichen Tablette zur langfristigen Gewichtserhaltung. Warum der Wirkstoff Orforglipron die Strategie im Kampf gegen Adipositas und den Jo-Jo-Effekt grundlegend verändern könnte.

    Gruß Matze

    The world has music for those who listen

  • Ich bin gespannt, wie sehr Orforglipron am Ende wirklich ein Gamechanger wird. Es gibt eine große Gruppe von Menschen, für die eine Spritze entweder zu „medizinisch“ wirkt oder mit Angst und Phobie verbunden ist – und die sich deshalb bisher nicht trauen. Hinzu kommen die aktuell noch sehr hohen Kosten der Injektionspräparate.

    Tabletten sind da psychologisch eine ganz andere Hausnummer: Sie sind einfacher, vertraut, und fast jeder hat in seinem Leben schon einmal regelmäßig Tabletten eingenommen. Das senkt die Einstiegshürde deutlich. Wie viel günstiger der Preis am Ende tatsächlich wird, bleibt allerdings abzuwarten – die Nachfrage dürfte riesig sein, und die Gewinnspanne für Eli Lilly könnte bei Tabletten sogar noch höher ausfallen.

    Spannend wird auch, wie viele Menschen in der Erhaltungsphase von der Spritze auf eine tägliche Tabletteneinnahme wechseln wollen. Viele der aktuellen Nutzer sind inzwischen „spritzenerprobt“ und wissen, dass die Anwendung unkompliziert, selten und nahezu schmerzfrei ist. Wenn sich die Nebenwirkungen zwischen Tablette und Spritze tatsächlich nicht unterscheiden, ist der Wechsel kein Selbstläufer.

    Persönlich finde ich für die Erhaltung die Entwicklung von MariTide sogar noch interessanter: eine Monatsinjektion, die nur alle vier Wochen nötig ist. Für bestehende Spritzennutzer könnte das ein echter Gamechanger sein – weniger Aufwand, weniger Alltagspräsenz des Medikaments und trotzdem stabile Wirkung.

    Unterm Strich: Orforglipron hat enormes Potenzial für Neueinsteiger. Für erfahrene Anwender könnte jedoch die nächste Generation der Langzeit-Spritzen die spannendere Zukunft sein.

  • Wenn ich für mich spreche bin ich gegen die Tablette. Ich hasse es Medikamente zu schlucken. Ich bin so froh das ich keine Metformin oder Blutdrucksenker mehr brauche.
    Das ist für mich eine riesige Erleichterung, dann lieber doch 1x Woche die Spritze oder sogar in Zukunft nur 1 mal im Monat. Die Forschung geht ja weiter und mal sehen was noch alles so kommt. 2026 wird diesbezüglich spannend.

    Gruß Matze

    The world has music for those who listen

  • Noch ein mögliches Anwendungsgebiet für die Pillen: In einer laufenden Spritzen-Therapie als Ersatzvariante für Urlaub/Reisen. Erspart einem die Kühlungs- und Desinfektionslogistik. Man müsste dann nur wissen, welche Dosen der Pillen von der Wirkungsstärke her denen aus der Spritze entsprechen.

    Bei der 1-Monatsspritze kann ich mir aktuell nicht recht vorstellen, wie man damit einen ausreichend gleichmäßigen Spiegel erreicht. Ist ja schon bei der Wochenspritze bei manchen ein Problem, dass sie am Anfang der Woche über- und am Ende unterdosiert sind, sodass sie besser splitten. Und wehe man macht bei einer Monatsspritze einen Anwendungsfehler (Überdosierung), dann muss man es sehr lange ausbaden. - Außer es gibt dann auch ein Gegenmittel für solche Fälle.

    Schweineelch meets Gila-Echse

  • Für mich wäre eine Tablette auch keine Alternative, da ich mit sehr kleinen Dosierungen hantiere und mir aus der Spritze immer genau das rausziehe, was ich benötige. Das einwöchige Spritzen find ich auch komfortabler als das tägliche Tabletten einnehmen.

  • Bei der 1-Monatsspritze kann ich mir aktuell nicht recht vorstellen, wie man damit einen ausreichend gleichmäßigen Spiegel erreicht. Ist ja schon bei der Wochenspritze bei manchen ein Problem, dass sie am Anfang der Woche über- und am Ende unterdosiert sind, sodass sie besser splitten. Und wehe man macht bei einer Monatsspritze einen Anwendungsfehler (Überdosierung), dann muss man es sehr lange ausbaden. - Außer es gibt dann auch ein Gegenmittel für solche Fälle.

    Zum Glück müssen wir das ja nicht entwickeln und können uns später die Studien und Ergebnisse anschauen - da brauchen wir keine Vorstellung, sondern haben dann Fakten. Nach aktuellem Stand der Entwicklungsphasen werden die schon wissen, das die tun.

    Es gibt bereits Forschungen zu einer Jahresspritze - ich denke, all das werden wir noch erleben.

    Zu Pillen im Urlaub: davon halte ich nichts - die Mitnahme eines kühlpflichtigen Medikamentes soll doch möglich sein. Das schaffen Diabetiker doch auch.

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