Im Gegensatz zur klassischen Blutzuckermessung liefert ein CGM-System nicht nur einzelne Messwerte, sondern zeigt den gesamten Glukoseverlauf über den Tag und die Nacht. Zusätzlich werden Trends angezeigt, ob der Glukosewert gerade steigt, fällt oder stabil bleibt. Viele Systeme können außerdem vor zu hohen oder zu niedrigen Glukosewerten warnen.
CGM-Systeme werden vor allem von Menschen mit Diabetes Typ 1 genutzt. Sie kommen aber auch bei vielen Menschen mit Diabetes Typ 2 zum Einsatz, insbesondere wenn eine Insulintherapie erfolgt oder häufige Blutzuckerschwankungen auftreten.
Zu den Vorteilen eines CGM gehören:
- Kontinuierliche Glukosewerte rund um die Uhr
- Weniger Fingerstiche zur Blutzuckermessung
- Frühzeitige Warnung vor Unter- und Überzuckerungen
- Bessere Einschätzung des Glukoseverlaufs
- Unterstützung bei der Anpassung von Ernährung, Bewegung und Medikamenten
Ein wichtiger Messwert, der mit einem CGM ermittelt werden kann, ist die Time in Range (TIR). Sie beschreibt den prozentualen Anteil der Zeit, in der sich die Glukosewerte im individuell festgelegten Zielbereich befinden. Die TIR ergänzt den HbA1c-Wert und liefert zusätzliche Informationen über die Qualität der Blutzuckereinstellung.
GLP-1-Medikamente wie Mounjaro, Ozempic oder Wegovy können den Glukoseverlauf stabilisieren. Menschen mit Diabetes, die zusätzlich ein CGM verwenden, erkennen häufig, dass starke Blutzuckerspitzen nach den Mahlzeiten seltener auftreten und die Glukosewerte insgesamt gleichmäßiger verlaufen.
Ein CGM misst nicht direkt den Blutzucker im Blut, sondern die Glukose in der Gewebeflüssigkeit. Deshalb können die Werte – insbesondere bei schnellen Veränderungen – leicht von einer klassischen Blutzuckermessung abweichen.