Wie wirken GLP‑1‑Rezeptor-Agonisten?
GLP‑1‑Rezeptor-Agonisten docken an denselben Rezeptoren an wie das körpereigene GLP‑1. Dadurch wirken sie unter anderem an der Bauchspeicheldrüse, im Magen und im Gehirn.
- Mehr Insulin bei hohem Blutzucker:
Die Bauchspeicheldrüse gibt nach dem Essen mehr Insulin ab. Dadurch kann der Blutzucker besser sinken. - Weniger Glukagon:
Die Leber gibt weniger Zucker ins Blut ab. - Langsamere Magenentleerung:
Nahrung bleibt länger im Magen. Das Sättigungsgefühl hält länger an. - Weniger Hunger und Heißhunger:
Im Gehirn werden Sättigungssignale verstärkt. Viele Menschen erleben dadurch weniger „Food Noise“ und essen leichter kleinere Mengen.
Welche Medikamente gehören dazu?
Zu den GLP‑1‑Rezeptor-Agonisten zählen zum Beispiel:
- Semaglutid – enthalten in Ozempic und Wegovy
- Liraglutid – enthalten in Saxenda und Victoza
- Dulaglutid – enthalten in Trulicity
Tirzepatid in Mounjaro wirkt zusätzlich auf den GIP-Rezeptor und wird deshalb auch als dualer GIP-/GLP‑1‑Rezeptor-Agonist bezeichnet.
Wofür werden sie eingesetzt?
GLP‑1‑Rezeptor-Agonisten werden vor allem bei Diabetes Typ 2 eingesetzt.
Einige Präparate sind außerdem zur Behandlung von Adipositas zugelassen.
Mögliche Nebenwirkungen
Typisch sind besonders zu Beginn der Behandlung Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall oder Erbrechen.
Deshalb wird die Dosis normalerweise langsam gesteigert – die sogenannte Dosistitration.