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  • Orforglipron verbessert kardiovaskuläre Risikomarker: Was die Studie für GLP-1-Therapie bedeutet

    • Matze
    • 18. Oktober 2025 um 16:22
    • 201 Mal gelesen
    • 0 Antworten
    • Zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2026 um 18:18
    Orforglipron Pille neben Herzwert-Diagramm zeigt verbesserte kardiovaskuläre Marker
    Wer sich fragt, ob die neue GLP-1-Pille Orforglipron (Foundayo) mehr leistet als nur Abnehmen, bekommt jetzt erste Antworten: Phase-II-Studiendaten zeigen, dass der Wirkstoff Blutdruck, Blutfette und Entzündungswerte signifikant verbessern kann. Das gilt sowohl bei Typ-2-Diabetes als auch bei Adipositas ohne Diabetes – ein wichtiger Befund für alle, die GLP-1-Therapie auch als Herzschutz verstehen wollen.
    Lesezeit: 12 Minuten
    🔄 Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 – Dieser Artikel verbindet Community-Perspektiven mit Studienergebnissen aus dem New England Journal of Medicine und Cardiovascular Diabetology.

    Orforglipron, die erste orale GLP-1-Pille ohne Spritzen-Pflicht, senkt nicht nur das Gewicht – Phase-II-Daten zeigen erstmals, dass der Wirkstoff auch kardiovaskuläre Risikomarker wie Blutdruck, LDL-Cholesterin und Entzündungswerte verbessern kann.[1] Das ist für Menschen mit Adipositas oder Typ-2-Diabetes keine Kleinigkeit, denn Herzerkrankungen sind für diese Gruppen die häufigste Todesursache.

    ⚠️ Wichtiger medizinischer Hinweis

    Dieser Artikel fasst Studienergebnisse zusammen und ersetzt keine ärztliche Einschätzung zu deinem persönlichen Herz-Kreislauf-Risiko oder zur Auswahl deiner Medikamente.

    Wenn du Fragen hast, ob Orforglipron oder ein anderes GLP-1-Präparat für dich geeignet ist, sprich das unbedingt mit deiner Ärztin oder deinem Arzt durch.

    📌 Auf einen Blick

    • Orforglipron (Foundayo) ist ein oraler GLP-1-Rezeptoragonist als Tablette – keine Injektion nötig.
    • Phase-II-Studien: signifikante Senkung von Blutdruck, LDL-Cholesterin, Triglyceriden, ApoB, ApoC3 und hsCRP gegenüber Placebo.
    • Wirkung sowohl bei Typ-2-Diabetes (26 Wochen, n=361) als auch bei Adipositas ohne Diabetes (36 Wochen, n=234) belegt.
    • Bereits 12 mg täglich erzielten ähnliche kardiovaskuläre Verbesserungen wie höhere Dosierungen (24/36/45 mg).
    • FDA-Zulassung unter dem Namen Foundayo erfolgte im April 2026; in Deutschland und der EU ist Orforglipron noch nicht zugelassen.
    • Phase-III-Studie ATTAIN-1: bis zu 12,4 % Gewichtsverlust über 72 Wochen bei Adipositas.[2]
    📋 Inhaltsverzeichnis▼
    1. Was ist Orforglipron – und warum ist das Herz relevant?
    2. Die Studie: Welche kardiovaskulären Marker wurden gemessen?
    3. Ergebnisse: Blutdruck, Cholesterin und Entzündungswerte im Detail
    4. Phase-III-Bestätigung: Was die ATTAIN-Studien zeigen
    5. Was bedeutet das konkret für Menschen mit Adipositas oder Diabetes?
    6. Häufige Fragen aus der Community
    7. Quellen

    Orforglipron als GLP-1-Pille: Warum das Herz mitentscheidet

    Orforglipron ist ein GLP-1-Rezeptoragonist, der als Tablette eingenommen wird – und zwar ohne die bei anderen GLP-1-Präparaten wie oralem Semaglutid (Rybelsus) nötige strikte Nüchternregel. Das macht ihn für viele Menschen praktikabler. Was ihn aber darüber hinaus interessant macht: Frühere Studien haben schon gezeigt, dass er Gewicht und Blutzucker senken kann. Offen war lange, ob er auch direkt positive Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Risiken hat – also auf jene Werte, die langfristig über Herzinfarkte und Schlaganfälle mitentscheiden.[1]

    Warum kardiovaskuläres Risiko bei Adipositas so zentral ist

    Menschen mit Insulinresistenz und erhöhtem Körpergewicht haben oft gleichzeitig mehrere ungünstige Herzwerte: erhöhter Blutdruck, zu hohe Triglyzeride, zu hohe LDL-Werte, niedrige HDL-Werte – das klassische Bild des metabolischen Syndroms. Jeder dieser Faktoren für sich erhöht das Risiko für schwere Herzprobleme, zusammen potenzieren sie sich. Wer also ein Medikament nimmt, das nicht nur beim Gewicht hilft, sondern gleichzeitig mehrere dieser Stellschrauben verbessert, profitiert doppelt.

    Für Spritzen-basierte GLP-1-Präparate wie Semaglutid und Tirzepatid ist dieser Herzschutzeffekt inzwischen gut belegt – für injectable GLP-1-Agonisten gibt es sogar kardiovaskuläre Outcome-Studien, die eine Reduktion echter Herzinfarkte zeigen. Die entscheidende Frage war: Gilt das auch für ein orales, nicht-peptidisches Molekül wie Orforglipron?

    Kurz gesagt: Orforglipron ist nicht einfach eine „bequemere Spritze in Pillenform" – die Phase-II-Daten deuten darauf hin, dass es dem Herz-Kreislauf-System auf mehreren Ebenen gleichzeitig helfen kann, unabhängig davon, ob Diabetes vorliegt oder nicht.

    Orforglipron Studie: Wer wurde untersucht und was wurde gemessen?

    Die Analyse von Wharton et al. (2025) wertete Daten aus zwei Phase-II-Studien aus: eine mit 361 Menschen mit Typ-2-Diabetes, eine weitere mit 234 Menschen mit Adipositas ohne Diabetes. Beide Gruppen erhielten über mehrere Wochen täglich Orforglipron in verschiedenen Dosierungen oder Placebo, und es wurden regelmäßig Blutproben genommen, um Herzrisiko-Marker zu messen.[1]

    Studieneckdaten im Überblick

    Damit du weißt, über wen hier gesprochen wird, hier die wichtigsten Eckdaten der beiden Gruppen:

    Studieneckdaten der beiden Phase-II-Kohorten

    Typ-2-Diabetes-Studie Adipositas-Studie (ohne Diabetes)
    Teilnehmende (n) 361 234
    Durchschnittsalter 59 Jahre 54 Jahre
    Frauenanteil 40 % 60 %
    Mittlerer BMI 35,3 kg/m² 37,9 kg/m²
    Studiendauer 26 Wochen 36 Wochen
    Getestete Dosen 3 / 12 / 24 / 36 / 45 mg täglich + Dulaglutid-Arm 12 / 24 / 36 / 45 mg täglich

    Diese Herzwerte wurden genau unter die Lupe genommen

    Gemessen wurden nicht nur die klassischen Werte Blutdruck und Cholesterin, sondern auch einige, die viele Menschen noch nie auf ihrem Laborzettel gesehen haben. Kurze Erklärung der wichtigsten Messgrößen:

    • Blutdruck (systolisch/diastolisch): Klassischer Herzrisikofaktor – wer ihn dauerhaft zu hoch hat, schadet Gefäßen und Herz.
    • LDL-Cholesterin, Triglyzeride: Blutfette, die bei erhöhten Werten Ablagerungen in den Gefäßen fördern.
    • ApoB (Apolipoprotein B): Ein Protein, das „schlechte" Fettteilchen im Blut transportiert – gilt vielen Kardiologen als noch aussagekräftiger als LDL.
    • ApoC3 (Apolipoprotein C3): Hemmt den Abbau von Triglyzeriden – hohe Werte gelten als unabhängiger Herzrisikofaktor.
    • hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein): Ein Entzündungsmarker – stille Entzündungen im Körper sind mit erhöhtem Herzrisiko assoziiert.
    • Interleukin-6 (IL-6): Entzündungsbotenstoff, ebenfalls ein Herzrisikosignal bei dauerhaft erhöhten Werten.
    • NT-pro-BNP: Ein Herzbelastungsmarker – erhöht, wenn das Herz unter Stress steht.

    Blutdruck, LDL und Entzündung: Was Orforglipron wirklich verändert

    Orforglipron senkte gegenüber Placebo signifikant den Blutdruck, das LDL-Cholesterin, die Triglyzeride sowie die Werte für ApoB und ApoC3 – und das sowohl bei Menschen mit Typ-2-Diabetes als auch bei Menschen mit Adipositas ohne Diabetes. Zusätzlich zeigte sich eine messbare Senkung des Entzündungsmarkers hsCRP. Was das im Alltag bedeutet: Diese Werte sind keine abstrakten Laborgrößen – wer sie dauerhaft verbessert, kann sein langfristiges Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko spürbar senken.[1]

    Schon 12 mg reichten – kein Vorteil durch höhere Dosen bei den Herzwerten

    Eine besonders interessante Beobachtung: Die Verbesserungen bei Blutdruck, Lipidparametern und den meisten Biomarkern waren bei der 12-mg-Dosierung in ähnlicher Größenordnung wie bei 24 mg, 36 mg oder 45 mg täglich. Anders gesagt: Für die Herzwerte war mehr Wirkstoff nicht automatisch mehr Wirkung.[1]

    Was bedeutet das für dich als Betroffene? Wenn höhere Dosen nicht proportional mehr Herzschutz bringen, aber dafür möglicherweise mehr Nebenwirkungen verursachen, könnte eine mittlere Erhaltungsdosis – die sogenannte goldene Dosis – beim Herzschutz schon ausreichend wirksam sein. Das ist eine Frage, die du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt klären solltest.

    Einordnung: Die kardiovaskulären Verbesserungen waren in beiden Gruppen vergleichbar stark – also sowohl bei Diabetes als auch bei reiner Adipositas. Das ist wichtig, weil viele GLP-1-Herzschutzdaten bisher hauptsächlich aus Diabetiker-Kohorten stammen. Hier zeigt sich ein Signal, dass dieser Schutzeffekt möglicherweise unabhängig vom Diabetes-Status greift.

    Entzündungswerte und was sie wirklich aussagen

    Der hsCRP-Rückgang ist besonders interessant, weil chronische stille Entzündungen als eigenständiger Risikofaktor für Herzerkrankungen gelten – losgelöst von Cholesterin oder Blutdruck. Wenn Orforglipron also nicht nur Lipide, sondern auch diesen Entzündungspfad adressiert, könnte das ein Teil erklären, warum GLP-1-Präparate in großen Outcome-Studien echte Herzinfarkte reduzieren.

    Wichtige Einschränkung: Die Phase-II-Studie hat keine Herzinfarkte oder Schlaganfälle gezählt – sie hat Biomarker gemessen. Dass diese Biomarker zurückgehen, ist ein gutes Signal, beweist aber noch nicht, dass seltene schwere Ereignisse seltener werden. Dafür braucht es Langzeit-Outcome-Studien, die noch laufen.

    Kurz gesagt: Orforglipron verbessert eine ganze Reihe von Laborwerten, die mit Herzrisiko assoziiert sind – sowohl bei Typ-2-Diabetes als auch bei Adipositas allein. Die Herzschutzwirkung ist bei moderaten Dosen ähnlich stark wie bei sehr hohen. Ob daraus im Langzeitverlauf echte Herzschutz-Effekte werden, wird erst die kardiovaskuläre Outcome-Studie (CARDIO-ACHIEVE) zeigen.

    ATTAIN-Studien: Phase-III-Daten bestätigen den Trend

    Was Phase II andeutet, hat Phase III bestätigt: In der ATTAIN-1-Studie verloren Teilnehmende mit Adipositas über 72 Wochen unter der höchsten Tagesdosis 12,4 % ihres Körpergewichts – und das kardiovaskuläre Risikoprofil verbesserte sich dabei ebenfalls.[2] Diese Daten wurden im September 2025 auf der EASD-Jahrestagung in Wien vorgestellt und im New England Journal of Medicine publiziert.

    Vergleich mit Tirzepatid und Semaglutid

    Wer mit Mounjaro oder Wegovy vertraut ist, wird sich fragen: Wie schneidet die Pille gegenüber der Spritze ab? Direkte Vergleichsstudien gibt es noch nicht, aber aus dem SURMOUNT-5-Vergleich wissen wir, dass Tirzepatid (Mounjaro) im Schnitt rund 20 % Gewichtsverlust erzielte und Semaglutid (Wegovy) knapp 14 %. Orforglipron kommt mit bis zu 12,4 % in einer etwas schwächeren Kategorie an – dafür ohne Injektion.[2]

    Für die kardiovaskulären Effekte sieht die Datenlage vergleichbar aus: Blutdruck, Lipide und Entzündungsmarker gehen unter Orforglipron in ähnliche Richtungen wie unter injizierbaren GLP-1-Präparaten. Das ist ermutigend – und wichtig für alle, denen die Spritze eine zu hohe Hürde ist. Wenn du dich fragst, welches Präparat für dich passt, lohnt sich ein Blick auf den Wegovy vs. Mounjaro Vergleich oder auf den Vergleich oraler GLP-1-Tabletten im Forum.

    FDA-Zulassung April 2026 – und was das für Deutschland bedeutet

    Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Orforglipron im April 2026 unter dem Handelsnamen Foundayo zugelassen – zum Gewichtsmanagement bei Übergewicht oder Adipositas. In Deutschland und der EU läuft das Zulassungsverfahren noch. Wann ein Marktzugang in der D-A-CH-Region realistisch ist, bleibt unklar. Wie es bei anderen neuen GLP-1-Präparaten üblich war, ist mit einem Zeitraum von mindestens ein bis zwei Jahren nach US-Zulassung zu rechnen.


    Was diese Forschung für Menschen mit GLP-1-Therapie bedeutet

    Wenn du bereits Mounjaro oder Wegovy nimmst, fragst du dich vielleicht: Was habe ich davon? Ganz direkt: Die Ergebnisse zu Orforglipron bestätigen den allgemeinen Trend, der für die gesamte GLP-1-Klasse gilt. Dein Blutdruck, deine Blutfette und deine Entzündungsmarker werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls verbessern – unabhängig davon, ob du Diabetes hast oder nicht.[3]

    Herz-Kreislauf-Werte beim nächsten Blutbild gezielt ansprechen

    Ein konkreter Tipp aus der Community: Bitte beim nächsten Arzttermin explizit darum, neben Blutzucker und HbA1c auch ein vollständiges Lipidprofil (LDL, HDL, Triglyzeride, ApoB wenn möglich) und hsCRP messen zu lassen. So kannst du selbst nachvollziehen, wie sich deine Herzwerte unter der GLP-1-Therapie entwickeln – und du hast Zahlen, mit denen du und dein Arzt oder deine Ärztin echte Entscheidungen treffen können.

    Wenn du gerade erst mit einer GLP-1-Therapie anfängst und deinen Verlauf systematisch dokumentieren möchtest, hilft dabei das Injektions- und Verlaufstagebuch im Forum – dort kannst du neben Gewicht und Nebenwirkungen auch eigene Messwerte festhalten.

    Was die Forschung noch nicht weiß

    Biomarker wie Blutdruck oder LDL sind Surrogate – sie sagen uns, in welche Richtung sich das Risiko wahrscheinlich entwickelt, aber sie ersetzen nicht den direkten Nachweis durch eine kardiovaskuläre Outcome-Studie. Für Semaglutid und Tirzepatid gibt es diesen Nachweis bereits (SELECT-Studie, SURMOUNT-MMO). Für Orforglipron fehlt er noch. Die laufende CARDIO-ACHIEVE-Studie soll diese Lücke schließen. Bis dahin gilt: Die Signale sind positiv, aber der letzte Beweis steht noch aus.

    Mehr zu den insgesamt möglichen Gesundheitseffekten jenseits der Waage findest du im Artikel GLP-1-Therapie: mehr als Gewichtsreduktion.

    Kurz gesagt: Ob du Orforglipron nimmst, Mounjaro oder Wegovy – die kardiovaskulären Zusatzeffekte sind ein echtes Plus der gesamten GLP-1-Klasse. Lass sie dir durch regelmäßige Blutbildkontrollen sichtbar machen.


    Häufige Fragen aus der Community

    Kann ich in Deutschland schon Orforglipron bekommen?

    Nein – Stand Juni 2026 ist Orforglipron (Foundayo) in Deutschland und der EU noch nicht zugelassen. Die FDA-Zulassung in den USA erfolgte im April 2026. Das EMA-Verfahren läuft, ein realistischer Marktzugang in D-A-CH dürfte frühestens 2027 oder später kommen. Vom Graumarkt-Import wird dringend abgeraten – die Risiken nicht regulierter Präparate sind erheblich.

    Verbessern sich meine Herz-Kreislauf-Werte auch unter Mounjaro oder Wegovy?

    Ja, nach allem was wir wissen. Für Semaglutid (Wegovy) gibt es mit der SELECT-Studie sogar den direkten Nachweis, dass schwere Herzereignisse seltener werden. Für Tirzepatid (Mounjaro) laufen entsprechende Studien noch. Die Biomarker-Daten – also Blutdruck, Lipide, Entzündungswerte – verbessern sich laut Studienlage unter beiden Präparaten in ähnliche Richtungen wie unter Orforglipron.[3]

    Was ist ApoB und warum sollte ich es messen lassen?

    ApoB ist ein Protein, das die gefährlichen Fettteilchen im Blut trägt. Viele Kardiologen sehen es als einen der besten einzelnen Herzrisikoindikatoren, weil es die Zahl der „Angreifer" auf deine Gefäße direkt widerspiegelt – genauer als ein einziger LDL-Wert. In deutschen Labors ist es noch nicht standardmäßig in jedem Blutbild dabei, aber du kannst deinen Arzt oder deine Ärztin gezielt danach fragen. Wenn Orforglipron (und andere GLP-1-Präparate) ApoB nachweislich senken, ist das ein starkes Signal für echten Gefäßschutz.


    Fazit: Orforglipron (Foundayo) ist nicht nur eine bequemere Alternative zur Spritze – Phase-II-Daten zeigen, dass der Wirkstoff kardiovaskuläre Risikomarker wie Blutdruck, LDL-Cholesterin, Triglyzeride, ApoB und Entzündungswerte signifikant senken kann, und zwar bei Typ-2-Diabetes genauso wie bei Adipositas ohne Diabetes. Besonders bemerkenswert: Schon moderate Dosierungen erzielen ähnliche Herzwert-Verbesserungen wie hohe Dosierungen. Die Pille ist in Deutschland noch nicht zugelassen, aber die Datenlage bestärkt, dass GLP-1-Präparate weit mehr sind als reine Abnehmhilfen.

    Frage an die Community: Hast du bei deiner GLP-1-Therapie schon einmal explizit nach einem vollständigen Lipidprofil oder deinem hsCRP-Wert gefragt – und hat sich etwas verändert? Teile deine Erfahrungen im Forum!


    Quellen

    1. Wharton S, Rosenstock J, Konige M et al. (2025): Treatment with orforglipron, an oral glucagon like peptide-1 receptor agonist, is associated with improvements of CV risk biomarkers in participants with type 2 diabetes or obesity without diabetes. Cardiovascular Diabetology. DOI: 10.1186/s12933-025-02781-x. PubMed / PMC12142847
    2. Wharton S et al. (2025): Orforglipron, an Oral Small-Molecule GLP-1 Receptor Agonist for Obesity Treatment (ATTAIN-1). New England Journal of Medicine. DOI: 10.1056/NEJMoa2511774. Deutsches Ärzteblatt – Zusammenfassung
    3. Kansakar U, Jankauskas SS, Pande S et al. (2026): Orforglipron: A Comprehensive Review of an Oral Small-Molecule GLP-1 Receptor Agonist for Obesity and Type 2 Diabetes. International Journal of Molecular Sciences. DOI: 10.3390/ijms27031409. PubMed / PMC12898445

    Über den Autor

    Mathias Köster | Gründer des GLP-1 Forums

    Ich bin kein Arzt – sondern Patient. Seit Februar 2025 nehme ich Mounjaro, verschrieben und begleitet von meinem Diabetologen. In dieser Zeit habe ich 41 kg abgenommen und über 16 Monate direkte Therapieerfahrung gesammelt.

    Aus dieser Erfahrung heraus habe ich das GLP-1 Forum gegründet – weil eine deutschsprachige Community für ehrlichen Erfahrungsaustausch fehlte.

    Alle Artikel recherchiere ich anhand von Studien aus PubMed, Fachinformationen der Hersteller sowie offiziellen Quellen wie BfArM, EMA und der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Die verwendeten Quellen sind am Artikelende vollständig aufgeführt und verlinkt. Inhaltliche Verantwortung liegt vollständig bei mir.

    Dieses Forum ist kein medizinischer Rat. Es ist ein Ort für ehrlichen Erfahrungsaustausch – unabhängig, ohne Pharmaunternehmen im Hintergrund.

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